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Pico Naranjo in den Picos de Europa, Asturien

Lernen Sie alle Facetten Asturiens kennen. Wir verraten Ihnen wie ...

Fürstentum Asturien

Im Norden Spaniens an der kantabrischen Küste gelegen, gilt Asturien als das grüne Paradies schlechthin. Und so sollten Sie es sich auch vorstellen. Wir möchten, dass Sie von atemberaubenden Stränden träumen, von bunten Fischerdörfern, kleinen Ortschaften in den Bergen, zu denen man per Seilbahn gelangt ... Stellen Sie sich vor, wie Sie sich den berühmten Apfelwein einschenken oder die aromatischen Käsesorten Asturiens probieren ... Unter den vielen Möglichkeiten, die Ihnen geboten werden, um diese Region in vollen Zügen zu genießen, haben wir folgende Optionen für Sie ausgesucht:

Route durch Cangas de Onís und zu den Seen von Covadonga

Die sicherlich berühmteste Tour Asturiens verläuft durch den Nationalpark Picos de Europa. Wir empfehlen als Ausgangspunkt den Ort Cangas de Onís mit seiner schönen Römerbrücke. Von dort geht es weiter zur Basilika Santa María la Real de Covadonga, die sich mitten im Tal wie ein Traum erhebt. Im Anschluss sollten Sie im Auto zu der etwa 10 km entfernt gelegenen Santa Cueva fahren, einer spektakulären Höhle, die das Bildnis der Jungfrau von Covadonga (liebevoll auch „La Santina“ genannt) beherbergt. Dies ist jedoch nur ein Vorgeschmack auf das, was Sie am Ende einer wunderschönen, sich schlängelnden Bergstraße erwartet: die atemberaubenden Gletscherrandseen von Covadonga auf über 1000 Metern Höhe (beachten Sie, dass sowohl im Sommer wie im Winter die Zufahrt per Bus erfolgt). In der nahen Umgebung befinden sich die Aussichtspunkte Reina und Ordiales, die Ihnen einen Panoramablick über die gesamte Landschaft bieten.

Seen von Covadonga in den Picos de Europa

Bulnes und die Route entlang des Cares.

Ein charmantes Bergdorf wie im Märchenbuch ... Das ist Bulnes. Wenn Sie diese Ortschaft auf originelle Weise erreichen möchten, empfehlen wir Ihnen die Seilbahn. Oben angekommen, atmen Sie tief durch und betrachten Sie die Landschaft, den Bergsteigerfriedhof, seine schöne Kirche, die steinernen Häuser ... Nehmen Sie sich Zeit, um in Ruhe ein Glas Apfelwein zu trinken, den höher gelegenen Ortsteil Bulnes de Arriba zu besuchen oder zum Aussichtspunkt zu gehen.In dieser Gegend, im Dorf Poncebos, beginnt die weithin bekannte Route entlang des Flusses Cares: Eine Strecke, auf deren Hin- und Rückweg Sie durch eine beeindruckende Schlucht der Gebirgskette Picos de Europa wandern. Gleich zu Beginn haben Sie einen Blick auf den Gipfel des Naranjo de Bulnes. Auf dem übrigen Weg werden Sie vom kristallklaren Wasser des Cares begleitet. Der Hin- und Rückweg betragen zusammen 22 Kilometer.

Tunnel auf der Route entlang des Cares

Bergbauerlebnis

Der traditionelle Beruf des Bergarbeiters ist mit Asturien so eng verbunden, dass noch heute die Spuren seiner jüngsten Vergangenheit zu sehen sind, welche einen Einblick in sein hartes Leben gewähren. Um in das authentische Ambiente der Bergarbeiter einzutauchen, stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung: Sie können zum Beispiel das Bergbaumuseum von Arnao besuchen, dessen Kohlenbergwerk die erste Untersee-Lagerstätte Spaniens war. Auch der kuriose Ort Bustiello ist einen Besuch wert, um sich eine Idee davon zu machen, wie die Bergbauer einst lebten.Die Mutigsten unter Ihnen können einen Tag in der Zeche Sotón verbringen (in der Gegend von San Martín del Rey Aurelio), dem einzigen Kohlenbergwerk Europas, das Führungen unter Tage anbietet. Bis 500 Meter in die Tiefe der Erde zu dringen ist ein äußerst spannendes Erlebnis. In unmittelbarer Nähe zur Zeche Sotón und inmitten einer wunderschönen Berg- und Tallandschaft befinden sich auch das Museo de la Minería y la Industria (MUMI; Bergwerk- und Industriemuseum) und das Ecomuseo Minero Valle de Samuño.

