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San Millán de la Cogolla

Rioja, La

Autonome Region: La Rioja

Provinz / Insel: La Rioja

Der Ursprung von San Millán de la Cogolla steht in engem Zusammenhang mit der tief verwurzelten Klostertradition der Gemeinde. An diesem Ort suchte um das 6. Jahrhundert der Heilige Millán in einer aus dem Fels geschlagenen Einsiedelei spirituellen Unterschlupf.

Die von dieser Klostergemeinschaft im Mittelalter erlange kulturelle und religiöse Bedeutung war so groß, dass sie eine Vielzahl von Pilgern anzog, welche vom Jakobusweg abwichen, und dies auch heute noch tun, um zu diesem Ort zu gelangen.

Nach vielen Jahrhunderten seines Bestehens können wir nun heute in dieser typischen ländlichen Gemeinde der Rioja diesen wunderschönen aus den Klöstern Suso und Yuso bestehenden Baukomplex bewundern, welcher in seiner Gesamtheit zum Weltkulturerbe erhoben worden ist und große historische Bedeutung aufweist, da er die ersten in spanischer Sprache verfassten Schriftstücke beherbergt.

Das Suso-Kloster wurde zwar bereits im 6. Jahrhundert errichtet, jedoch wurden danach zu verschiedenen Zeitpunkten bis zum 11. Jahrhundert Erweiterungsarbeiten vorgenommen. Diese Tatsache lässt sich an der Überlappung künstlerischer Stilrichtungen an der Struktur erkennen, welche sowohl einen einfachen westgotischen Kern als auch mozarabische und spätere romanische Elemente aufweist.

Der klösterliche Innenbereich beherbergt, neben einem herrlichen Kreuzgang, die in Stein gemeisselten Grabstätten der sieben Infanten von Lara sowie jenes deren Großmeisters und die Gräber von drei Königinnen von Navarra.

Die im späten 10. Jahrhundert im mozarabischen Stil errichtete Kirche verwahrt einige Überreste des einstigen Klosters. Unter diesen Relikten ist eine Skulptur des Heiligen in einer der westgotischen bogenförmigen Mauernischen sowie eine Nekropolis mit zahlreichen steinernen Sarkophagen der Einsiedlergemeinschaft besonders hervorzuheben.

Die letzten Ausbauarbeiten der Kirche wurden im 11. Jahrhundert durchgeführt, im Rahmen welcher man romanische Elemente einbrachte. Dieser Stilrichtung gehört die liegende Skulptur des Heiligen Millán (12. Jhdt.) an, ein Alabasterwerk, welches die Figur des Mystikers neben mehreren Schülern und Pilgern darstellt.

Das am Ende des Tals gelegene Yuso-Kloster stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde später im 16. und 18. Jahrhundert umstrukturiert.

Eine Reiterskulptur des Heiligen Millán steht im Mittelpunkt des im Barockstil gehaltenen Portals dieses Baus. Die zwischen 1504 und 1540 erbaute Kirche beherbergt in ihrem Innenbereich ein mittelalterliches Retabel (12. Jhdt.) sowie eine Kanzel im Platereskenstil und einen griechisch-römischen Chor.

Eines der Prunkstücke von Yuso ist die Sakristei im Rokokostil, welche mit einem Alabasterfußboden und Fresken versehen ist. Dieser prächtige Raum aus dem 18. Jahrhundert präsentiert uns eine interessante Kunstsammlung, aus welcher verschiedene Malereien von Juan Rizzi, die Schatulle mit den Reliquien des Heiligen San Millán (11. Jhdt.), welche mit Elfenbeinplatten, Gold und Edelsteinen verziert ist, sowie die Schatulle des Heiligen Felices (11. Jhdt.) mit romanischen in Elfenbein gearbeiteten Basreliefen hervorstechen.

Unter den übrigen Räumlichkeiten des Klosters sind der Saal der Könige, der Kreuzgang sowie die Bibliothek, deren Bestände circa 300 mittelalterliche Dokumente umfassen, besonders erwähnenswert. Hier können wir überdies ihre Kodexsammlung mit den beeindruckenden "Glosas Emilianenses", ein Manuskript aus dem 11. Jahrhundert, in welchem die ersten schriftlichen Belege der spanischen und baskischen Sprache erscheinen, bewundern.

Die Bedeutung von San Millán de la Cogolla als Wiege der spanischen Sprache wurde im 13. Jahrhundert weiter untermalt, da Gonzalo de Berceo, ein mittelalterlicher Schriftsteller und Dichter, welcher diese Sprache mittels seiner Werke zur Kategorie der Literatursprache erhob, in dieser Gemeinde lebte und ausgebildet wurde.

