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Drei Talayots der Siedlung Montefí, Ciudadela, Menorca

Entdecken Sie die Talayots

Menorca

Prähistorische Überreste, die es nur auf Menorca gibt


Neben schönen Buchten hält Menorca weitere Schätze für Neugierige bereit, diesmal aus Stein. Gemeint sind die Talayots, Taulas oder Navetas: eigentümliche megalithische Konstruktionen, die über die ganze Insel verstreut sind.So befinden sich auf der Insel nicht mehr und nicht weniger als 1.600 prähistorische Monumente. Dass die meisten in die Landschaft integriert sind und sich unter freiem Himmel befinden, macht den Besuch dieser archäologischen Überreste besonders angenehm. Noch nie war es so einfach, zurück in die prähistorische Zeit zu reisen.

Einzigartige Archäologie der Balearen

Zwischen dem Türkis des Wassers und dem Grün der mediterranen Vegetation lugen die vielfältigen Grautöne jahrtausendealten Gesteins hervor. Die Talayotische Kultur durchbricht die Farbpalette Menorcas mit einer Note der Exklusivität, die sie noch attraktiver macht: Neben Mallorca ist Menorca der einzige Ort auf der Welt, an dem diese Kultur existiert hat.Diese prähistorischen Monumente, die vom Leben der ersten Zivilisationen Menorcas erzählen, gehen zum Großteil auf das 9. Jh. v. Chr. zurück. Derlei Fakten steigern die Neugierde des Besuchers und drängen ihn dazu, die Geschichte der Insel „Stein für Stein“ kennenzulernen. So stellen sich Fragen wie: Wozu dienten diese Konstruktionen?   

Luftaufnahme eines Talayot in Son Fornes

Rituale, Begräbnisstätten, Symbole der Einheit

Um die Talayots zu betrachten, muss man den Blick gen Himmel richten, denn die Steintürme ragen bis zu fünf Meter in die Höhe. Neben einem defensiven Zweck, um die Umgebung zu überwachen, galten die Talayots als eine Art Sinnbild für die Einheit der Gemeinschaft.Die Taulas waren Heiligtümer, in denen unter anderem Fruchtbarkeitsrituale gefeiert, Tieropfer erbracht und sogar Amphoren zerbrochen wurden. Das Feuer hatte eine starke Präsenz an diesen Orten. Ein weiteres Bauwerk, das nur auf Menorca zu finden ist, sind die Navetas, Sammelgräber, die aus mittelgroßen Steinen errichtet wurden. Zwischen den Klippen und Schluchten der Insel findet man auch Grabhöhlen oder Begräbnisstätten, die im Gegensatz zu den Navetas meist nur schwer zugänglich sind.

Naveta dels Tudons, Ciudadela, Menorca

Von Mahón nach Ciutadella

Eine mögliche Route, um unsere Facette des nonkonformistischen Archäologen auszuleben, verläuft zu beiden Seiten der Straße, die das Landesinnere von Menorca durchquert (Me-1). Die Route führt von Osten nach Westen mit strategischen Umwegen über die Insel. Da es so viele talayotische Überreste gibt, wollen wir uns auf die am besten erhaltenen konzentrieren. Hier einige Beispiele:– Siedlung Trepucó (2 Kilometer von Mahón entfernt)– Megalithische Grabstätte Biniai Nou (5 Kilometer von Mahón entfernt)– Taula von Torralba d'en Salord (zwischen Mahón und Alaior)– Siedlung Talatí de Dalt– Begräbnisstätte Calescoves– Naveta des Tudons (Ciutadella)– Taula von Torretrencada (Ciutadella)In jedem Fall gibt es, falls Ihnen der sechsten Sinn fürs Abenteuer fehlt, zur Besichtigung der emblematischsten Überreste der Talayot-Kultur auf Menorca auch geführte Touren, die Ihnen helfen, diese besonderen Monumente besser kennen zu lernen.

Taula in Trepucó, Menorca
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