Die Zeche Sotón in San Martín del Rey Aurelio

Einzigartige Gastronomie

Asturischer Bohneneintopf, Cachopo, Desserts wie Casadielles ... Die Auswahl typischer Gerichte und Produkte dieser Region ist unendlich. Aber in diesem Fall werden wir uns auf zwei beschränken. Zum einen ist da der Apfelwein. Sie sollten auf keinen Fall Asturien verlassen, ohne sich im Einschenken dieses Getränks versucht zu haben: der traditionellen Art und Weise, das Glas mit hochgehobener Flasche einzuschenken. Dieser gegorene Apfelmost ist ein Wahrzeichen Asturiens. Sie können dies in den sogenannten Sidrerías – einem Art Apfelwein-Ausschank – tun oder in Keltereien, traditionelle Lokale mit Apfelweinfässern, in denen Espichas, kleine Gerichte serviert werden, die natürlich von Apfelwein begleitet werden. Im Nordosten Asturiens gibt es sogar einen Landkreis des Apfelweins, in dem zahlreiche Aktivitäten angeboten werden.Ebenso empfehlenswert ist es, den Käse dieser Region zu probieren. Asturien wartet mit bis zu 50 verschiedenen Sorten auf! Zu den bekanntesten gehören Cabrales, Gamonéu, Afuega‘l pitu, Casín und Beyos. Finden Sie hier die Käsereien, die einen Besuch wert sind.

Cachopo (paniertes und gefülltes Schnitzel)

Präromanische Kunst in Asturien

Beim Betrachten dieser Art von Kunst, die Sie weltweit nur in dieser Gegend finden, begeben Sie sich auf eine Zeitreise zurück ins 9. Jahrhundert. Genauer gesagt, in die Epoche des Königs Ramiro I., als einige der schönsten Monumente gebaut wurden, die heute in diese Kunst eingeordnet werden. Sechs davon wurden von der UNESCO zum Welterbe erklärt: die Cámara Santa (Heilige Kammer) der Kathedrale von Oviedo, die Kirchen San Miguel de Lillo, Santa Cristina de Lena, Santa María del Naranco und San Julián de los Prados sowie das Werk der Wasserbaukunst La Foncalada. Sie befinden sich alle in der asturischen Hauptstadt Oviedo und Umgebung. Am Hang des wunderschönen und ruhig gelegenen Naranco-Bergs können Sie neben einiger dieser Kirchen auch das Interpretationszentrum der Präromanik in Asturien besuchen. Möchten Sie eine Zeitreise unternehmen?

 Kirche San Miguel de Lillo, Oviedo

Traumhafte Strände und Fischerdörfer

Zwei wunderschöne asturische Ortschaften gehören der Asociación de Villas Marineras de España (Vereinigung spanischer Küstenorte) an: Ribadesella – wo jeden ersten Samstag im August Paddler aus aller Welt an der Abfahrt des Flusses Sella teilnehmen – und Llanes mit seiner kleinen, magischen Bucht Gulpiyuri, die durch ein Kliff vom Meer abgetrennt zu sein scheint; und den Blowholes von Pría, Blaslöcher im Felsen, aus denen das Brandungswasser in riesigen Fontänen herausspritzt.Zudem gibt es hier noch weitere bunte Fischerdörfchen, die an den Hang geschmiegt auf das Meer blicken, darunter Cudillero (lassen Sie sich nicht den Sonnenuntergang an seiner sichelförmigen Playa del Silencio oder den Leuchtturm am Cabo Vidio entgehen) oder die Ortschaften Lastres und Luarca, „das weiße Dorf an der Grünen Küste“. Sein Friedhof auf einem Hügel gehört zu den schönsten Spaniens und bietet einen einzigartigen Blick aufs Meer.Lust auf mehr atemberaubende Strände und Fischerdörfer? Die Strände Playa de Rodiles in Villaviciosa, Playa de Verdicio in Gozón (am Cabo Peñas) und die Ortschaften Puerto de Vega und Castropol.

Panoramablick auf Ribadesella

Ein Dorf im Inland und göttliche Ruhe

Wir wollen auf keinen Fall eine ganz besondere, zwischen Berge gebettete Ortschaft im Landesinneren vergessen: Taramundi und seine benachbarten Weiler. Seine mit Schieferdächern gedeckten Steinhäuser, die alten Mühlen, die Museen, die dem traditionellen Handwerk wie der Messerschleiferei gewidmet sind, oder die alten Webstühle sind einzigartig und scheinen uns in vergangene Epochen zurückzuversetzen. Ideal zum Abschalten.

