Die Costa Cálida ist ein ausgedehnter spanischer Küstenabschnitt, an dem sich die einsame Stille der rauen Berglandschaften bis zum Meeresufer fortsetzt.
An dieser Küste ist der Horizont von Oleandersträuchern, Feigenkakteen und wilden Zwergpalmen geprägt. Einige Wachttürme erinnern an die Gefahren, die einst durch Seeräuber drohten, und verströmen noch heute die gleiche feierliche Stille wie zu Zeiten der Abenteurer und Seefahrer, die sich zum Ziel gesetzt hatten, mit vollgeladenen Schiffen zurückzukehren. Der Schrei der Möwen und das Zirpen der Grillen sind manchmal das einzige Geräusch, das die lichterfüllte Atmosphäre durchbricht. Aber es gibt noch weitere Gründe dafür, neugierig zu sein. Der Gegensatz zwischen den alten Fischerdörfern an der Küste und den Städten auf dem Lande, die von der fast mythischen Fruchtbarkeit der Huerta (den Obst- und Gemüsefeldern) und den Baudenkmälern geprägt sind, vermittelt den Eindruck, die Entfernungen zwischen den Orten sei grösser als sie in Wirklichkeit ist. Murcia ist eine kleine Region, in der man auf einer kurzen Fahrt von nicht mehr als 100 km die unterschiedlichsten Winkel kennen lernen kann. Die Bergwerke, die Obst- und Gemüseplantagen und die Berge waren zusammen mit dem Küstengebiet im Laufe der Jahrhunderte Schauplatz zahlreicher Ereignisse, die gut als Legenden durchgehen würden. Ziel dieses Textes ist es lediglich, die Neugierde des Reisenden zu wecken, da es nicht möglich ist, auf so wenigen Seiten alle Reize dieser Gegend detailliert zu beschreiben. Auch wenn es schwer fällt, die Müßigkeit am Strand zu überwinden, die Mühe lohnt sich.
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