Diese Website verwendet Cookies zur Verbesserung der Surferfahrung des Benutzers. Wenn Sie weiter surfen, gehen wir davon aus, dass Sie mit der Verwendung einverstanden sind. In unserer Cookie-Politik erhalten Sie mehr Information bzw. Anweisungen zur Änderung der Konfiguration




Lage

Autonome Region:
Extremadura

Provinz / Insel:
Cáceres

Cáceres
Art der Route:
Gastrotourismus

Zwischen Schnee und weißen Kirschblüten

Mit dem Frühlingserwachen verwandelt sich das Jerte-Tal in der Provinz Cáceres in ein wahres Schauspiel aus Farben und Licht. Die Kirschblüte der an den Hängen dieses Tals gelegenen Bäume zieht alljährlich eine steigende Zahl von Besuchern an. Als Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch das Tal dient die historische Adelsstadt Plasencia, von wo aus die Route die Besucher durch zauberhafte und eindrucksvolle Ortschaften führt.

Weiterlesen

Für diese Route sollten Sie sich ein ganzes Wochenende Zeit nehmen. Den ersten Tag können Sie beispielsweise in der Stadt Plasencia verbringen und am zweiten Tag das Jerte-Tal besuchen. Es lohnt sich sehr, seinen Besuch in der Gegend zu tätigen, wenn die Kirschbäume an den Hängen des Tals zehn Tage lang in voller Blüte stehen. Je nach Klima ist das meist zwischen der zweiten Märzhälfte und der ersten Aprilwoche der Fall. Ein wahres Natur- und Farbschauspiel.
Aber zunächst nach Plasencia. In dieser sehenswerten, direkt an der Route der Silberstraße gelegenen Provinzhauptstadt im Norden der Region Extremadura lebten nach ihrer Rückeroberung von den Herrschern von Al-Andalus durch die Könige aus Kastilien-León im 12. Jahrhundert Mauren, Juden und Christen im Mittelalter friedlich miteinander. Noch heute sind Teile der Befestigungsmauern und Zugangstore erhalten.
Die Stadt verfügt über zwei Kathedralen: die Alte Kathedrale im romanisch-gotischen Stil (13.-14. Jahrhundert) und die direkt angebaute Neue Kathedrale im Renaissance- und Plateresken-Stil (16. Jahrhundert). Am Bau der Neuen Kathedrale wirkten die besten spanischen Künstler ihrer Zeit mit: Architekten wie Diego de Siloé, Alonso de Covarrubias, Juan de Álava, Enrique Egas, Francisco de Colonia und Rodrigo Gil de Hontañón. Am Altar waren unter anderem Gregorio Fernández und Francisco de Rizi beteiligt. Das prächtige Chorgestühl ist ein Werk von Rodrigo Alemán.
Aber Plasencia hält noch mehr Überraschungen bereit: Tempel romanischen Ursprungs (13. Jahrhundert) wie den Tempel San Nicolás und den Tempel El Salvador, gotische Gotteshäuser wie das im Dominikanerkloster (15. Jahrhundert), Renaissance- und Barockbauten wie das Heiligtum Virgen del Puerto (17. Jahrhundert), Paläste wie den im Stil der Gotik und Renaissance erbauten Palast des Markgrafen von Mirabel (15. Jahrhundert), Adelshäuser wie das der Familie Carvajales-Girón (Renaissance) und sogar ein römisches Aquädukt.
Am zweiten Tag unserer Tour begeben wir uns auf der von Süden nach Norden verlaufenden Landstraße N-110 ins Jerte-Tal. Nach rund 14 Kilometern führt eine Abzweigung auf der linken Seite in zwei sich an den Hängen der Montes de Trasierra gegenüberliegende Orte: El Torno (nach 2,4 Kilometern), das berühmt ist für seine Kirschschnäpse und -liköre, und Rebollar (nach 4 Kilometern).
Wieder zurück auf der N-110 geht es nun bis zu einer anderen Abzweigung am anderen Ende des Tals. Wir fahren die Hänge der Sierra de Tormantos hinauf und gelangen schließlich nach Valdastillas (3 Kilometer von Rebollar entfernt), Cabrero, Casas del Castañar und Piornal, Dörfer mit einer sehenswerten volkstümlichen Architektur inmitten von Kirsch- und Obstbaumwiesen. Piornal, das höchstgelegene Dorf von Extremadura, ist berühmt für sein Jarramplas-Fest (19. und 20. Januar).
Weiter geht es talaufwärts. In der Mitte des Tals liegen an den Ufern des Flusses Jerte die Orte Navaconcejo (10 Kilometer von Piornal entfernt), Cabezuela del Valle und Jerte. Die Gehöfte sind herausragende Beispiele der traditionellen Architektur von Bergdörfern, insbesondere Cabezuale del Valle, das zum kulturhistorischen Baudenkmal erklärt wurde.
Jerte ist zugleich das Tor zum Naturschutzgebiet Garganta de los Infiernos. Hierbei handelt es sich um eine der zahlreichen Naturlandschaften des Landkreises, die über unzählige Bäche, Wasserfälle, natürliche Wasserbecken und feuchte Wälder verfügt.
Anschließend geht die Fahrt weiter in den letzten Ort der Route: Tornavacas. Durch seine Lage zu Füßen des Bergpasses von Tornavacas dient er als traditioneller Verbindungsweg für Personen und Vieh zwischen Kastilien und Extremadura: ein traditioneller Transhumanzweg. Besonders sehenswert ist die barocke Pfarrkirche La Asunción (17. Jahrhundert).
Wer möchte, kann die Tour noch ausweiten und Ausflüge in die Landkreise Ambroz und La Vera machen. Im Landkreis Ambroz befinden sich der Ort Hervás (mit einem der besterhaltenen Judenviertel ganz Spaniens), die Ruinen des Klosters La Bien Parada (in Abadía) und die Reste der alten Römerstadt Cáparra (Oliva de Plasencia – Guijo de Granadilla). Im Landkreis La Vera sehr zu empfehlen ist beispielsweise das Kloster von Yuste, die letzte Residenz des Kaisers Karl V.
Eine weitere Möglichkeit, die Gegend zu genießen, bieten die Volksfeste. Das Fest der Kirschblüte findet jedes Jahr während der Kirschblüte (etwa zwischen der zweiten Märzhälfte und der ersten Aprilwoche) in einem anderen Ort des Jerte-Tals statt. Die Gastronomietage rund um die Kirsche werden zwischen Mai und Juni veranstaltet. Auch sehr zu empfehlen ist das Fest Martes Mayor (Plasencia), im Rahmen dessen jedes Jahr am ersten Dienstag im August ein mittelalterlicher Markt stattfindet.

Beenden



Aktivitäten

  • Reittouren
  • Wandern

Route


Unerlässlich