Mühlengegend von Taramundi

Städte-Trio

Wenn Sie einen Tag mit urbanem Flair verbringen möchten, so finden Sie in Asturien drei Städte, deren Seele und Charakter ganz voneinander abweichen. An erster Stelle ist da die Hauptstadt Oviedo im Inland. Durch ihre mit Plätzen und Stadtpalais gefüllte Altstadt zu schlendern, die Kathedrale, den Markt El Fontán und das Campoamor-Theater zu entdecken ist stets ein Erlebnis. Ein Halt in den Sidrerías und den traditionellen Konditoreien, um Gebäck wie die berühmten Moscovitas (eine Art Florentiner) zu probieren, ist in Oviedo ein Muss. Und wer einen schönen Panoramablick über die Stadt genießen will, der sollte auf den Monte Naranco steigen und dabei gleich noch die bereits erwähnten Kirchen aus der asturischen Präromanik besichtigen.Dann ist da noch Gijón, an der Küste. Mit fantastischen Stränden und Blick auf das kantabrische Meer, werden Sie von faszinierenden Winkeln wie dem mit der Skulptur „Elogio del Horizonte“ von Eduardo Chillida begeistert sein. Ein Bummel durch das alte Fischerviertel Cimavilla von Gijón, durch den Park Jardines de la Reina oder durch den Sportboothafen ist sehr zu empfehlen.Das Städtetrio wird durch Avilés abgerundet. Die an einer Ría (Meeresarm) gelegene Altstadt ist mit ihren Arkaden, Gärten und Palästen ein genussvolles Erlebnis. Jedoch ist seit 2011 das große Symbol der Stadt das Kulturzentrum Niemeyer. Das futuristische Werk dieses brasilianischen Architekten wird Sie gewiss überraschen.

Von links nach rechts: Plaza Carballo in Avilés, Kathedrale von Oviedo und Universidad Laboral Gijón.

Asturien mit der Familie

Wenn Sie mit Kindern reisen, hat Asturien auch viel zu bieten. Wie wäre es mit einer imaginären Zeitreise in die Epoche der Urgeschichte? Organisieren Sie einen spannenden Besuch im Museum der Jurazeit in Colunga (Museo Jurásico), mit mehr als 20 Dinosauriernachbildungen in Originalgröße, oder im Park der Urgeschichte in Teverga (Parque de la Prehistoria). Eine weitere Option ist das Aquarium von Gijón mit mehr als 4.000 Tieren und 400 Arten. Dritte Option: Oder vielleicht eine Route in der Natur? Da ist zum Beispiel die wunderschöne Senda del Oso (zu Deutsch: der Bärenpfad), ein Weg, der in Santo Adriano beginnt und zu Fuß oder mit dem Fahrrad gemacht werden kann. In der Gegend von Fuentes del Narcea gibt es Guides, die Ihnen helfen, die Spuren dieses heimischen Tieres zu verfolgen. Vergessen Sie nicht, dass Asturien reich an unglaublich schönen Naturgebieten ist, die für die Kleinsten besonders attraktiv sind: Da gäbe es zum Beispiel die Naturparks von Somiedo, Ubiñas-La Mesa oder Redes und Aussichtspunkte mit atemberaubendem Ausblick wie der Mirador del Fitu (in Caravia). Mit der Natur eins werden wie nie zuvor.

Park der Urgeschichte von Teverga

Überraschende Orte

Neben den allgemein bekannten Zielorten Asturiens wartet die Region mit anderen, originelleren jedoch weniger besuchten Orten auf, die Sie nicht missen sollten. Haben Sie zum Beispiel schon mal von Cuevona gehört? Dabei handelt es sich um eine der wenigen Höhlen, die mit dem Auto durchquert werden können, und die den natürlichen Zugang zur Ortschaft Cuevas del Agua darstellt, die hinter der Höhle wie eine Fatamorgana auftaucht. Und noch etwas Spannendes: Wussten Sie, dass es in Asturien unzählige Höhlen mit Höhlenmalereien gibt, die aus dem Jahre 35.000 v. Chr. stammen? Einige davon wie die Höhlen von El Conde, El Pindal, La Loja, Candamo, La Lluera und Tito Bustillo sind begehbar.Dann gibt es noch Orte, die als Szenario für Filme wie „Vicky Cristina Barcelona“ von Woody Allen gedient haben. Javier Bardem, Penélope Cruz und Scarlett Johansson spielen einige Szenen am Leuchtturm San Juan von Avilés oder auf dem Berg Monte Naranco in Oviedo. Weitere Beispiele sind „Marrowbone“, der in Pravia am Strand von Frexulfe de Navia und in der Waffenfabrik von Oviedo gedreht wurde, oder „Volver a empezar“ von José Luis Garci, in dem Gijón und das charmante Fischerdorf Cudillero zu sehen sind.

Haupttafel der Höhle Tito Bustillo

Römische Vergangenheit

In Asturien gibt es so viel zu sehen, dass viele Reisenden die interessante römische Geschichte dieser Region außer Acht lassen. Das alte Römische Reich war fünf Jahrhunderte lang an diesem Land besonders interessiert, da es während dieser Periode seine Goldminen ausbeutete. Und was gibt es zu sehen, um sich in jene Zeit zurück zu versetzen? Sie können zum Beispiel die Route der Goldspur machen und diese mit einer Besichtigung des Goldmuseums von Asturien in Tineo abrunden.Sie können auch einen Ausflug zu den Castros, den befestigten Siedlungen der Römer machen. Besichtigen Sie den spektakulären Castro de Coaña (aus dem 5. Jh. v. Chr.), die römischen Thermen von Campo Valdés, die römische Siedlung Veranes in Gijón oder das Interpretationszentrum der Vía Carisa (in Aller), eine Straße, die Asturien mit dem übrigen Römischen Reich verband.

Römische Siedlung von Coaña