Nächtliche Ansicht der Säulengruppe Cuatro Postes mit der Stadt Ávila. © Huellas de Santa Teresa.

Eine Reise auf den Spuren der heiligen Teresa von Ávila

Wir schlagen Ihnen hiermit eine Route durch 17 Städte vor, um die Figur der heiligen Teresa von Ávila kennenzulernen, eine wahre Symbolfigur aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist als Autorin ebenso bekannt wie als Mystikerin und Reformistin des christlichen Karmelitinnenordens.

Die Route führt unter dem Titel „Die Spuren der heiligen Teresa“ zu den von ihr gegründeten Klöstern. Um die Organisation Ihrer Reise zu erleichtern, haben wir die Route in zwei Etappen von jeweils etwa einer Woche aufgeteilt. Ausgangspunkt ist die Stadt Madrid mit ihren hervorragenden Verkehrsverbindungen: Flüge in die ganze Welt und Eisenbahn- und Straßenverbindungen mit ganz Spanien.

Südliche Route: Kastilien-La Mancha, Murcia und Andalusien

  • 1 1. TAG – PASTRANA UND VILLANUEVA DE LA JARA
  • 2 2. TAG – CARAVACA DE LA CRUZ
  • 3 3. TAG – GRANADA
  • 4 4. TAG – SEVILLA
  • 5 5. TAG – BEAS DE SEGURA
  • 6 6. TAG – MALAGÓN UND TOLEDO
  • 7 7. TAG – TOLEDO

1. Tag – Pastrana und Villanueva de la Jara

Anreise: Pastrana liegt per Auto weniger als anderthalb Stunden von Madrid entfernt. Von dort nach Villanueva de la Jara benötigen Sie weitere zwei Stunden Fahrt.

Pastrana und seine zwei Klöster

Diese Stadt ist die einzige, in der die heilige Teresa zwei Klöster gründete. Der Grund dafür war die Bitte der Fürsten von Éboli, und die Klöster waren San José für Nonnen und San Pedro (heute El Carmen) für Mönche. In letzterem befindet sich zur Zeit das Teresianische Museum für Naturkunde. Die Prinzessin von Éboli wurde Nonne und hatte einen Streit mit der heiligen Teresa, der mit der Neugründung des Klosters San Jose mit Nonnen des Franziskanerordens endete. Ebenso ist ein Besuch des Herzogspalasts interessant, wo Teresa bei den Fürsten wohnte. In Villanueva de la Jara steht ein Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen, das 1580 von der Heiligen Teresa gegründet wurde. Hier kann das Grab der Nonne Ana de San Agustín besichtigt werden, die von Teresa beauftragt worden war, das Kloster nach ihrer Abreise zu leiten.  

2. Tag – Caravaca de la Cruz

Anreise:Caravaca de la Cruz in der Region Murcia ist etwas über 200 Kilometer, etwa zweieinhalb Stunden Fahrt, von Villanueva de la Jara in Kastilien-La Mancha entfernt. Caravaca de la Cruz spielte eine große Rolle im Leben der heiligen Teresa. Noch heute wird in Brüssel ein Kreuz mit zwei Querbalken, das religiöse Symbol von Caravaca, aufbewahrt, das einst von der heiligen Teresa von Ávila getragen wurde. Darüber hinaus ist Caravaca einer der wenigen Orte, an denen sowohl von Teresa als auch vom heiligen Johannes vom Kreuz Klöster gegründet wurden. Das teresianische Kloster befindet sich in der Calle Mayor, steht aber zur Zeit leer. Dennoch sind seine schönen Skulpturen, Gemälde sowie eine hervorragende Orgel erhalten geblieben.

3. Tag – Granada

Anreise: Die Stadt Granada ist per Auto in etwas unter drei Stunden von Caravaca de la Cruz aus zu erreichen. In Granada befindet sich das sechzehnte der von der heiligen Teresa von Ávila gegründeten Klöster, San José. Es steht im Stadtteil Realejo und zeichnet sich vor allem durch den kleinen Raum aus, in dem der heilige Johannes vom Kreuz während seines Aufenthaltes hier die Messen las. Der Besuch des Klosters kann gut im Rahmen einer Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Granada stattfinden: die Alhambra, der Generalife und die Kathedrale befinden sich ganz in der Nähe.  

4. Tag – Sevilla

Anreise: Die Fahrt von Granada aus dauert etwa drei Stunden per Auto oder Zug.

Das teresianische Sevilla

Die heilige Teresa gründete in Sevilla ihr elftes Kloster und lebte etwa ein Jahr lang in dieser Stadt. Das heutige Kloster San José (Las Teresas) ist jedoch nicht das ursprünglich von ihr gegründete, sondern entstand durch einen späteren Umzug, an dem auch der heilige Johannes vom Kreuz beteiligt war. Es befindet sich im Stadtteil Santa Cruz, ganz in der Nähe des Real Alcázar. Hier werden verschiedene Reliquien aufbewahrt, wie zum Beispiel das einzige Porträt der Teresa, das während ihres Lebens gemalt wurde, sowie ein Manuskript ihres Werkes „Wohnungen der inneren Burg“. Weitere Spuren der Heiligen in Sevilla sind im Kloster La Cartuja und in der Burg San Jorge zu finden. In letzterem befand sich zu Teresas Zeiten der Sitz der Inquisitionsgerichts.

