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Kloster von Guadalupe (Cáceres, Badajoz)

Guadalupe

Cáceres

Das in der Provinz Cáceres im Landkreis Las Villuercas gelegene Guadalupe ist ein historisches Dorf mit gepflasterten Straßen und Häusern in traditioneller Bauweise. Zu den wertvollen Bauwerken des Ortes gehört das Königliche Kloster Nuestra Señora de Guadalupe, das von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde.

Von Guadalupe aus können weitere Bergdörfer im Landkreis Las Villuercas wie Cañamero, Logrosán oder Berzocana besucht werden. Ein zusätzliches Highlight in dieser Gegend ist die einfache, aber sehr leckere Küche von Extremadura, die sich durch die hervorragende Qualität ihrer Zutaten auszeichnet.

Der am Fuß der Sierra de Altamira gelegene Ort La Puebla de Guadalupe ist für seine Geschichte und die Fülle der dort erhaltenen Bauwerke bekannt. Dieses zur historisch-künstlerischen Gesamtheit erklärte Bergdorf entwickelte sich unter dem Schutz des Königlichen Klosters Nuestra Señora de Guadalupe. Das 1993 zum Welterbe erklärte Kloster ließ König Alfons XI. von Kastilien im 14. Jh. nach seinem Sieg bei der Schlacht am Salado im Jahr 1340 der Heiligen Jungfrau zum Dank errichten. Seit seiner Gründung wurde es zu einer der wichtigsten Wallfahrtsstätten auf dem spanischen Festland. Ebenso war es Schauplatz bedeutender Ereignisse, darunter die Audienz, die das Katholische Königspaar Christoph Kolumbus gewährte, um ihm zwei Karavellen für seine Fahrt nach Amerika zu bewilligen. An der prächtigen Fassade fallen die Bronzetore besonders ins Auge. Auch die Innenräume können besichtigt werden. Dort sind die beiden Kreuzgänge sehenswert, davon einer im gotischen Stil und der andere im Mudejar-Stil mit einem Pavillon, der einen Übergang von der Gotik zum Mudejar-Stil bildet. Die Sakristei des Klosters sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen, denn sie enthält fünf Gemälde von Francisco de Zurbarán. Auch der Schrein der Heiligen Jungfrau mit einer Reihe von Werken von Lucas Jordán ist sehenswert. Dort wird die Figur der Heiligen Jungfrau von Guadalupe, der Schutzherrin von Extremadura, aufbewahrt. Auf der zentral gelegenen Plaza de Santa María erinnert der Brunnen mit den drei Wasserstrahlen „Fuente de los Tres Caños“ an einen der historischen Meilensteine von La Puebla: Dort wurden die ersten Indianer getauft, die Kolumbus von seiner zweiten Amerikareise mitbrachte. Neben dem Kloster steht das alte Hospital San Juan Bautista (14. und 15. Jh.), heute ein Parador-Hotel. Im Laufe seines Bestehens bot das Gebäude zahlreichen Pilgern, die nach Guadalupe kamen, Unterschlupf. Darüber hinaus war es eine angesehene „Medizinische Schule“, an der Ärzte für den Dienst am Königshof ausgebildet wurden. Ein Anbau an diesem Gebäude erinnert an die einstige kulturelle Blütezeit dieses Ortes: die Schule Colegio de Infantes, in der Gesang, Grammatik und Theologie unterrichtet wurden und die heute zum Parador-Hotel Guadalupe gehört. Die Calle Mayor verbindet den oberen und den unteren Teil der Stadt und dient als Hauptachse in einem Netz aus gepflasterten Straßen und im traditionellen Stil mit Holzbalkonen, Portiken und Säulengängen erbauten Häusern. Ebenfalls sehenswert ist die rund vier Kilometer vom Ortskern entfernte Kapelle Ermita del Humilladero (15. Jh.).

Gastronomie, Feste und nähere Umgebung

In Guadalupe kann man sich hervorragend einen Eindruck der einheimischen Küche verschaffen. Einfache Gerichte mit Zutaten bester Qualität: Ibérico-Wurstwaren, „Ajoblanco“, „Migas“ (mit Chorizo, Speck und Brot), Lammtopf oder Hühnchen „a lo padre Pedro“. Am besten passen zu diesen Gerichten die Weine mit Herkunftsbezeichnung Ribera del Guadiana. Zu den größten Volksfesten in La Puebla gehört das Fest zu Ehren der Heiligen Jungfrau von Guadalupe alljährlich am 8. September. Von den alt eingesessenen Traditionen im Ort ist das Kupferhandwerk besonders zu erwähnen, eine uralte Technik, die mit den Arbeiten der Hieronymitermönche des Klosters im Mittelalter zu tun hat. Von Generation zu Generation wurde diese Kunst weitergegeben, mit der heute in Handarbeit Krüge, Dekorationsgegenstände oder Schmuck hergestellt und in vielen der traditionellen Läden im Ortskern verkauft werden.  Guadalupe ist ein perfekter Anlass, um das Bergmassiv Las Villuercas im Osten von Extremadura zu erkunden. Der Weg durch die wunderschönen Gebirgslandschaften führt durch Orte wie Bohonal de Ibor, Cañamero, Logrosán oder Berzocana. Eine andere Möglichkeit ist ein Abstecher in den Landkreis La Vera, mit seiner üppigen Flusslandschaft am Tiétar, an dem sich Orte wie Hervás, das Kloster Yuste oder Jarandilla de La Vera befinden, wo die Burg zum Parador-Hotel umgebaut wurde. Zwischen Navalmoral de la Mata, Plasencia und Trujillo liegt der Nationalpark Monfragüe, in dem Wanderungen, Fahrradtouren oder Ausritte zu Pferd unternommen werden können. Zudem befindet sich in knapp über 20 Kilometern Entfernung von Guadalupe der Geopark Villuercas-Ibores-Jara, ein Gebirgsmassiv von mehr als 2.500 Quadratkilometern, das von der UNESCO aufgrund seines besonderen geologischen Erbes ausgezeichnet wurde.

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