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 Sorolla-Museum in Madrid

Eine Reise durch das Spanien von Sorolla

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Wenn das Licht zum Kunstwerk wird


Der „Maler des Lichts“. So bezeichnet man Joaquín Sorolla, eine der großen Figuren der spanischen Kunstgeschichte und einer der international anerkanntesten Maler seiner Epoche. Wenige Maler haben es verstanden, wie er Licht und Bewegung in seinen Bildern einzufangen. Sein Œuvre umfasst Landschaften, typisches Brauchtum des Mittelmeers, Gesellschaftsszenen, Porträts … Doch alle seine Werke haben eins gemeinsam: eine fesselnde Wärme und Sensibilität.Welche Landschaften dienten diesem Genie als Inspiration? Wo sind seine wichtigsten Bilder zu sehen? Begleiten Sie uns auf dieser Bilderreise zu Stränden mit kristallklarem Wasser, Gärten und Farbwelten.

  • Links: Joaquín Sorolla. „Spaziergang am Strand“ / Mitte: Sorolla-Saal im Museum der Schönen Künste Valencia © Museo Bellas Artes de Valencia / Rechts: Briefmarke mit Selbstporträt von Sorolla © Neftali, Circa 1964

    Valencia, die Wiege des Künstlers

    Die beste Art, sich Sorolla zu nähern, ist eine Reise nach Valencia. Dort erblickte dieser einmalige Künstler 1863 das Licht der Welt im Schoße einer einfachen Familie und studierte später an der Kunsthochschule. In Valencia können Sie sein Geburtshaus, die Santa Catalina-Kirche (in der er getauft wurde), sein erstes Wohnhaus (Calle Barcelona 6), die San Martín-Kirche (in der er getraut wurde) oder die Plaza del Mercado, die als Schauplatz seines Werks „Der Aufruf des Strohhändlers“ diente, besichtigen.Doch nur ein Spaziergang an den Stränden der Gegend (und an anderen Orten der Region Valencia wie beispielsweise Jávea) enthüllt das Geheimnis der Lichtreflexe und des Spiels von Weiß- und Blautönen, die der Maler bei seinen Szenen von Frauen am Strand, spielenden Kindern, Fischern usw. erzielte. Nördlich des Sporthafens erstreckt sich ein 2300 Meter langer Küstenstreifen, der in die Strände Arenas, Cabanyal und Malvarrosa unterteilt ist. Diese Strände erscheinen in einigen seiner berühmtesten Werke, darunter „Spaziergang am Strand“, „Die Rückkehr der Fischer“ oder „Abendsonne“.Was halten Sie davon, als nächstes einige Museen zu besuchen, die Werke dieses Künstlers ausstellen? Wir empfehlen Ihnen das Museum der Schönen Künste Valencia oder das Museumshaus José Benlliure. Das Institut für Moderne Kunst Valencia (IVAM) und die Stiftung Bancaja besitzen ebenfalls bedeutende, ihm gewidmete Sammlungen. Auch im nächstgelegenen Museum der Schönen Künste Castellón sind Werke von Sorolla zu sehen. Ist die Rede dagegen von Monumenten, dann suchen Sie die Kapelle der früheren Schule San Pablo (heute Oberschule Lluis Vives) auf, die der Valencianer auf dem Bild „Hof der Oberschule“ einfing, oder den Friedhof von Valencia mit dem Grab von Sorolla neben anderen Persönlichkeiten wie dem Schriftsteller Blasco Ibáñez.

