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Canyon des Flusses Lobos in Soria, Kastilien und León

Senda del Río

Soria

Soria

Eine Route durch das Innere des Canyons des Flusses Lobos


Wenn Sie nach Kastilien und León reisen und den Naturpark Canyon des Flusses Lobos kennenlernen möchten, ist dieser Weg eine der besten Optionen. Sie können die fast 25 Kilometer, die zwischen der Brücke an der Quelle des Flusses Ucero am Ausgang der Schlucht (Soria) und der römischen Brücke von Hontoria del Pinar (Burgos) liegen, zu Fuß zurücklegen.

Spuren der Geschichte der Menschheit und der Natur

Um diesen Weg zu wandern, können Sie an einem der beiden Enden oder in der Mitte der Route an der Brücke der Siete Ojos beginnen, wo es eine Fläche zum Abstellen des Autos gibt. Sie müssen nur bedenken, dass Sie, da es sich um einen linearen Weg handelt, bei jedem Abschnitt auch immer an den Rückweg denken sollten. Der Weg führt Sie durch Landschaften mit imposanten, senkrechten Kalkstein-Felswänden, die bis zu 100 Meter hoch aufragen.Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Natur ihren Weg gebahnt hat, mit einer sehr charakteristischen Fauna und Flora, die im Rhythmus des murmelnden Flusses leben, der Sie auf dem Weg begleiten wird. Seine Felsen tragen den Abdruck von Millionen von Jahren Erdgeschichte und das Gelände überrascht mit Wasserläufen, Höhlen, Stalaktiten und Stalagmiten.

Geologie im Canyon des Flusses Lobos in Soria, Kastilien und León

Die Einsiedelei von San Bartolomé: die Geheimnisse der Templer-Symbolik

Diese Einsiedelei (fast am Anfang des Weges, wenn man von der Seite Sorias kommt) ist viel mehr als die wichtigste kunstgeschichtliche Enklave des Weges. Im romanisch-protogotischen Stil wurde sie im 12. Jahrhundert erbaut und dem Templerorden gewidmet. Ihre schöne Tür, ihre Fensterrose mit esoterischen Figuren, ihr Templerkreuz, die drei hundertjährigen Ulmen, die sie von außen bewachen... Dieser Ort ist magisch.

Einsiedelei San Bartolomé im Canyon des Flusses Lobos in Soria, Kastilien und León

Um sie ranken sich viele Geschichten und Legenden. Zum Beispiel ihr Ursprung: Es wird erzählt, dass der Heilige Bartholomäus von seinem Pferd sprang und von der Spitze des Berges sein Schwert mit dem Ruf "Wo mein Schwert fällt, da wird meine Bleibe sein" warf. Diese Gegend war auch eine der Routen, die von den Pilgern benutzt wurden, um den Anschluss an die französische Route des Jakobswegs zu finden, und es könnte sein, dass die Einsiedelei von Pilgern (genauer gesagt, von der Bruderschaft Hijos del Maestro Santiago) gebaut wurde.Gleich daneben befindet sich die Große Höhle, in der Beispiele der Höhlenkunst zu sehen sind. Außerdem können Sie zum "El Balconcillo" klettern, einem natürlichen "Fenster" im Felsen, von dem aus Sie einen unvergesslichen Panoramablick auf den Canyon haben.

Weitere Stationen auf dem Weg

Auf dem Weg gibt es noch mehrere Stellen, an denen es sich lohnt, eine Pause einzulegen. Wenn Sie zum Beispiel an der Einsiedelei von San Bartolomé vorbeikommen, finden Sie den kuriosen Ort "Colmenar de los Frailes", wo Sie einige alte Bienenstöcke auf dem Felsen sehen können, die aus den hohlen Stämmen von Bäumen gebaut wurden.Sie werden auch die Burg Billido kennenlernen: eine alte keltiberische Festung und ein natürlicher Aussichtspunkt, von dem aus Sie die umliegende Landschaft bewundern können.Im weiteren Verlauf finden Sie mehrere charakteristische Höhlen dieses Canyons, darunter die Cueva Negra, wo der größte der nachtaktiven Raubvögel lebt: der Uhu. Als nächstes gibt es den Pozo Perín, ein Beispiel dafür, was Wanderweidewirtschaft an diesem Ort vor Jahrhunderten bedeutete. Dank der vom Canyon hinterlassenen Schlupfwinkel konnten die Hirten mit ihren Schafen Schutz vor der Kälte suchen, während sie der sogenannten Cañada del Mojón Blanco folgten.

Bilder des Canyons des Flusses Lobos in Soria, Kastilien und Leon

Auf halber Strecke passieren Sie die Brücke Siete Ojos und gehen dann flussaufwärts durch andere Gebiete wie Risca Fría (perfekt, um die Silhouette großer Vögel am Himmel zu sehen) oder El Apretadero (wo sich der Canyon verengt).Und fast am Ende des Weges angekommen, stoßen Sie auf den Chozo de los Resineros, einen Ort, den Sie an den Markierungen an den Bäumen erkennen. Das liegt daran, dass hier die Nachbarn der angrenzenden Dörfer auf traditionelle Art und Weise Harz gewonnen haben.

