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Skyline von Santiago de Compostela

Ein Kulturtag in Santiago de Compostela

A Coruña

Was man in Santiago de Compostela an einem Tag sehen kann

Tausende kommen nach Santiago de Compostela mit einem einzigen Wunsch: die Kathedrale, die Endstation des Jakobswegs, zu sehen. Anlässlich eines Kulturtags in der Stadt werden wir sie selbstverständlich nicht auslassen, doch hat Santiago noch viel mehr zu bieten. Weitere Höhepunkte sind die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Altstadt, die leckere Gastronomie, die ruhigen Grünanlagen und auch die zeitgenössische Kunst in den Museen.

Am Vormittag

Kathedrale Santiago Apóstol Ein Tag in Santiago kann nur auf eine Art und Weise beginnen: in der Kathedrale. Wir betreten sie durch den Eingang an der Plaza del Obradoiro, wo schon früh morgens Pilger aus aller Welt zu finden sind. Als erstes stoßen wir auf den Portikus der Herrlichkeit. Hinter der Mittelsäule führten die Menschen vor vielen Jahren ein kurioses Ritual aus. Sie berührten die Statue, die Meister Matthäus darstellt, dreimal leicht mit der Stirn. Der Brauch geht auf die Studenten der Universität zurück, die so um geistige Gaben und Glück bei den Prüfungen baten. Wir befolgen die traditionellen Besuchsregeln der Kathedrale und gehen in die Krypta, wo die Gebeine des Apostels ruhen. Danach gehen wir zum Hochaltar hinauf und umarmen die Statue des Jakobus. So betrachten wir außerdem die Kathedrale aus einem anderen Blickwinkel als dem üblichen. Beim Gang durch den Chorumgang sehen wir auch die Heilige Pforte, die nur in Heiligen Jahren geöffnet wird (wenn der 25. Juli auf einen Sonntag fällt). Der Durchgang durch diese Pforte vermittelt ein besonderes Gefühl, obwohl in Heiligen Jahren aufgrund des regen Zustroms einige Wartezeit eingeplant werden muss. Dächer der Kathedrale: Wir entschließen uns, an der Führung auf die Dächer der Kathedrale teilzunehmen, und so in den Genuss herrlicher Panoramablicke auf die Altstadt zu kommen. Dazu lenken wir unsere Schritte zum Museum an einer Seite der Kathedrale an der Plaza del Obradoiro. Die Route führt uns durch das Innere des Gelmírez-Palasts, über die Empore der Kathedrale (über dem Portikus der Herrlichkeit) und auf das Dach des Gotteshauses. Das Gefühl des Windes im Gesicht, der Ort, an dem wir stehen, der Blick ... Es fehlen die Worte. Kirche und Kloster San Martín Pinario: Hinter der Kathedrale gelangen wir durch die Puerta de la Azabachería auf die Plaza de la Inmaculada, an der die Kirche San Martín Pinario liegt. Unter anderem ist darin der frühere, inzwischen restaurierte Chor aus Nussbaumholz der Kathedrale zu sehen. Pilgermesse: Wir kehren zur Kathedrale zurück, um an der Pilgermesse teilzunehmen. Sie findet täglich um 12.00 Uhr statt und heißt alle Pilger willkommen, die den Jakobsweg zurückgelegt haben. Tipp Der Zugang zur Kathedrale ist frei. Allerdings gibt es Bereiche, für die vorab eine Eintrittskarte reserviert werden muss. Im Einzelnen gibt es drei Reservierungstypen: Besichtigung des Portikus der Herrlichkeit (im Erdgeschoss der Casa do Deán sind auch kostenlose Einladungen erhältlich), Besuch der ständigen Ausstellung sowie Besuch im Museum für religiöse Kunst Santa María Real La de Sar. Um sicherzugehen, dass wir die Dächer der Kathedrale besichtigen können, sollte am besten zuvor telefonisch (+34 902 044 077) oder auf der Website reserviert werden. Derzeit sind die Dächer wegen Bauarbeiten geschlossen. Wenn Sie den großen Weihrauchkessel „Botafumeiro“ in der Kathedrale in Aktion sehen wollen, müssen Sie berücksichtigen, dass dieser nur an bestimmten Tagen im Jahr bei liturgischen Festen verwendet wird. Eine Vorführung kann bei der Pilgeraufnahmestelle beantragt werden. Wegen Renovierungsarbeiten in der Kathedrale ist der „Botafumeiro“ zur Zeit außer Betrieb.

Portikus der Herrlichkeit und Treppe des Museo do Pobo Galego
Was Sie unbedingt besichtigen müssen