In den Straßen von San Millán de la Cogolla kann der Besucher Häuser mit der typischen Bauweise aus der Rioja sowie andere herausragende Gebäude, wie die aus dem 18. Jahrhundert stammende Wallfahrtskapelle Santa Potamia und die in der kleinen Gemeinde Lugar del Río gelegene Kirche Nuestra Señora del Carmen (18. Jhdt.) entdecken.

Gastronomie und Umgebung

Die Gastronomie der Rioja basiert größtenteils auf Produkten aus dem Gemüsegarten. Das Mischgemüse, die Kartoffeln auf Rioja-Art, die auf Rebholz gegrillten Lammkoteletts oder die gefüllten Paprika verkörpern nur einige Beispiele der vielen regionalen Spezialitäten. Die Rioja-Weine, welche von einer eigenen Herkunftsbezeichnung geschützt sind, genießen andererseits anerkannten Ruf.

San Millán de la Cogolla befindet sich nur wenige Kilometer von dem durch die Rioja verlaufenden Abschnitt des Jakobuswegs entfernt. Außerhalb von Logroño treffen wir auf die am französischen Jakobusweg gelegenen Ortschaften Navarrete und Nájera, wo wir das Kloster Santa María la Real bewundern können.

Santo Domingo de la Calzada ist die letzte große Station auf dem Jakobusweg in der Rioja. In dieser gepflegten Ortschaft verdienen die Stadtmauern, die Römerstraße sowie die San Salvador-Kathedrale besondere Erwähnung. Entlang des Jakobuswegs entstanden in der Rioja zahlreiche Sakralbauten, welchen die Klosterroute ihren Namen zu verdanken hat, die an Ortschaften, wie San Millán de la Cogolla, Santo Domingo de la Calzada, Ezcaray, Bañares oder Cañas, vorbeiführt.

Suso und Yuso sind entlang der Route der spanischen Sprache gelegen, welche uns zu Ortschaften führt, die eine entscheidende Rolle in der Geschichte und Entwicklung des spanischen Wortschatzes inne hatten: Santo Domingo de Silos, Valladolid, Salamanca, Ávila und Alcalá de Henares.

Beenden

Mitten im Herzen des vom Fluss Cárdenas geschürften Tales befindet sich die zur Rioja gehörige Ortschaft San Millán de la Cogolla, welche vom gleichnamigen Heiligen gegründet wurde und über Jahrhunderte hinweg eng mit dem Jakobusweg in Verbindung stand. Die tief verwurzelte Klostertradition der Gemeinde ist an dem dort vorhandenen wunderschönen denkmalgeschützten Baukomplex zu erkennen: die Klöster Suso und Yuso, welche beide zum Weltkulturerbe erhoben worden sind. Die Bedeutung von San Millán de la Cogolla ist überdies auf ihre Eigenschaft als Wiege der spanischen Sprache zurückzuführen, da in dieser Ortschaft die ersten in dieser Sprache verfassten Schriftstücke verwahrt werden. Weiterlese

Der Ursprung von San Millán de la Cogolla steht in engem Zusammenhang mit der tief verwurzelten Klostertradition der Gemeinde. An diesem Ort suchte um das 6. Jahrhundert der Heilige Millán in einer aus dem Fels geschlagenen Einsiedelei spirituellen Unterschlupf.

Die von dieser Klostergemeinschaft im Mittelalter erlange kulturelle und religiöse Bedeutung war so groß, dass sie eine Vielzahl von Pilgern anzog, welche vom Jakobusweg abwichen, und dies auch heute noch tun, um zu diesem Ort zu gelangen.

Nach vielen Jahrhunderten seines Bestehens können wir nun heute in dieser typischen ländlichen Gemeinde der Rioja diesen wunderschönen aus den Klöstern Suso und Yuso bestehenden Baukomplex bewundern, welcher in seiner Gesamtheit zum Weltkulturerbe erhoben worden ist und große historische Bedeutung aufweist, da er die ersten in spanischer Sprache verfassten Schriftstücke beherbergt.

Das Suso-Kloster wurde zwar bereits im 6. Jahrhundert errichtet, jedoch wurden danach zu verschiedenen Zeitpunkten bis zum 11. Jahrhundert Erweiterungsarbeiten vorgenommen. Diese Tatsache lässt sich an der Überlappung künstlerischer Stilrichtungen an der Struktur erkennen, welche sowohl einen einfachen westgotischen Kern als auch mozarabische und spätere romanische Elemente aufweist.

Der klösterliche Innenbereich beherbergt, neben einem herrlichen Kreuzgang, die in Stein gemeisselten Grabstätten der sieben Infanten von Lara sowie jenes deren Großmeisters und die Gräber von drei Königinnen von Navarra.