Wildtiere im Wasser, an Land und in der Luft

Da es zu manchen Zeiten des Jahres ausgetrocknete Flussabschnitte gibt,findet man die meisten Wildtiere am Flussufer und auf den Anhöhen. Sie können, je nach Jahreszeit und je nachdem wie unauffällig Sie sich verhalten, Rehe, Otter, Fledermäuse oder Hasen, sowie Reptilien und Amphibien finden. Wenn Sie sich die gelben Seerosen genau ansehen, die einen großen Teil des Flusses bedecken, werden Sie feststellen, dass der gemeine grüne Frosch und Wasserschlangen vorherrschen.

Fauna im Canyon des Flusses Lobos in Soria, Kastilien und León

Und bei einem Blick nach oben stellen Sie fest, dass aufgrund der Geologie des Canyons der repräsentativste Vogel der Gegend der Gänsegeier ist. Aber auch andere Raubvögel wie der Steinadler, der Schmutzgeier, der Turmfalke oder der Habicht leben und jagen dort.Fast der gesamte Schatten wird von den hundertjährigen Pappeln und Weiden gespendet, die nur wenige Meter vom Flussbett entfernt wachsen. Daneben finden Sie typische Pflanzen wie Antoniuskraut, Eibe oder Hirtentäschelkraut. 

Tipps und Empfehlungen

So erreichen Sie die Senda del Río mit dem Auto

Es gibt drei Zugangspunkte: Von Hontoria del Pinar (Burgos) aus erreicht man den oberen Teil des Parks über die Landstraße N-234. An der Brücke Siete Ojos (an der Straße von San Leonardo nach Santa María de las Hoyas, in Soria) stoßen Sie auf der Hälfte der Gesamtstrecke auf den Weg. Und in der Nähe von Ucero (Soria) haben Sie Zugang zum unteren Teil der Schlucht und zu den spektakulärsten und meistbesuchten Bereichen der Route. Wenn Sie bei Ucero anfangen, finden Sie dort drei Parkplätze: Fuente Engómez, Cueva Fría und Valdecea (letzterer ist der Parkplatz, welcher der Einsiedelei am nächsten gelegen ist, nur einen Kilometer entfernt, und vielleicht der empfehlenswerteste Ausgangspunkt, wenn Sie mit Kindern reisen).

Darauf sollten Sie achten

Da es sich um einen linearen Wanderweg handelt, ist es nicht notwendig, ihn in seiner ganzen Länge zu gehen, daher empfiehlt es sich, ihn in Abschnitten zu erleben.
Nur einen Kilometer von Ucero entfernt befindet sich die Casa del Parque, ein komplettes Naturinterpretationszentrum, dessen Besuch wir Ihnen empfehlen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Es ist wichtig, Trinkwasser mitzunehmen, besonders im Sommer, und immer festes Schuhwerk zu tragen.
Da es sich um einen Naturpark handelt, ist Zelten nicht erlaubt.
In Zeiten starken Regens (Winter und Frühling) ist Vorsicht geboten, da es zu Überschwemmungen kommen kann und einige Abschnitte des Canyons unpassierbar sein können.

Beste Zeit zum Wandern dieser Strecke

Der Herbst und vor allem der Frühling, wenn die Tage länger sind und es nicht zu heiß ist.

Gibt es Trinkbrunnen entlang des Weges?

Es gibt Trinkbrunnen auf den Parkplätzen von Fuente Engómez (dort gibt es auch eine Bar), Valdecea und der Brücke Siete Ojos, aber es gibt kein Trinkwasser entlang der Wanderstrecke.

Andere Wanderwege und Aktivitäten im Naturpark

Neben der Senda del Río gibt es noch drei weitere Wanderwege im Naturpark: Senda del Castillo (Rundweg, 6,5 Kilometer), Senda de las Gullurías (Rundweg, 9 Kilometer) und Senda de Hontoria (Rundweg, 10 Kilometer).

Wieder am Auto angekommen, empfiehlt es sich, zum nur drei Kilometer entfernten Aussichtspunkt Galiana zu fahren, um den majestätischen Flug der Geier zu beobachten. Von dieser Stelle aus hat man einen Panoramablick auf die Schlucht, das Dorf und die Burg von Ucero und sogar auf die Berge des Zentralsystems im Hintergrund. 

Wenn Sie auf der Suche nach anderen Aktivitäten im Naturpark sind, gibt es Unternehmen, die Mountainbike-Touren, Besuche im Inneren der Höhle Galiana Baja, Ausritte oder die Erfahrung, einen Tag lang Imker zu sein, organisieren.

Freizeittipps

Was Sie sonst noch in der Nähe sehen können