Olivenöl wird aus Oliven, der Frucht des Ölbaums, gewonnen. Gemeinsam mit dem Weizen und dem Weinstock bildet dieser Baum die botanische Triade des Mittelmeerraums.
Die Zusammensetzung dieser Frucht ist unterschiedlich und hängt jeweils von der Olivenart, der Boden- und Klimabeschaffenheit sowie von der Anbauweise ab. Oliven enthalten bis zu 32% Öl, Wasser und bis zu 35% Kern und pflanzliches Gewebe. Aus allen Oliven kann hervorragendes Vergine-Öl gewonnen werden, das je nach Olivenart verschiedene Eigenschaften aufweist. Die Ölgewinnung setzt gesunde Oliven, eine sorgfältige Ernte sowie die Notwendigkeit voraus, dass die Früchte noch am Erntetag gepresst werden. Die Qualitätsmerkmale der Vergine-Öle - als da wären ihr Duft, ihre Frische, ihre Süße, ihr Mandelaroma, ihr Geschmack nach Äpfeln, Kräutern usw. - künden von der großen Vielfalt an Olivenarten. Sämtliche Faktoren des Olivenanbaus und der Ölgewinnung beeinflussen entscheidend die Geschmacks- und Geruchseigenschaften des Öls. Olivenöl ist ausgesprochen gesund und unverzichtbarer Bestandteil fast aller Gerichte der mediterranen Küche.
Herkunft
In Spanien wird Olivenöl vor allem in den Regionen Andalusien, Aragonien, Kastilien-León, Kastilien La Mancha, Katalonien, Estremadura, Madrid, Valencia, Murcia sowie auf den Balearen produziert.
Nährwertangaben
Energie - Hoch
Reich an Lipiden und Vitamin E.
Art des Produkts
Andere
Saison
Ganzjähriger Vertrieb. Die Oliven werden im Winter geerntet.
Rezepte
'Patatas a la importancia' (Herzhaftes Kartoffelgericht)
Sorten
Folgende Olivenöle lassen sich unterscheiden:
1. Aceite de Oliva Virgen (Natives Olivenöl): Ausschließlich mit mechanischen oder physikalischen Prozessen unter Bedingungen hergestellt, die das Öl auf keine Weise beeinträchtigen. Die Herstellung setzt sich einzig aus dem Waschen der Oliven, Klärung, Zentrifugieren und Filterung zusammen. Das Naturprodukt bewahrt Geschmack, Aroma und Vitamine der Früchte. Das Öl ist folgendermaßen klassifiziert: EXTRA Ausgezeichneter Geschmack und Fettsäure bis 1º. Alle Olivenöle, die über eine Herkunftsbezeichnung (D.O.) verfügen, weisen diese Kategorie auf. Dabei sind drei Arten zu unterscheiden: - Sortenrein: nur eine Olivensorte. - Coupage: verschiedene Olivensorten, um immer denselben Geschmack und dasselbe Aroma zu erreichen. - Geschützte Herkunftsbezeichnung (D.O.P): Oliven aus einer bestimmten geographischen Region, in der das Öl auch hergestellt und abgefüllt wird. Das Öl ist offiziell anerkannt. FINO Gut im Geschmack, Fettsäure bis 2º. CORRIENTE Gewöhnliches Olivenöl. Gut im Geschmack und Fettsäure bis 3,3º. LAMPANTE Lampanöl, mangelhaft im Geschmack, Fettsäure über 3,3º.
2. Aceite de Oliva Refinado (Raffiniertes Olivenöl): Durch Raffination von nativem Olivenöl (Fettsäure nicht über 0,5º) gewonnen.
3. Aceite de Oliva (Olivenöl): Mischung verschiedener nativer Olivenöle (weder Lampanöl noch raffiniertes Öl) mit einem Fettsäuregehalt von 1,5º. Es handelt sich um das in Spanien meistverwendete Öl.
4. Aceite de Orujo (Öl aus Oliventrester): Anhand von Lösungsmitteln aus Oliventrester, einem Nebenprodukt der Olive, gewonnen.
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