Die im späten 10. Jahrhundert im mozarabischen Stil errichtete Kirche verwahrt einige Überreste des einstigen Klosters. Unter diesen Relikten ist eine Skulptur des Heiligen in einer der westgotischen bogenförmigen Mauernischen sowie eine Nekropolis mit zahlreichen steinernen Sarkophagen der Einsiedlergemeinschaft besonders hervorzuheben.

Die letzten Ausbauarbeiten der Kirche wurden im 11. Jahrhundert durchgeführt, im Rahmen welcher man romanische Elemente einbrachte. Dieser Stilrichtung gehört die liegende Skulptur des Heiligen Millán (12. Jhdt.) an, ein Alabasterwerk, welches die Figur des Mystikers neben mehreren Schülern und Pilgern darstellt.

Das am Ende des Tals gelegene Yuso-Kloster stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde später im 16. und 18. Jahrhundert umstrukturiert.

Eine Reiterskulptur des Heiligen Millán steht im Mittelpunkt des im Barockstil gehaltenen Portals dieses Baus. Die zwischen 1504 und 1540 erbaute Kirche beherbergt in ihrem Innenbereich ein mittelalterliches Retabel (12. Jhdt.) sowie eine Kanzel im Platereskenstil und einen griechisch-römischen Chor.

Eines der Prunkstücke von Yuso ist die Sakristei im Rokokostil, welche mit einem Alabasterfußboden und Fresken versehen ist. Dieser prächtige Raum aus dem 18. Jahrhundert präsentiert uns eine interessante Kunstsammlung, aus welcher verschiedene Malereien von Juan Rizzi, die Schatulle mit den Reliquien des Heiligen San Millán (11. Jhdt.), welche mit Elfenbeinplatten, Gold und Edelsteinen verziert ist, sowie die Schatulle des Heiligen Felices (11. Jhdt.) mit romanischen in Elfenbein gearbeiteten Basreliefen hervorstechen.

Unter den übrigen Räumlichkeiten des Klosters sind der Saal der Könige, der Kreuzgang sowie die Bibliothek, deren Bestände circa 300 mittelalterliche Dokumente umfassen, besonders erwähnenswert. Hier können wir überdies ihre Kodexsammlung mit den beeindruckenden "Glosas Emilianenses", ein Manuskript aus dem 11. Jahrhundert, in welchem die ersten schriftlichen Belege der spanischen und baskischen Sprache erscheinen, bewundern.

Die Bedeutung von San Millán de la Cogolla als Wiege der spanischen Sprache wurde im 13. Jahrhundert weiter untermalt, da Gonzalo de Berceo, ein mittelalterlicher Schriftsteller und Dichter, welcher diese Sprache mittels seiner Werke zur Kategorie der Literatursprache erhob, in dieser Gemeinde lebte und ausgebildet wurde.

In den Straßen von San Millán de la Cogolla kann der Besucher Häuser mit der typischen Bauweise aus der Rioja sowie andere herausragende Gebäude, wie die aus dem 18. Jahrhundert stammende Wallfahrtskapelle Santa Potamia und die in der kleinen Gemeinde Lugar del Río gelegene Kirche Nuestra Señora del Carmen (18. Jhdt.) entdecken.

Gastronomie und Umgebung

Die Gastronomie der Rioja basiert größtenteils auf Produkten aus dem Gemüsegarten. Das Mischgemüse, die Kartoffeln auf Rioja-Art, die auf Rebholz gegrillten Lammkoteletts oder die gefüllten Paprika verkörpern nur einige Beispiele der vielen regionalen Spezialitäten. Die Rioja-Weine, welche von einer eigenen Herkunftsbezeichnung geschützt sind, genießen andererseits anerkannten Ruf.

San Millán de la Cogolla befindet sich nur wenige Kilometer von dem durch die Rioja verlaufenden Abschnitt des Jakobuswegs entfernt. Außerhalb von Logroño treffen wir auf die am französischen Jakobusweg gelegenen Ortschaften Navarrete und Nájera, wo wir das Kloster Santa María la Real bewundern können.

Santo Domingo de la Calzada ist die letzte große Station auf dem Jakobusweg in der Rioja. In dieser gepflegten Ortschaft verdienen die Stadtmauern, die Römerstraße sowie die San Salvador-Kathedrale besondere Erwähnung. Entlang des Jakobuswegs entstanden in der Rioja zahlreiche Sakralbauten, welchen die Klosterroute ihren Namen zu verdanken hat, die an Ortschaften, wie San Millán de la Cogolla, Santo Domingo de la Calzada, Ezcaray, Bañares oder Cañas, vorbeiführt.

Suso und Yuso sind entlang der Route der spanischen Sprache gelegen, welche uns zu Ortschaften führt, die eine entscheidende Rolle in der Geschichte und Entwicklung des spanischen Wortschatzes inne hatten: Santo Domingo de Silos, Valladolid, Salamanca, Ávila und Alcalá de Henares.

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