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Tipps, um sicher zu reisen
Barrierefreier Tourismus in Spanien

Spanien, ein barrierefreies Reiseziel für Personen mit Behinderungen

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Spanien, ein barrierefreies Reiseziel für Personen mit Behinderungen

Eine Spanienreise für Personen mit körperlichen, visuellen, geistigen oder auditiven Behinderungen ist möglich und unkompliziert. Wir geben Ihnen Tipps für die Planung Ihrer Reise sowie einige Hinweise und Ratschläge für einen 100% barrierefreien Urlaub. 

Ein Rollstuhl, eine Gehhilfe oder ein Blindenhund müssen kein Hindernis für eines der bereichendsten und erfüllendsten Freizeiterlebnisse sein: das Reisen. In Spanien erfüllen fast alle Infrastrukturen sowie viele touristische Dienstleistungen und Angebote die Auflagen in Bezug auf Barrierefreiheit. Von grundlegenden Voraussetzungen (behindertengerechte Verkehrsmittel für die Fortbewegung) über ein reichhaltiges Angebot an barrierefreien Aktivitäten bis hin zu Museen und Bauwerken ohne Barrieren für Personen mit Behinderungen oder Unterkünfte und Restaurants, die in der Lage sind, ihren Bedürfnissen zu begegnen. VerkehrsmittelWenn Sie mit dem Flugzeug nach Spanien reisen, werden Sie überhaupt keine Probleme haben. Alle Flughäfen auf spanischem Staatsgebiet bieten einen kostenlosen Betreuungsservice für Reisende mit eingeschränkter Beweglichkeit oder geistigen, auditiven oder visuellen Behinderungen an. Auf der Website von AENA wird beschrieben, wie diese Hilfe beantragt werden kann (verfügbar auf Spanisch, Englisch, Französisch und Deutsch), wo sich die Treffpunkte befinden oder ob ein bestimmter Flughafen besondere Merkmale aufweist. Diese Betreuung umfasst die Begleitung ab der Ankunft im Terminal, die Hilfe bei Check-in und Sicherheitskontrollen sowie beim Einsteigen, Aussteigen oder der Gepäckabholung.

Eine Person mit Blindenhund geht über die Straße

Auch in Regional- und Fernreisezügen können Sie einen Betreuungsservice beantragen, der von Renfe (dem größten Eisenbahnbetreiber Spaniens) über das Programm Atendo angeboten wird. Viele Bahnhöfe in Spanien erfüllen die Kriterien an die allgemeine Barrierefreiheit (Rampen, Seh- und Hörhilfen, Aufzüge ...). Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, diese persönliche Begleitung zu beantragen. Auf internationalen Strecken können Sie den Atendo-Service in Anspruch nehmen, wenn Sie aus oder in Länder reisen, die dem Internationalen Eisenbahnverband UIC angehören. Auf der Website von Renfe finden Sie alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten. 

Auf Kurzstrecken sind die öffentlichen Verkehrsmittel besonders in den Großstädten (im Wesentlichen U-Bahn, Bus, Taxi und gelegentlich Straßenbahnen) im Allgemeinen an Fahrgäste mit Behinderungen angepasst. So sind beispielsweise in Madrid rund 70 % der U-Bahnhöfe barrierefrei (die Liste kann auf der Website eingesehen werden). Dieser Prozentsatz steigt in der U-Bahn von Barcelona auf über 90 %. Darüber hinaus werden Sie in beiden Städten auf keine Barrieren in den Stadtbussen stoßen, da diese zu 100 % barrierefrei sind. Auf den Websites der Busunternehmen in Madrid und Barcelona finden Sie weitere Informationen. In jedem Autobus gibt es normalerweise ein oder zwei Rollstuhlplätze. Auch in anderen Städten mit U-Bahn-Netzen jüngeren Datums wie Valencia (Region Valencia), Palma de Mallorca (Balearen), Sevilla (Andalusien), Málaga (Andalusien) und Bilbao (Baskenland) ist Barrierefreiheit garantiert. 

  Fotografin im Rollstuhl

Was die Fortbewegung in Taxis oder Mietwagen mit Fahrer betrifft, so laden Sie sich am Besten eine der Apps herunter oder notieren sich die Nummer des telefonischen Service in jeder Stadt, um ein angepasstes Fahrzeug zu beantragen. 

Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte und Aktivitäten

Doch geht es nicht nur um die Anreise und Fortbewegung in unseren Reisezielen. Für ein komplettes Erlebnis müssen auch Freizeit, Kultur und Gastronomie allgemein zugänglich sein.Eine gute Hilfe für Ihre Urlaubsplanung ist die Website „Spain is accessible“, ein Service, der seit 2016 von den spanischen Behörden zusammen mit dem Spanischen Netzwerk für barrierefreien Tourismus gefördert wird, um die Kriterien für die Barrierefreiheit von Orten und Aktivitäten zu vereinheitlichen und dem Touristen mit Behinderung damit einen realistischen, vollständigen und garantierten Leitfaden zu bieten. Die Website lässt sich nach Reisezielen, Themen oder Arten der Behinderung filtern, um das ganze Angebot an Aktivitäten, Unterkünften, Sehenswürdigkeiten, Stränden oder Freizeitparks etc. zu finden, die an die jeweiligen konkreten Bedürfnisse angepasst sind. 

Verständigung in Gebärdensprache

Ein weiteres hilfreiches Tool ist Tur4All. Auf dieser kollaborativen Plattform (mobile App und Website) finden Sie aktualisierte Informationen zu barrierefreien Hotels, Restaurants, Museen, Monumenten, Naturräumen, Stränden, öffentlichen Verkehrsmitteln, Reisezielen, Erlebnissen und anderen touristischen Sehenswürdigkeiten. Sie ist 11 Sprachen verfügbar.In jedem Fall raten wir Ihnen, die offiziellen Websites zu besuchen oder mit den Verantwortlichen an den Orten Ihres Reiseprogramms Kontakt aufzunehmen (Sehenswürdigkeiten, Museen oder auch öffentliche Einrichtungen), um konkrete Fragen zu stellen oder sonstige Dienstleistungen zu erfragen.  

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