Kochen als Kunst, die die Sinne betört. So versteht man die Gastronomie in Spanien. Ein kulinarisches Fünf-Sterne-Angebot, was Geschmack, Präsentation, Aroma, Textur, Farbe usw. angeht. Die Kreationen von Chefs wie Adrià, Arzak, Berasategui, Ruscalleda, Santamaría, Subijana und Roca haben Spanien an die Spitze der internationalen Haute Cuisine katapultiert.

Die neuen spanischen Gastwirte sind Künstler am Herd, und das spiegelt sich in ihrem enormen internationalen Renommee wider. Beispielsweise war der „Celler de Can Roca“, geführt von den Rocas-Brüdern in Girona, laut der renommierten Fachzeitschrift „Restaurant“ in den Jahren 2015 und 2013 das beste Restaurant der Welt. Den gleichen Titel konnte das Restaurant „El Bulli“ von Ferran Adrià fünf Jahre lang tragen. Mugaritz und Asador Etxebarri im Baskenland erscheinen auch auf dieser Liste, und zwar an 9. bzw. 6. Stelle. Daneben besitzen 11 weitere spanische Restaurants die höchste Kategorie, die von dem einflussreichen Michelin-Führer erteilt wird.Die Arbeit dieser neuen Künstler am Herd zeichnet sich durch ihre Originalität und Innovation aus und vereinbart immer die traditionelle mediterrane Küche mit kreativen Ansätzen. Die neue Kochkunst hat in der Kultur Spaniens einen derart hohen Stellenwert, dass der Koch José Andrés 2010 mit dem spanischen Orden der Künste und der Literatur ausgezeichnet wurde.Internationale AnerkennungViele der spanischen Restaurants zeichnen sich durch ihre Qualität und Kreativität aus. Landesweit gibt es etwa 200 Lokale mit einem oder mehreren Michelin-Sternen. Elf davon erhielten die höchstmögliche Auszeichnung: eins in Andalusien, eins in der Region Valencia, eins in Madrid, vier in Katalonien und vier im Baskenland.In der Ausgabe von 2017 wurde das Aponiente des so genannten Chefkochs des Meeres, Ángel León, in El Puerto de Santa María (in der Region Cádiz in Andalusien) mit drei Sternen ausgezeichnet. Bei seinen Gerichten dreht sich alles ums Meer, und er ist dafür bekannt, mit Plankton zu kochen.

Quique Dacosta“ ist das Restaurant der Region Valencia mit der höchsten Auszeichnung. Seine Küche versteht sich als kulinarische Avantgarde mit tiefer Verwurzelung in der Heimatgegend, in diesem Fall Dénia in Alicante. Das Restaurant ist nach dem Chefkoch benannt.Die Stadt Madrid kommt dank der außergewöhnlichen Kreativität und der Fusion unterschiedlicher Kochtendenzen voller Aromen, Texturen und Geschmack in den Genuss eines Drei-Sterne-Restaurants. Die Rede ist vom „DiverXo“ des Chefkochs David Muñoz.Die Dreisterne-Restaurants in Katalonien sind Celler Can Roca und Sant Pau in der Provinz Girona und Lasarte und ABaC in Barcelona. Im „Celler de Can Roca“ in der Stadt Girona setzen die Brüder Roca auf kulinarische Kreativität zur Vermittlung von Emotionen. Carme Ruscalleda bietet in ihrem Restaurant „Sant Pau“ mit Blick aufs Meer in Sant Pol de Mar eine moderne Neuinterpretation der traditionellen Gastronomie Kataloniens. Das Lasarte wird von Martín Berasategui geführt, und am Herd gibt Paolo Casagrande den Ton an. Ihr Ziel ist es, ein unvergessliches Esserlebnis zu schaffen. Das zweite Drei-Sterne-Restaurant in Barcelona ist das ABaC von Küchenchef Jordi Cruz, das zu den modernsten Gastronomietempeln gehört.Auch im Baskenland gibt es vier einzigartige Lokale, in denen man baskische Autorenküche genießen kann: Das „Akelarre“ und das „Arzak“ in San Sebastián, das „Martín Berasategui“ in Lasarte (Guipúzcoa) und das „Azurmendi“ in Larrabetzu (Biskaya). Im „Akelarre“ von Pedro Subijana kommen alle Sinne auf ihre Kosten, und zudem genießt man wundervolle Ausblicke. Das Restaurant von José María Arzak war das erste, das in Spanien mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde (1989). Auch Martín Berasategui gehört zu den ganz Großen der modernen baskischen Küche. Kürzlich ist auch das Restaurant „Azurmendi“ von Chefkoch Eneko Atxa, der ständig darum bemüht ist, Gaumenfreuden heraufzubeschwören, in die Dreisterneriege aufgestiegen.Viele weitere Restaurants haben sich international einen hervorragenden Ruf erworben. Dazu zählen Atrio in Cáceres; Maralbain Almansa (Albacete); L’Escaleta in Cocentaina und BonAmb in Jávea-Xàbia (beide in Alicante); Dani García in Marbella (Málaga); Annua in San Vicente de la Barquera (Kantabrien); Cenador de Amós in Villaverde de Pontones (Kantabrien; Casa Marcial in Parres (Asturien); Zaranda auf Mallorca; Enoteca, Moments, Dos cielos und Disfrutar in Barcelona; Les Cols in Olot (Provinz Girona); El Portal in Ezcaray (La Rioja), M.B. auf der Insel Teneriffa; Cabaña Buenavista in El Palmar (Region Murcia) und Ramón Freixa, Santceloni, La Terraza del Casino, El Club Allard, DSTAgE und Coque in Madrid.




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