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Lorca, wegen Restaurierungsarbeiten geöffnet

Die Tour beginnt am Fremdenverkehrsbüro und Besucherzentrum mit dem Besuch des alten Klosters La Merced. Im späten Mittelalter ließen sich die Mercedariermönche dort nieder und errichteten ein Kloster, von dem noch die Bogenreihen des Kreuzgangs (18. Jahrhundert) und die Kirche mit Renaissancefassade erhalten sind. Das Erdbeben brachte einen großen Teil der Fassade ins Wanken. Deshalb stützt sie jetzt ein Gerüst, das größere Schäden verhindern soll.

Die Calle Puerta San Ginés hinauf Richtung Calle Cava erreicht man den Porche San Antonio, das einzige Stadttor eines Stadtmauerrings, das in der Region Murcia noch erhalten ist. Es ist arabischen Ursprungs. Die typisch christliche Ornamentierung entstammt einer Umbaumaßnahme des 14. Jahrhunderts. Nach dem Erdbeben musste der Bau abgestützt werden. Auch wurden die Zinnen entfernt, die bei früheren Restaurierungsarbeiten hinzugefügt worden waren. Die nächste Station ist die Santiago-Kirche in der Calle Villaescusa. Das heutige Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert wurde bei dem Beben besonders stark beschädigt, ebenso wie die fast vollständig zerstörte Kirche des Klarissenklosters. Dem Erdstoß fielen die Vierung, die Kuppel und ein Teil des Hochaltars zum Opfer. Die Calle Santiago führt zu dem im 17. Jahrhundert fertiggestellten Plaza de España, dem absoluten Mittelpunkt von Lorca. Auch nach den Erdbeben war er Treffpunkt der Bevölkerung von Lorca. Ganz in der Nähe liegen die Casa del Corregidor, das Rathaus und die frühere Stiftskirche San Patricio. Von außen sieht man den beiden erstgenannten Gebäuden die Erdbebenschäden kaum an, die im Innern jedoch umso deutlicher sind. Am Bau Casa del Corregidor besticht vor allem das riesige an der Hausecke angebrachte Stadtwappen von Lorca. Das Rathaus zeichnet sich durch eine schöne Fassade mit Bögen auf weißen Marmorsäulen aus. Ihr heutiges Aussehen ist kurioserweise auf eine Sanierung zurückzuführen, die nach einem Beben im Jahr 1674 notwendig wurde. Im Gegensatz dazu weist die frühere Stiftskirche San Patricio die größten Schäden an der äußeren Dekoration auf. Einige Skulpturen lösten sich, fielen auf die Bedachungen und verursachten Löcher in mehreren Gewölben der Kirche. Der im 16. Jahrhundert begonnene Bau der Kirche erstreckte sich mit Ausprägung der entsprechenden Stilrichtungen über mehr als 200 Jahre, vom Renaissancestil mit gotischen Reminiszenzen an den Gewölben des Kapellenkranzes bis hin zum Barock der Hauptfassade. Die Tour geht weiter durch die Calle Almirante Aguilar bis in die Calle Corredera. Unter den Gebäuden sind besonders das Bewässerungssyndikat vom Ende des 18. Jahrhunderts, die Landwirtschaftskammer mit einer der wenigen Fassaden Lorcas im typischen Modernisme-Stil und die Kirche San Francisco hervorzuheben. Die Franziskanerkirche aus dem 16. Jahrhundert wurde im 17. Jahrhundert stark umgebaut. In ihrem durch das Beben stark beschädigten Innern (ebenso wie der Kirchturm) sind schöne Barockretabel erhalten. Sie wurden in die Casa del Paso umgesiedelt, wo sie zu besichtigen sind. Weiter geht die Tour in die Calle Lope Gisbert. Am Weg liegen Bauten wie das Haus der Grafen von San Julián (ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert, doch ist das heutige Aussehen einer Umgestaltung im 20. Jahrhundert zuzuschreiben) und dem Guerra-Theater, das schöne Malereien des aus Lorca stammenden Künstlers Muñoz Barberán enthält. Es handelt sich dabei um das älteste Theater der Region Murcia (1861), und die Erdbebenschäden betreffen vor allem den Bühnenbereich. In derselben Gegend befindet sich eines der schönsten Beispiele der eklektischen Architektur von Lorca, das Kasino. Das Portal und ein großer Teil des Interieurs wurde 1885 von Manuel Martínez aus Lorca entworfen. Besonders hervorzuheben sind die Eingangshalle und der Ballsaal mit Fresken von Francisco Cayuela. Nach dem Beben wurde die Fassade zum Schutz vor dem Zusammenbrechen abgestützt. In der Nähe liegt auch die Kirche San Mateo (18. Jahrhundert), die trotz ihrer Schäden im Innern und an der Fassade wohl die erste sein wird, die nach der Umgestaltung wieder für den Gottesdienst öffnet. Ebenfalls in der Calle Lope Gisbert befindet sich der schöne Guevara-Palast. Er ist eines der besten Beispiele der barocken Zivilarchitektur Spaniens. Besonders bemerkenswert ist die Fassade von 1694 mit zweigliedrigem Portal im Churriguera-Stil. Von dem Erdbeben betroffen sind vor allem die Treppe und einige Innenräume, deren Mobiliar zum Teil ausgelagert werden musste. Weiter durch die Calle Santo Domingo stößt man auf das sehenswerte Ensemble Santo Domingo, bestehend aus Kreuzgang, Kirche und Rosenkranzkapelle. Der Kreuzgang musste nach den Erdbeben demontiert werden, da diese eine Säule und zwei Bögen niederwarfen. Die alte Dominikanerkirche wurde bereits restauriert und steht dem Publikum wieder zur Verfügung. Die Kapelle dagegen wurde stark beschädigt, da sich die Kuppel von der Vierung löste. Die Sanierungsarbeiten konnten jedoch ihren Einsturz verhindern. Den Abschluss bildet ein Besuch des Archäologischen Museums, das in einem Adelspalais aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist. Das Beben beschädigte nicht nur einen Teil der Struktur des Gebäudes schwer, sondern durch den Einsturz der Vitrinen auch mehrere Exponate. Bitte beachten!
Die Tour dauert etwa eineinhalb Stunden und wird täglich für Gruppen ab 25 Personen angeboten.
Es empfiehlt sich, nach der Verfügbarkeit für Einzelbesuche zu fragen.
Die Tour kann mit einer Führung durch die Museen der Karwochenstickereien von Lorca ergänzt werden, die als wertvoll für den internationalen Tourismus eingestuft wurden und für die Aufnahme in das Welterbe der UNESCO kandidieren.
Preis: 4 €
Weitere Informationen:
Lorca Taller del Tiempo
Tel. 902 400047 / +34 968479003
info@lorcatallerdeltiempo.com