5. Tag – Beas de Segura

Anreise: Beas de Segura befindet sich in der Bergkette Sierra de Segura, Provinz Jaén, und die Fahrt von Sevilla dorthin dauert fast vier Stunden. Beas ist ein kleiner Ort mit weißen Häusern inmitten der für die Provinz Jaén typischen Olivenlandschaft. Die Heilige beschrieb die Stadt als „schönen Ort mit guter Stimmung“. Hier fand die erste Klostergründung der heiligen Teresa von Ávila im heutigen Andalusien statt: San Joseph Salvador. Das Kloster beherbergt mehrere bedeutende Reliquien des hl. Johannes vom Kreuz und der hl. Teresa von Ávila. Interessant ist auch der Besuch des Interpretationszentrums der Stadt, in dem ein Bereich den beiden Heiligen gewidmet ist.

6. Tag – Malagón und Toledo

Anreise:Malagón befindet sich in der Provinz Ciudad Real (Kastilien-La Mancha), etwa 185 Kilometer von Beas de Segura entfernt. Von dort nach Toledo beträgt die Entfernung lediglich etwa eine Autostunde. In Malagón nahm die heilige Teresa ihre dritte Klostergründung vor: San José. Besonders bemerkenswert sind hier das Retabel des Hochaltars, das als eins der schönsten Beispiele des spanischen Spätbarocks gilt. Am Nachmittag geht die Fahrt nach Toledo weiter, wo die als Weltkulturerbe eingestufte Altstadt zu einem Spaziergang einlädt.

7. Tag – Toledo

Die südliche Route auf den Spuren der heiligen Teresa findet in Toledo ihren Abschluss, wo beste Verkehrsverbindungen nach Madrid bestehen, sowohl mit Zug (etwa eine halbe Stunde) als auch mit dem Auto (etwa eine Stunde).

Ort der Erholung

Die heilige Teresa von Ávila verbrachte mehrere längere Aufenthalte in Toledo, um sich zu erholen. Hier gründete sie 1569 im Judenviertel ihr fünftes Kloster. Nur ein Jahr später zog das Kloster um an seinen heutigen Sitz am Platz, der inzwischen nach der Heiligen benannt wurde, in der Nähe des Stadttors Puerta del Cambrón. Es wird davon ausgegangen, dass die heilige Teresa einen großen Teil ihres literarischen Werkes in Toledo verfasste. So arbeitete hier sie hier unter anderem an „Das Buch meines Lebens“ und „Wohnungen der inneren Burg“. Zum ersten Mal nahm sie 1562 Kontakt mit dieser Stadt auf, als sie darum gebeten wurde, einer kranken Adeligen aus Toledo beizustehen. Zu diesem Anlass wohnte Teresa im Mesa-Palast, in dem sich heute der Sitz der Königlichen Akademie der Schönen Künste und Geschichtswissenschaften befindet.

Hinweise und Besonderheiten



  • Für Besucher, die der Route folgen, besteht die Möglichkeit, einen Pilgerausweis zu erhalten. Sie müssen nur ein Minimum von vier Städten in mindestens zwei autonomen Regionen (Auswahl zwischen Andalusien, Murcia, Kastilien-La Mancha, Madrid und Kastilien-León) besuchen und Ihre Reise in Ávila beenden, wo Sie Ihren Ausweis im Pilgerbüro (Rezeption Besucherzentrum) abholen können. Bitte laden Sie sich den Ausweis hier herunter. Diese Route führt durch die Regionen Kastilien-La Mancha, Murcia und Andalusien. Um ihren Pilgerausweis zu bekommen, müssen Sie nach Ávila fahren, um dort die Stempel aus mindestens drei weiteren Städten abzugeben. Von Toledo aus ist Ávila keine zwei Stunden entfernt.
  • Bitte denken Sie daran, dass viele Klöster Klausurklöster sind, weshalb der Besuch eingeschränkt sein könnte.
  • Die Liste der Fremdenverkehrsunternehmen und Reisebüros, die Reisen durch die Städte der Spuren der heiligen Teresa organisieren, ist lang.

Anreise und Verkehrsmittel


Die Rundreise kann per Auto bewältigt werden, aber denken Sie bitte daran, dass manche Etappen Fahrzeiten von etwa drei Stunden benötigen. Bitte besuchen Sie die Seiten „Autofahren in Spanien“ und „Verkehrsmittel“ , um mehr zu erfahren. Der Flughafen Madrid ist der Ausgangsort der Route und verfügt über weltweite Flugverbindungen. Entlang der südlichen Route bieten sich auch der internationale Flughafen Sevilla und der nationale Flughafen Granada an. Wenn Sie lieber per Zug reisen, bietet sich eine interessante Alternative für Ausländer. Der Renfe Spain Pass ist eine Mehrfachfahrkarte für 4 bis 12 Fahrten mit dem AVE (Hochgeschwindigkeitszug) und dem Regionalzug (Media Distancia). Das Angebot schließt kostenlose Anschlussfahrten im Nahverkehrsbereich ein.  


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