Sehenswertes


Mittags

Die Umgebung der Kathedrale: Nach dem Gottesdienst bietet sich ein gemütlicher Bummel über die Plätze rund um die Kathedrale (Quintana, Platerías, Obradoiro) an. Achten Sie auf die Einzelheiten der Fassaden und machen Sie ein paar hübsche Fotos.Shopping und Mittagessen in der Altstadt: Wir begeben uns in die Straßen Rúa do Franco, Raíña und Rúa do Villar der Altstadt. Dort befinden sich das Fremdenverkehrsbüro und das Pilgerbüro sowie zahlreiche Geschäfte für Kunsthandwerk, Souvenirs, Kleidung, Lebensmittel usw., aber auch kleine Straßenmärkte für antiquarische Bücher und Trödel. Besonders typisch sind Souvenirs aus Silber und Gagat sowie alles, was mit dem Jakobsweg und dem Apostel zusammenhängt („Botafumeiros“, Jakobsmuscheln, Pilgerstäbe …). Daneben auch Keramik, Leder, die typischen galicischen Dudelsäcke oder Hexenpuppen, die sogenannten „meigas“. Parallel zu diesen Straßen verlaufen zwei weitere Geschäftsstraßen: die Rúa Nova und die Rúa Calderería, in denen die Einwohner von Santiago ihre Einkäufe tätigen.In der Rúa do Franco machen wir kurz Halt, um den Renaissancekreuzgang im Fonseca-Kolleg anzusehen. Dort ist die Bibliothek der Universität von Santiago untergebracht. In der Gegend gibt es auch viele Bars und Restaurants. Jetzt ist der Moment gekommen, sich mit einem Mittagessen zu stärken. Wir probieren die Portionsteller und Spezialitäten. Einige gute Tipps sind Krake „pulpo a feira“, Kochschinken mit Steckrübenblättern („lacón con grelos“) oder Kartoffeln, „empanada“ genannte Pastete, gebeizte Schweinefleischwürfel („zorza“), Tintenfische, Padrón-Paprikaschoten (nur in der Saison, und Vorsicht! Manchmal ist eine scharfe dabei ...), gedämpfte Miesmuscheln, Fischtopf („caldeirada“), galicischer Eintopf („pote“), Fisch oder Meeresfrüchte. Dazu natürlich einen galicischen Wein (zum Beispiel Ribeiro oder Albariño). Als Dessert gibt es Jakobstorte und den Tresterlikör „Orujo“ (traditionell ist er klar, doch es gibt ihn auch mit Kräuter-, Creme- oder Kaffeegeschmack etc.).Eine andere gute Wahl für das Mittagessen ist die Markthalle Abastos, die von Montag bis Samstag von 07:00 bis 15:00 Uhr geöffnet hat. Dort kann man nicht nur die Architektur und seine Stände mit Fisch, Fleisch und Gemüse betrachten, sondern auch an einem Take-away-Stand etwas zu sich nehmen, frisch zubereitete Gerichte essen oder die berühmte „Miniaturküche“ probieren.

Blick von der Kathedrale von Santiago auf die Plaza del Obradoiro

Am Nachmittag

Reiseziel: Zu Fuß

Alameda-Park: Nach dem Essen geht es durch die Calle Franco oder Calle Villar in Richtung Alameda-Park. Das dauert knapp 10 Minuten. Auf Schritt und Tritt entdecken wir dort schöne Wege, Baumgruppen, Brunnen, Skulpturen und kleine Bauten wie die Kapelle der hl. Susanne, den Musikpavillon, das Taubenhaus usw. Und da wir uns auf einer Anhöhe befinden, haben wir auch einen schönen Blick auf die Stadt. Eine Treppe stellt die Verbindung zur Grünanlage der Universität her, die wir ebenfalls erkunden wollen.Eine Tour durch die Stadt: Wir gehen erneut ins Stadtzentrum, aber über die Straßen, die an der Fakultät für Geografie und Geschichte, der Kirche San Fiz de Solivio und der Markthalle Mercado de Abastos vorbei führen. Wir gehen weiter in Richtung Bonaval-Park, um zwei Museen der Stadt zu besuchen. Auf dem Weg kommen wir am Kloster San Agustín, der Kirche Santa María del Camino und an der Puerta del Camino vorbei.Museum des Galicischen Volkes und Zentrum für Zeitgenössische Kunst von Galicien: Wir betreten die Kirche und das Kloster Santo Domingo de Bonaval, Sitz des Museums des Galicischen Volkes. Besonders sehenswert ist die dreifache Wendeltreppe in die verschiedenen Etagen. Sie ist auf jeden Fall ein Foto wert. Danach geht es weiter zu Exponaten aus einer anderen Zeit im benachbarten Zentrum für Zeitgenössische Kunst von Galizien. Der Entwurf dieses außen und innen modernen Baus stammt von dem bekannten Architekten Álvaro Siza.Unser Vorschlag: Auch wenn er etwas vom Stadtzentrum entfernt liegt, ist ein Besuch im Kulturkomplex Cidade da Cultura de Galicia eine weitere gute Option. Sie finden ihn auf dem Gipfel des Gaiás und die avantgardistische Bauweise seiner Gebäude durch den amerikanischen Architekten Peter Eisenman wird Sie in Erstaunen versetzen. In den Außenbereichen besteht freier Zugang von den Hedjuk-Türmen bis zum zentralen Platz. Darüber hinaus gibt es Programme mit Führungen.

Terrassen in Santiago de Compostela
Was Sie unbedingt besichtigen müssen

Sehenswertes


Am Abend

Reiseziel: Zu Fuß

Wir verlassen die Museen und gehen zurück zur Kathedrale. Wir wollen sie angestrahlt erleben. Bis dorthin brauchen wir höchstens 20 Minuten. Wir gehen durch die Puerta del Camino, über die Plaza de Cervantes, die Calle de la Azabachería und erreichen San Martín Pinario. Auf der Plaza del Obradoiro machen wir kurz halt, um die angestrahlten Bauwerke auf diesem Platz zu betrachten: die Kathedrale, das Parador-Hotel Reyes Católicos, den Rajoy-Palast und das Kolleg San Jerónimo.Nach diesem Tag haben wir ein gutes Essen verdient. Suchen wir also ein Restaurant, das köstliche Meeresfrüchte, Fisch oder Reisgerichte serviert. Nach dem Abendessen könnten Sie noch einen Drink nehmen und guter Musik lauschen. In der Altstadt gibt es mehrere Bars und Pubs mit angenehmer Atmosphäre und Einrichtung.

Die Kathedrale von Santiago de Compostela bei Nacht
Freizeittipps

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