Rollstuhl. Barrierefreie Wanderwege

Wandern für alle: vier barrierefreie Wanderrouten in Spanien

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In Spanien gibt es eine wachsende Zahl angepasster Wanderwege, auf denen man die Natur und die ländliche Umgebung barrierefrei erkunden kann. Diese Routen erleichtern Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zu Wäldern, Bergen, Tälern, Seen und historischen Orten und ermöglichen so ein inklusives Erlebnis. Viele dieser Routen verfügen über entsprechend ausgestattete Flächen, eine Beschilderung mit Piktogrammen sowie Informationen in Brailleschrift.  Zu den bekanntesten barrierefreien Routen zählen die „Grünen Wege“ in Spanien, ehemalige Eisenbahnstrecken, die zu bequemen Wanderwegen umgestaltet wurden. Und damit Sie Ihre Wanderung in vollen Zügen genießen können, unterstützen Sie Einrichtungen wie Predif-Impulsa Igualdad sowie die Kooperationsplattform Tur4all bei der Planung Ihrer Route.  Wir haben vier repräsentative Beispiele für barrierefreie Routen ausgewählt, um Sie dazu anzuregen, diese in Ihrem eigenen Tempo zu erkunden. Kommen und genießen Sie Ihren Ausflug. 

  • Bärenweg. Quirós. Asturien

    Grüner Weg La Senda del Oso (Asturien)

    Entdecken Sie das üppige Herz im nordspanischen Asturien und machen Sie sich keine Sorgen um unüberwindbare Steigungen. Der Senda del Oso (Bärenweg) ist einer der Grünen Wege Spaniens. Es trägt diesen Namen, da entlang der Route am Fernanchín-Berg 1996 ein Gehege errichtet wurde, um zwei verwaiste Bärenjungen zu schützen: Paca und Tola. Derzeit lebt die Bärin Molina in diesem Gehege. Es handelt sich um einen gut asphaltierten Weg, der für Menschen mit eingeschränkter Mobilität (PMR) geeignet ist und der Trasse folgt, auf der vor Jahrzehnten schwere Züge verkehrten, die mit Kohle aus den Bergwerken der Region beladen waren.  Was diesen Grünen Weg so einzigartig macht, ist das Gefühl, zwischen engen Schluchten und in den Fels gehauenen Tunneln buchstäblich durch den Berg zu wandern. Hier werden Sie spüren, wie die Natur Sie ganz und gar umgibt und umarmt. Auf Ihrem Weg werden Sie auch auf einige asturische „Caseríos“ stoßen, die charakteristischen Häuser der Landwirte und Viehzüchter der Region.  Rundgang für Personen mit eingeschränkter Mobilität: 14 Kilometer, aufgeteilt in sechs Abschnitte, zwischen den Gemeinden Teverga und Proaza. Deshalb ist der Weg barrierefrei: Der Höhenunterschied ist gering, und der Weg ist asphaltiert und ausgeschildert. Es gibt Informationstafeln für Menschen mit geistiger Behinderung sowie Informationen in Brailleschrift im Mountainbike-Zentrum Valles del Oso (Turñón) sowie im Freizeitgelände Buyera.

  • Zedernwald. Nationalpark Garajonay. La Gomera

    Wanderwege El Barranquillo und Alto de Garajonay (La Gomera)

    Bis vor kurzem stellte die zerklüftete Landschaft von La Gomera auf den Kanarischen Inseln für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine erhebliche Herausforderung dar. Allerdings kann man heute über Wanderwege wie El Barranquillo und Alto de Garajonay diese Naturlandschaft barrierefrei erkunden.  Auf diesen angepassten Wegen können Sie durch beeindruckende Lorbeerwälder spazieren, durch Pflanzenkorridore, in denen Licht und Schatten eine geheimnisvolle Atmosphäre schaffen. So präsentiert sich die Landschaft entlang des Wanderwegs von El Barranquillo – eine Strecke, die Sie in knapp 20 Minuten zurücklegen können, umgeben von den typischen Geräuschen und Düften dieses Lebensraums, der als lebendes Fossil gilt.  Der Wanderweg Alto de Garajonay führt Sie zum Gipfel von La Gomera. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Panoramablick auf den größten Teil der Insel sowie den Gipfel des Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa. Route für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: Los Barranquillos, 0,8 km; Alto de Garajonay, 2,5 km. Beide verlaufen durch das Herz des Nationalparks Garajonay. Deshalb ist der Weg barrierefrei: Beide Wanderwege haben einen geringen Schwierigkeitsgrad mit geringen Höhenunterschieden, sind gut mit Piktogrammen ausgeschildert und verfügen über barrierefreie Parkplätze.

  • Der Jakobsweg. Mozarabische Route

    Mozarabischer Weg: von Abertura nach Santa Cruz (Cáceres)

    Diese historische Route, die auf den Jakobsweg und die Silberstraße in Mérida trifft, verläuft über etwa 120 Kilometer durch die Region Extremadura. Sie trägt diesen Namen seit dem Mittelalter, da sie einst als Pilgerweg für die Christen aus dem Süden der Iberischen Halbinsel diente, die nach Compostela wanderten.  Eine der leichtesten Etappen des Mozarabischen Wegs ist jene, die von der Ortschaft Abertura nach Santa Cruz de la Sierra in der Provinz Cáceres führt. Die Route verläuft über einen breiten, festen und ebenen Weg zwischen Ackerland und Weideflächen.  Während des Spaziergangs werden Sie das Läuten der Kuhglocken, den Gesang der Vögel und die typischen Klänge der landwirtschaftlichen Arbeit hören. Wenn Sie zudem die Route am Nachmittag bewandern, können Sie einen spektakulären Sonnenuntergag bewundern, für die das ländliche Extremadura so bekannt ist.  Route für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: 9 km. Der Höhenunterschied beträgt 85 Meter. Die empfohlene Strecke endet etwa 2,5 Kilometer vor Santa Cruz. Deshalb ist der Weg barrierefrei: Die Strecke verläuft auf einem breiten Weg mit kompaktem Belag.

  • Naturschutzgebiet. Charca Suárez

    Naturschutzgebiet Charca de Suárez (Motril. Granada)

    Das Küstenfeuchtgebiet Charca de Suárez ist eine Oase der Artenvielfalt direkt an der Küste der Provinz Granada. Es liegt in der Nähe von Motril, einer Stadt mit einem reichen historischen Erbe und mehreren Kilometern Strand. Sie können dieses Naturschutzgebiet in aller Ruhe und ganz nach Ihren eigenen Vorstellungen erkunden, da das Netz aus breiten Wegen mit kompaktem Belag gut begehbar ist und kaum Höhenunterschiede aufweist. Entlang der Route und inmitten der hohen Schilfrohre, die die Lagune umgeben, werden Sie einige Holzhütten mit Fenstern in unterschiedlichen Höhen entdecken. Dort können Sie die große Vielfalt an Vögeln beobachten, die hier brüten, sich ausruhen und sich in dieser reichen Landschaft ernähren. Mit ein wenig Geduld und etwas Glück können Sie den Flug der eleganten Graureiher und Kaiserreiher sowie verschiedener Entenarten bewundern.  Route für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: 2,5 km lange Rundstrecke. Positiver Höhenunterschied von nur einem Meter. Deshalb ist der Weg barrierefrei: Die Wege sind nahezu eben und bestehen aus kompaktem Sand. Es gibt spezielle Parkplätze und barrierefreie Toiletten.

Es gibt viele weitere barrierefrei Wege in allen Regionen Spaniens.Viele davon finden Sie auf der Website Spain.info.