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Die Spanischen Nationalparks werden barrierefrei



Spanien bemüht sich, die Natur seiner Nationalpark für jedermann zugänglich zu machen. Die Einrichtungen sollen an die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit angepasst werden. Darunter fallen auch Erklärungstafeln und Broschüren für Blinde, die Ausbildung der Führer in Gebärdensprache und vieles mehr. Das Ziel? Den unglaublichen Reichtum der Natur jedermann zugänglich zu machen.

Spanien besitzt 14 Nationalparks. In diesen mehr als 325 000 Hektar umfassenden, ökologisch besonders wertvollen Gebieten wird alles getan, um allen Besuchern den Genuss dieses reichen Naturerbes zu ermöglichen. Die spanische Niederlassung von Europarc (Verband der Naturparks und Nationalparks in Europa) hat einen Katalog mit Informationen zu den in den spanischen Parks durchgeführten guten Praktiken herausgegeben. Initiativen, die zur Barrierefreiheit der Parks beigetragen haben und die weiter in Gang sind, um die Natur der Nationalparks in Spanien für alle zugänglich zu machen.

Paradigmen der Barrierefreiheit

Ein gutes Beispiel eines barrierefreien Parks ist der Nationalpark Timanfaya in Lanzarote, eine der sieben Kanareninseln. Die dortigen Verbesserungsmaßnahmen haben den Park zu einem Paradies vulkanischen Ursprungs gemacht, das für Menschen mit Behinderungen zugänglich ist. Die Infotafeln bieten mehrsprachige Informationen in Blindenschrift, und die audiovisuellen Medien verfügen über Gebärdensprache.

In Teneriffa, einer weiteren der Kanarischen Inseln, bietet der von der UNESCO zum Welterbe erklärte Nationalpark Teide einen Führungsservice für Behinderte. Nach Voranmeldung können Behinderte so die ganze Biodiversität des Parks kennen lernen und das spektakuläre Panorama des Teide von der Aussichtsplattform aus genießen. Der Park Tablas de Daimiel in Kastilien–La Mancha verfügt über einen ähnlichen Service. Sein Observatorium an der Lagune passt seine Führungen an die jeweiligen Bedürfnisse der Behinderten an.

Eine weitere Option bietet der Nationalpark Picos de Europa in der Region Asturien. Dieser Park besitzt die so genannte Höhle, in dem der Besucher in einem einzigen Saal alle Geräusche und Texturen erfahren kann, die das Ökosystem des Parks bietet. Im Nationalpark Sierra Nevada in Granada in der Region Andalusien wird die Natur in verschiedenen Workshops über Astronomie, Ökologie, Weben usw. interpretiert, die an die Bedürfnisse Behinderter angepasst sind.

Abgesehen von diesen konkreten Maßnahmen arbeiten die spanischen Nationalparks an einer allgemeinen Verbesserung der Zugänglichkeit derselben. So wurden beispielsweise besondere Behindertenparkplätze eingerichtet, und im von der UNESCO zum Welterbe erklärten Doñana (Andalusien) sowie in Aiguestortes i Estany de Sant Maurici in Katalonien kann der Park von Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit auch mit dem Auto besucht werden.

Die Nationalparks verändern sich, um die Natur für jedermann zugänglich zu machen. Die Säle sind geräumiger und die Wege wurden an die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit angepasst. Es werden rutschfeste und kompakte Beläge gewählt, die zur Vermeidung von Sichtbehinderungen nicht reflektierend sind, und es wurden auch Geländer und Schalter auf zwei Höhen angebracht. Kleinigkeiten, die von Bedeutung sind, wenn die Natur für jedermann zugänglich sein soll.





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