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Barrio de Las Letras: Literatur und Gastronomie in Madrid

Madrid

O der Literaturgenies

Ein Reisender schlendert durch das Literatenviertel Barrio de Las Letras in Madrid und bleibt verzaubert vor einer Inschrift im Boden stehen, in der es heißt: „¿No es cierto, ángel de amor, que en esta apartada orilla más pura la luna brilla y se respira mejor?” („Liebesengel, ist es nicht wahr, dass der Mond an diesem abgelegenen Ufer am hellsten leuchtet und es sich besser atmen lässt?“). Dieser Reisende könnten Sie sein. In diesem Fall würden Sie einen Ausschnitt aus dem Theaterstück Don Juan Tenorio von Zorrilla lesen. Dies ist nur einer von vielen literarischen Fragmenten, die in diesem Viertel zu entdecken sind, das dafür bekannt ist, einst einige der berühmtesten Vertreter des Goldenen Zeitalters (17. Jh.) der spanischen Literatur beherbergt zu haben: Cervantes, Lope de Vega, Góngora, Quevedo … Ein Viertel voller kleiner Gassen, charmanter Läden, Bars und Tavernen, die zum Eintreten und Verweilen einladen.

Berühmte Nachbarschaft

Die wichtigste Straße dieses Viertels ist ohne Zweifel die Calle Huertas. Es lohnt sich, sie komplett zu erlaufen und dabei das zwanglose Ambiente zu genießen, eine Kaffee zu trinken, das ein oder andere Zitat fotografisch festzuhalten … Die Gegend ist voll von schönen Straßen, wie die Calle León, Lope de Vega oder Príncipe, und emblematischen Orten. Zu letzteren gehört das Museumshaus von Lope de Vega, in dem der Dichter die letzten 25 Jahre seines Lebens verbrachte, das allein des Innenhofs wegen einen Besuch wert ist. Nicht verpassen sollten Sie die Kirche und das Kloster der Barfüßigen Trinitarierinnen, wo kein Geringerer als Cervantes, der Autor des berühmten Don Quijote von der Mancha, begraben ist (Besuche bitte im Voraus telefonisch unter der Nummer +34 914295671 vereinbaren).Zahlreiche Anbieter organisieren Führungen durch dieses Viertel, in dem Schriftsteller, Maler, Musiker und Wissenschaftler ein- und ausgingen … In den nützlichen Links finden Sie praktische Informationen über diese Unternehmen.

Besichtigung mit Theatereinlage, Museumshaus Lope de Vega.

Straßencafés und Tavernen

Einer der Lieblingsorte der Besucher dieser Gegend von Madrid ist die Plaza de Santa Ana, auf der verschiedene Straßencafés zu einem Drink in der Sonne einladen. Auf dem Platz stehen verschiedene Statuen wie die des Dichters García Lorca und so berühmte Gebäude wie das Teatro Español. Auch ein Spaziergang bis zum Abgeordnetenhauses einschließlich Foto mit den Löwen, die dessen Eingang bewachen, und anschließender Einkehr in den umliegenden Straßen, ist eine gute Idee. Am Auffälligsten sind die Jahrhunderte alten, urigen Tavernen, in denen typische Tapas wie die scharfen Kartoffelstücke „Patatas bravas“ serviert werden, neben In-Restaurants, die täglich Neues bieten.Am späten Abend kommt, soweit überhaupt möglich, noch mehr Leben in dieses Viertel. Hier findet man Lokale mit Livemusik, Straßencafés mit einmaliger Aussicht bis hin zu Flamencoshows.

Straßencafés auf Plaza de Santa Ana

Reichlich Kunst und Antiquitäten

Das Literatenviertel „Barrio de Las Letras“ befindet sich ganz in der Nähe zum Paseo del Prado, an dem sich wiederum einige der berühmtesten Museen Madrids wie der Prado oder das Thyssen-Museum befinden. Abrunden kann man die Tour mit einem Besuch in einer der Kunstgalerien des Viertels oder wie wäre es, mal in die herrlichen Deko- und Antiquitätenläden oder Bücher-Cafés, Vintage-Läden ... reinzuschauen?Zwei Orte sind ein Muss, um das Viertel kennen zu lernen: Der Mercado de las Ranas, ein Straßenmarkt, bei dem an jedem ersten Samstag im Monat die Läden ihre Produkte auf der Straße ausstellen und Aktivitäten wie Theaterstücke, Workshops und andere organisiert werden.Und DecorAcción, eine Veranstaltung im Juni, zu der Antiquitätenhändler und Galeriebesitzer einige Tage lang die Straßen „einnehmen“, die Balkone geschmückt werden, Besuche mit Theatereinlagen stattfinden und das Viertel schöner, zauberhafter und lebendiger denn je wird.

Treppenhaus im Ateneo de Madrid