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Lage

Autonome Region:
Kastilien-La Mancha

Provinz / Insel:
Toledo

Toledo
Art der Route:
Stadtstrand

Die Stadt der drei Kulturen

Die verschiedenen Sprachen, Rassen und Religionen, die einst in Toledo zusammenlebten, hinterließen starke Spuren in der Stadt. Toledo war zunächst römisch und wurde dann zur Hauptstadt des Westgotenreichs. Später verwandelte sich Toledo dann in eine der bedeutendsten arabischen Städte von Al-Andalus, und nach der Rückeroberung durch die Christen diente es bis ins 16. Jahrhundert als Sitz und Hof der Könige aus Kastilien-León und ganz Spaniens. Außerdem befand sich in der Stadt eines der aktivsten Judenviertel der hebräischen Welt. Heute ist das historische Zentrum der Stadt Teil des UNESCO-Welterbes.

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Im Folgenden präsentieren wir Ihnen einen kurzen Tagesspaziergang durch Toledo, der einen ersten Eindruck von dem reichen kulturellen Erbe der Stadt verleiht. Die Tour wird traditionell von Besuchern gewählt, die aus dem nahe gelegenen Madrid kommen.
Die Route führt durch die Altstadt von Toledo. Ein hervorragender Startpunkt ist die Calle del Cardenal Tavera. Dreihundert Meter vor einem der historischen Zugänge zum alten Viertel der Stadt befindet sich das Tavera-Hospital. In diesem großen Renaissancebau (16. Jahrhundert) ist heute das Museum der Stiftung Duque de Lerma untergebracht.
Der Zugang zur Altstadt erfolgt durch zwei beeindruckende Stadttore: die Puerta Nueva de Bisagra (Renaissancestil, Mitte des 16. Jahrhunderts) und die Puerta Vieja de Bisagra, die älteste Konstruktion der Stadt, die noch aus arabischer Zeit stammt. Letztere wurde im Stil der Kalifen errichtet (9. Jahrhundert), später kamen Mudéjar-Elemente hinzu.
Rechter Hand geht es weiter über den Paseo de Recaredo an der mittelalterlichen Stadtmauer entlang. Genau an der Ecke, wo sie auf die Mauer zum Fluss Tajo stößt, befindet sich das ebenfalls aus der Renaissance stammende Stadttor Puerta del Cambrón (16. Jahrhundert). Nicht weit von hier erhebt sich in der Calle Reyes Católicos das beeindruckende Kloster San Juan de los Reyes, das 1476 von den Katholischen Königen gegründet wurde. Bei dem Bau handelt es sich um einen der prächtigsten ganz Spaniens im Stil der isabellinischen Gotik.
Dieser Teil der Altstadt war einst das Judenviertel Toledos, eines der größten jener Zeit in ganz Spanien und Wiege der Mitte des 13. Jahrhunderts von Alfons X. dem Weisen gegründeten Übersetzerschule. Als Beispiele seinen die folgenden zwei Gebäude genannt, die wir auf unserer Tour besichtigen: die Synagogen Santa María la Blanca (13. Jahrhundert) und El Tránsito (14. Jahrhundert). Beide sind im Mudéjarstil erbaut und wurden im 15. Jahrhundert in katholische Gotteshäuser umgewandelt.
Neben der Synagoge El Tránsito liegt das Museum von El Greco, ein 2011 restaurierter Bau im Stil der Neorenaissance (1910). Anschließend besuchen wir die Kirche Santo Tomé in der gleichnamigen Straße, in der das berühmte Gemälde „Das Begräbnis des Grafen von Orgaz“ von El Greco zu sehen ist.
Ganz in der Nähe befindet sich der Platz mit der prächtigen gotischen Hauptkathedrale (13.-14. Jahrhundert). Nun geht es durch die Calle Hombre de Palo und die Calle del Comercio bis zum malerischen Plaza de Zocodover, wo sich einst unter den Arabern der Marktplatz befand. Noch heute hört man in den Straßen von Toledo auf Schritt und Tritt den Klang der Stahlschmieden (Toledo ist berühmt für seine Stahlverarbeitung und die auf traditionelle Art hergestellten Schwerter) sowie die theatralischen Dialoge von Dramen aus dem Goldenen Zeitalter.
In der näheren Umgebung der Stadt sollten Sie unbedingt zwei Sehenswürdigkeiten besuchen. Einerseits den Alkazar, an dessen Bau Juan de Herrera und Alonso de Covarrubias mitwirkten und der bei mehreren Gelegenheiten umgebaut und umgestaltet wurde. Andererseits das Hospital Santa Cruz, einen Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert, für den Enrique Egas und Covarrubias verantwortlich zeichneten.
Gegen Abend geht es wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt. Wir gehen die Cuesta de las Armas hinab und kommen an dem im gotischen Mudéjarstil errichteten Stadttor Puerta del Sol (14. Jahrhundert), dem Stadttor Puerta de Valmardón arabischen Ursprungs und der Moschee Cristo de la Luz vorbei. Im Rahmen seiner Weihung als Kirche für christliche Gottesdienste wurde diesem 999 errichteten Bau im 12. Jahrhundert eine Apsis im romanischen Mudéjar-Stil hinzugefügt.
Von hier aus bringt uns die Calle Real del Arrabal wieder zurück zur Puerta Nueva de Bisagra.

Beenden



Route


Unerlässlich