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Bilbao und die Flussmündung des Nervión

Dieser Route eignet sich als Tagesunternehmung. Wer die Gegenden auf der linken Seite der Flussmündung von Bilbao und des Nervión besichtigen möchte, dem seien die öffentlichen Verkehrsmittel empfohlen (Autobusse, RENFE-Nahverkehrszug Linie C-1). Im Rahmen der Besichtigung ist auch eine der zahlreichen zur Verfügung stehenden Bootsfahrten auf der Flussmündung eine sehr gute Idee.
Wir starten unseren Rundgang in der Altstadt von Bilbao, die zu einem verkehrsberuhigten Bereich erklärt wurde und über Ladenzonen und Freizeitangebote verfügt. Noch heute sind hier einige der ältesten Winkel und Bauten der Stadt erhalten, so beispielsweise die gotische Kirche San Antón (14. Jahrhundert), die Santiago-Kathedrale (14.-16. Jahrhundert) oder der Plaza Nueva. Auch in dieser Gegend befinden sich die Basilika Virgen de Begoña (16. Jahrhundert) sowie das Arriaga-Theater (1886-1890), ein Werk von Joaquín Ruicoba.
Die neueren Teile der Stadt liegen rund um die Gran Vía und verfügen über Bauten wie den Palast der Regionalregierung von Biskaya im eklektizistischen Stil (19.-20. Jahrhundert) und das im Stil des Art Nouveau errichtete Theater Campos Elíseos.
Auf unserem Spaziergang an der Flussmündung entlang stoßen wir auf moderne Bauten und Konstruktionen wie die Deusto-Brücke (1936, Ignacio de Rotaeche) und avantgardistische Werke wie die Brücken von Santiago Calatrava (1996) und Arata Isozaki (2007), die Türme des Komplexes Isozaki Atea (2004), das Guggenheim-Museum von Frank Gehry (1991-1997) sowie das Bauensemble aus Euskalduna-Brücke (1997, Ricardo Manterola), Euskalduna-Palast (1991-1998, Federico Soriano) und dem 2003 eröffneten Schifffahrtsmuseum Ría de Bilbao.
Ab hier führt die Flussmündung nicht mehr durch Bilbao, sondern bringt uns in eine andere Gegend, die ein hervorragendes Beispiel für die sogenannte „Industriearchäologie“ ist. Einige der industriellen Bauten und Hafenanlagen werden noch heute komplett genutzt, andere wiederum sind Zeugen der langen industriellen Tradition Bilbaos.
Die Städte auf der linken Seite der Flussmündung reihen sich auf etwa 15 Kilometern aneinander. Zunächst gelangen wir nach Barakaldo, wo sich seit 2004 im Bilbao Exhibition Center bzw. BEC das Messegelände von Bilbao befindet. Hier erhebt sich das höchste Gebäude des Baskenlandes: der BEC-Turm von Cesar Azcarate und Esteban Rodríguez. In Sestao, der zweiten Stadt, können wir einen der Öfen des historischen Unternehmens Altos Hornos de Vizcaya besichtigen, der speziell für Besucher hergerichtet wurde, oder einen Spaziergang durch die Parkanlagen Markonzaga, Ondejeda und Benedicta unternehmen.
Portugalete ist der Ort mit den meisten architektonischen Sehenswürdigkeiten an der Flussmündung. In der Altstadt sehr zu empfehlen sind die Basilika Santa María (Stil der Gotik und Renaissance), der Salazar-Turm (14. Jahrhundert) und das Kloster Santa Clara (Renaissancestil und platereske Elemente). Ebenfalls in dessen Gemeindebereich befindet sich die beide Seiten der Flussmündung miteinander verbindende Hängebrücke bzw. Schwebefähre von Biskaya, eine 1893 errichtete Eisenkonstruktion der Architekten Alberto de Palacio und Elissague, die 2006 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Zum Abschluss unserer Tour kommen wir in das am großen Hafen von Bilbao El Abra gelegene Santurtzi, wo sich die Flussmündung zum Golf von Biskaya hin öffnet. Hier empfehlen sich Spaziergänge durch den Fischereihafen oder auf der Strandpromenade Reina Victoria, aber auch ein Besuch des Freiluftmuseums für Skulpturen ist eine gute Idee. Auch besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des Oriol-Palasts und des Palasts des Markgrafen von Casa Torre sowie der Kirchen Virgen del Mar und San Jorge.