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Tipps, um sicher zu reisen
Aquädukt von Segovia

Segovia an einem Tag

Segovia

Was man in Segovia an einem Tag sehen kann

Segovia ist eine Welterbestadt mit einzigartigen Sehenswürdigkeiten, von denen schon jede für sich genommen einen Besuch wert sind. Doch Segovia hat noch viel mehr zu bieten. Ein jüdisches Viertel, Herrenhäuser, traumhafte Ausblicke und einen Grüngürtel, der zu gemütlichen Spaziergängen in der Sonne einlädt. Die folgende Route soll dabei helfen, die Stadt an einem Tag kennen zu lernen.

Am Vormittag

Reiseziel: Zu Fuß / Fahrtdauer: Zweieinhalb Stunden

Besichtigung des Aquädukts, des jüdischen Viertels und der Kathedrale: Eine gute Zeit, um die Besichtigung von Segovia zu beginnen, ist um 10:30 Uhr. Unser erster Halt ist die Plaza del Azoguejo, an der das Hauptbesucherzentrum und das eindrucksvolle Aquädukt liegen. Dort nutzen wir die Gelegenheit, um uns gut zu informieren.Wenn die Erinnerungsfotos erst einmal geschossen sind, sollte man einige Einzelheiten betrachten. So zum Beispiel die perfekt behauenen Steinquader, die ohne jeden Mörtel zusammengefügt sind. Die bis zu eine Tonne schweren Steine liegen einfach übereinander und zeigen die Perfektion der römischen Arbeitsweise. Beim genauen Hinschauen sieht man an allen Steinen Kerben, außer an einigen in der untersten Reihe. Dort wurden die Vorrichtungen eingehakt, die zum Bewegen und Anheben dienten.Vom Aquädukt aus machen wir uns auf ins jüdische Viertel, durch die Calle de Cervantes, die Calle Juan Bravo und das Tor Puerta de la Luna, dem Zugang zum Paseo del Salón. Auf dem Weg achten wir auf die Fassaden der Häuser und ihre charakteristische Dekoration, die normalerweise aus geometrischen und pflanzlichen Motiven besteht. Sie sind sehr hübsch und vielfältig. Auf unserem Weg kommen wir an der Kirche San Martín, einem schönen Beispiel der Romanik in Segovia, und dem Gebäude Casa de los Picos vorbei. Auch die Innenhöfe einiger Häuser in dieser Gegend wie der Hof im Casa de los Del Río sind sehenswert.Vom Paseo del Salón aus hat man einen schönen Blick auf einen Teil des Grüngürtels um die Stadt und links auf den Alkazar. Von der Puerta del Sol aus gelangen wir zur Calle de la Judería Vieja, wo wir die frühere Hauptsynagoge besuchen können. Wir gehen durch die Calle San Geroteo an der Kathedrale vorbei zur Plaza de la Merced und haben damit das gesamte frühere Judenviertel durchquert.Die bereits von außen großartige Kathedrale betritt man von der Plaza Mayor aus, zu der man durch die Calle del Marqués de Arco gelangt.TippBequemes Schuhwerk ist dringend anzuraten, denn in Segovia geht es ständig auf und ab.Im Besucherzentrum an der Plaza del Azoguejo können Sie Fremdenführer buchen, die Ihnen die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zeigen. Der am besten erhaltene Teil des Aquädukts ist der an der Plaza Azoguejo, aber auch andere Abschnitte sind in gutem Zustand. Es handelt sich jedoch um später rekonstruierte Bereiche, was am Stil der Bögen und auch an den Steinen selbst zu sehen ist. Reste des Aquädukts führen ca. 14 Kilometer weit bis in das Gebirge.Eine der besten Ansichten des Aquädukts hat man vom oberen Ende der Treppe, die neben dem Besucherzentrum nach oben führt.Donnerstags vormittags findet auf dem Plaza Mayor ein kleiner Markt statt.Gegenüber dem jüdischen Viertel befinden sich in der Grünzone El Pinarillo die Reste des alten jüdischen Friedhofs.

Mittagessen: Jetzt ist es Zeit, die Gastronomie der Stadt kennen zu lernen. In den Straßen um die Plaza Mayor sowie um die Kathedrale und die Plaza del Azoguejo herum gibt es unzählige Restaurants.An sonnigen, warmen Tagen haben viele davon Tische im Freien mit spektakulärem Blick auf die Sehenswürdigkeiten. Wenn es ans Bestellen geht, sollten Sie das gebratene Spanferkel oder Milchlamm probieren. Wer Fisch vorzieht, ist mit der Forelle gut beraten.

Gebratenes Spanferkel, die Spezialität Segovias
Was Sie unbedingt besichtigen müssen

