Spektakulär, interaktiv und von außerordentlichem künstlerischen Reichtum dank einiger Skulpturen von Bildhauern wie Salzillo. So ist die Karwoche in Orihuela in der Provinz Alicante, deren Ursprung auf das 16. Jahrhundert zurückgeht.
Unter den zahlreichen Veranstaltungen ist besonders die nächtliche Schweigeprozession am Karfreitag zu nennen, an der mehr als 10 000 Menschen teilnehmen. Bei dieser Prozession durch die Altstadt des Ortes sind nur die Geräusche und Schritte der Büßer zu hören. Das einzige Licht, das die Dunkelheit erhellt, stammt aus den Laternen der Teilnehmer. Die Christusfigur begleitet ein Gesang aus dem 18. Jahrhundert, der sogenannte „Canto de la Pasión“. Im Kontrast dazu steht die morgendliche Ostersamstagsprozession, die auch Prozession des Bedeckten Ritters genannt wird: Nur eine Person darf aufgrund einer päpstlichen Bulle in der Kirche einen Hut tragen. Eine lange Tradition, die auch heute noch in Orihuela fortbesteht.
Die Karwoche zählt zu den traditionsreichsten und am tiefsten verwurzelten Festen Spaniens. Bei den Feierlichkeiten, die eine jahrhundertealte Geschichte und Tradition besitzen, wird der Leidensgeschichte Christi und seines Todes gedacht. Die Straßen fast aller Städte und Dörfer Spaniens werden zu Schauplätzen religiöser Inbrunst und Hingabe, wo sich Schmerz und Andacht beim Gedenken der Kreuzigung Christi mit Musik und Kunst sowie dem farbenprächtigen Zauber der Prozessionen vermischen, bei denen zahlreiche Gläubige die religiösen Skulpturen begleiten.
Kategorie
Feierlichkeit von internationalem touristischen Interesse
Nützliche Information
Daten
vom Apr 13, 2014 bis Apr 20, 2014
* Die Angaben können sich ändern
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