  • Das Sorolla-Museum in Madrid

    Madrid, das Wohnhaus der Familie

    Zu den entscheidenden Faktoren, die das Werk Sorollas prägten, gehört zum einen das warme Licht des Mittelmeers und zum anderen sein Besuch im Prado-Nationalmuseum (eine der bedeutendsten Pinakotheken der Welt) in Madrid, im Alter von 18 Jahren. Dort entdeckte er die Bilder von Velázquez, die einen starken Einfluss auf seine Sichtweise der Kunst hatten. Heute nimmt Sorolla in diesem Museum selbst eine herausragende Stellung an der Seite desjenigen ein, der einst sein Vorbild war, denn der Prado besitzt mehrere Bilder des Valencianers, darunter „Jungen am Strand“. Wenn es in dieser Stadt jedoch einen ganz besonderen Ort gibt, in dem die wahre Essenz des Künstlers zu spüren ist, dann ist das das Sorolla-Museum. Ein Besuch im früheren Wohnhaus der Familie, heute auf Wunsch seiner Witwe umgestaltet zu einem Museum, ist ein absolutes Muss. Schon beim Eintreten lässt man den Lärm der Stadt hinter sich und kann sich vorstellen, wie die Modelle des Künstlers die Treppe hinauf stiegen. Man hört das Plätschern der Brunnen im Garten und hat selbstverständlich einige der bekanntesten Werke Sorollas vor Augen: „Garten des Sorolla-Hauses“, „Clotilde auf dem Sofa sitzend“, „Selbstporträt“, „Der rosa Bademantel“, „Nach dem Bad“, „Spaziergang am Strand“, „Badezeit, Valencia“, „Meine Kinder“, „Fifth Avenue, New York“, „Der Mittagsschlaf“, „Mutter“ ...Des Weiteren können Sie die Hochschule der Schönen Künste von San Fernando besuchen, die einige seiner Werke beherbergt, oder die Madrider Ortschaft Cercedilla, in der er 1923 starb.

  • In ganz Spanien

    Abgesehen von diesen beiden wichtigsten Städten in Bezug auf die Kunst Sorollas gibt es noch weitere spanische Städte, in denen man seine Werke findet. In Andalusien begann der Maler mit seinen Studien für Gartenbilder. In dieser Gegend im Süden Spaniens können Sie das Museum von Málaga, das Museum Carmen Thyssen Málaga oder das Museum der Schönen Künste Córdoba besuchen, um seine Bilder zu sehen. Ebenfalls nicht vergessen darf man Sevilla (wiedergegeben auf Bildern wie „Die Zisterne, Alkazar von Sevilla“) und Granada, eine Stadt, die ihn dank der Sierra Nevada und der Alhambra stark beeindruckte.Im Norden Spaniens können Sie das Museum der Schönen Künste A Coruña oder das Museum der Schönen Künste Vitoria-Gasteiz aufsuchen. Sorolla interessierte sich sehr für das wilde Meer der Biskaya. So entstanden Bilder wie „Wellenbrecher, San Sebastián“ oder „Unter der Markise, Strand von Zarauz“.In welchen Einrichtungen gibt es sonst noch Bilder von Sorolla? Beispielsweise im Museum der Schönen Künste Murcia, im El-Greco-Museum in Toledo und im Städtischen Museum der Schönen Künste Teneriffa.Sorolla war unbestreitbar ein hervorragender Kenner Spaniens. Deshalb stellte er sich 1911 in den Dienst der The Hispanic Society in New York, um dort ein Wandbildprojekt über die Provinzen Spaniens umzusetzen, das heute als „Ansichten Spaniens“ bekannt ist. Aus diesem Grund bereiste der Maler fast acht Jahre lang das ganze Land, um die Trachten und Bräuche aller Gebiete festzuhalten. 

Doch was immer Sie auch über diesen großen Meister des 19. Jahrhunderts lesen: Die einzige Art, seine Malereien wirklich zu genießen ist, direkt vor ihnen zu stehen. Lernen Sie Spanien kennen. Lernen Sie das Werk Sorollas kennen und lassen Sie sich von den Farben des Mittelmeers mitreißen. Lassen Sie das Licht auf sich wirken. Denn fast 100 Jahre nach seinem Tod sind seine Bilder zu wahren Klassikern avanciert. Schon Huntington (der amerikanische Hispanist, der ihn mit den Paneelen der Hispanic Society beauftragte) sagte von ihm, „er habe seine Theorie der Malerei bis an die Grenze getrieben und würde schon allein deshalb fortdauern“.

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