Sehenswertes


Am Nachmittag

Reiseziel: Zu Fuß / Fahrtdauer: Viereinhalb Stunden

Besichtigung des Alkazar und Aufstieg auf den Turm: Segovia erkundet man am besten zu Fuß. Schon bald erreichen wir den Alkazar. Nicht nur der Besuch der Palasträume lohnt sich, sondern auch der Aufstieg auf den Turm (152 Stufen). Von dort aus hat man einen eindrucksvollen Panoramablick auf die Kirche La Vera Cruz und das Kloster El Parral. Und es gibt eine weitere Überraschung. Ein Blick enthüllt uns die Bergwelt um uns herum, die den Eindruck eines ausgedehnten Meers erweckt. Ganz in der Nähe erhebt sich im Stadtzentrum die Kathedrale. Weiter unten, allerdings vom Alkazar aus nicht zu sehen, liegt das Aquädukt.Aufgrund seiner Anordnung und Lage wird Segovia oft mit einem Schiff verglichen, bei dem der Alkazar der Bug ist, die Kathedrale der Mast und das Aquädukt der im Meer der Sierra versenkte Anker. In Gedanken an diese Metapher wird unser Blick vom Turm aus jetzt bestimmt der Blick eines Seemanns.TippDie Besichtigung des Alkazar gliedert sich in zwei Teile: die Räume im Gebäude mit Waffensaal und Kapelle sowie der Turm.Der Aufstieg auf den Turm ist nicht außergewöhnlich anstrengend, doch muss man sich auf viele niedrige Treppenstufen und einen engen Gang gefasst machen.Führungen in anderen Sprachen als Spanisch sollten Sie lange genug im Voraus buchen.

Alkazar von Segovia

Stadt der tausend Perspektiven: Segovia ist von einem Grüngürtel umgeben, der uns auf Schritt und Tritt eine andere Perspektive auf die Stadt ermöglicht: von der geheimnisvollen Burg (der Alkazar), die sich zwischen Bäumen und einem großen Fluss erhebt, bis zu einer mit mehreren Türmen befestigten Stadt. All das ergibt ein schönes Foto nach dem anderen. Gewöhnlich ist die Stadt recht sonnig und besonders von Mai bis September ideal für Spaziergänge im Grünen mit dem Alkazar im Hintergrund.Eine schöne Unternehmung für alle, die noch nicht zu müde sind und ins Hotel zurückkehren möchten, ist der Abstieg vom Alkazar zum Fluss Eresma. Dort geht es über eine Brücke zur Kirche La Vera Cruz, der Wallfahrtskapelle La Fuencisla und zu den Klöstern der Unbeschuhten Karmelitinnen und El Parral. Wenn man ein kleines Picknick einpackt, kann man dies am Flussufer im Schatten der Bäume in aller Ruhe genießen.TippEs gibt drei ausgeschilderte Wege durch die Umgebung der Stadt, die zum jüdischen Friedhof, La Fuencisla, Vera Cruz, El Parral und zum Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen führen. Sie alle sind an sonnigen Tagen sehr zu empfehlen und bieten die Chance auf einzigartige Fotos von Segovia.An der Plaza Mayor kann man Fahrräder ausleihen, die für eine kleine Tour durch den Grüngürtel der Stadt ideal geeignet sind.El Parral bietet jeden Sonntag um 12 Uhr einen Gottesdienst mit gregorianischen Gesängen.

Plaza Mayor von Cáceres

Souvenirkäufe:  Es ist Zeit, in die ummauerte Stadt zurückzukehren und ein paar Souvenirs zu kaufen. Der Zugang erfolgt über einen Abschnitt des Pilgerwegs und durch das Tor Puerta de Santiago. Ein guter Ort für eine kleine Pause und weitere interessante Fotos ist die Gartenanlage Jardín de los Poetas. Die Souvenirläden liegen vor allem in der Umgebung der Plaza Mayor. Dort gibt es typisches Kunsthandwerk und Souvenirs jeder Art. 

Souvenirladen in Segovia

Abendessen mit Blick auf das angestrahlte Aquädukt: Der Paseo del Salón, die Plaza Mayor, die Plaza de Medina del Campo und die dazwischen verlaufenden Straßen bieten zahlreiche Lokale, in denen man als Appetitanreger die typischen Tapas von Segovia kosten kann. Als krönender Abschluss des Tages empfiehlt sich jedoch ein angenehmes Abendessen mit Blick auf das angestrahlte Aquädukt. Jetzt sollte man die köstlichen Pilze der Gegend oder die Chorizo-Würste aus Cantimpalos probieren. Wer noch Lust auf etwas Nachtleben hat, der findet im Stadtteil San Millán zahlreiche Lokale mit moderner Musik. Eine etwas beschaulichere Option vor der Rückkehr ins Hotel ist ein Gang durch die Altstadt, um die Sehenswürdigkeiten noch einmal im angestrahlten Zustand zu erleben.TippVom Besucherzentrum werden theatralische Besichtigungen und Nachtspaziergänge organisiert, um mehr über die Legenden der Stadt zu erfahren.

Blick auf das Aquädukt von Segovia bei Nacht
Was Sie unbedingt besichtigen müssen

Sehenswertes


Tipps und Empfehlungen

Anreise

Bus: Mehrere Buslinien verbinden die Stadt mehrmals täglich mit Madrid, Ávila und Salamanca.

Zug: Mehrere Hochgeschwindigkeitszüge (AVE) verkehren täglich nach Madrid (ca. 30 Minuten Fahrzeit) und Valladolid (ca. 40 Minuten Fahrzeit). Vom Bahnhof aus fahren Busse ins Stadtzentrum (ca. 15 Minuten Fahrzeit).

Auto: Madrid – Segovia: Über die A6 und dann die AP6 und AP61. Fahrzeit: ca. 1 Stunde 15 Minuten. Ávila – Segovia: Über die A51 und später die AP6 und AP61. Fahrzeit: ca. 1 Stunde.

Flugzeug: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Madrid (87 Kilometer), Valladolid (125 Kilometer) und Salamanca (164 Kilometer)

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