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Die Route der Burgen und Schlachten von Jaén


Lage

Autonome Region:
Andalusien

Provinz / Insel:
Jaén

Jaén
Art der Route:
Historisch

Zwischen Olivenhainen und Burgen

Die Route verläuft durch die Provinz Jaén und einen Teil der Provinzen Ciudad Real und Granada. Unser Weg beschränkt sich jedoch in erster Linie auf Jaén. Entlang der Route gelangen wir zu Zeugnissen höchst bedeutender militärischer Ereignisse. Zunächst geht es um den Krieg zwischen den Karthagern unter Hannibal und dem Römischen Reich. Später dann um die Schlachten zwischen Mauren und Christen während der Reconquista. Und schließlich um den Unabhängigkeitskrieg zwischen den Truppen von Napoleon Bonaparte und dem spanischen Heer.

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Der durch die Provinz Jaén führende Teil dieser Route ist besonders reich an sehenswerten Bauwerken. Für eine komplette Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten benötigt man mindestens zwei Tage, denn ein Großteil von ihnen befindet sich auf Hügeln und abgelegen Anhöhen. Ausgangspunkt unserer Reise ist der Pass von Despeñaperros in der Sierra Morena, der natürliche Verbindungsweg zwischen der kastilischen Hochebene und Andalusien.
Ganz in der Nähe fand einst die Schlacht von Navas de Tolosa (1212) statt, bei der sich die christlichen Herrscher zum letzten Mal verbündeten, um gemeinsam gegen die Mauren zu kämpfen. Mit ihrem Sieg gegenüber den maurischen Feinden gewannen sie gleichzeitig den Schlüssel zu den Gebieten in Andalusien. Von den damals bedeutenden Orten heute noch erhalten sind Reste der Burgen von Castro Ferral (Santa Elena), Navas de Tolosa (La Carolina) und Vilches. Ebenfalls in diesem Landkreis befinden sich die Ruinen der Burg von Giribaile.
Nach einer halben Stunde Fahrtzeit mit dem Auto gelangen wir nun nach Linares. Neben den Überresten der städtischen Burganlage ist in diesem Gebiet zudem die Burg Santa Eufemia zu erwähnen, die an der ehemaligen Siedlung des alten Cástulo, einer der wohlhabendsten andalusischen Städte der Antike, errichtet wurde. Aus Cástulo stammte die Prinzessin Himilce, die sich mit dem Karthager-General Hannibal vermählen sollte. Nicht weit von hier fand während des 2. Punischen Krieges die entscheidende Schlacht von Baecula (208 v. Chr.) statt, bei der die Römer die Karthager besiegten und die Herrschaft über dieses bedeutende Bergbaugebiet übernahmen.
In der Gemeinde La Tobaruela befindet sich ein beachtlicher Burgpalast aus dem 15. Jahrhundert. Nun geht es weiter ins rund 20 Kilometer entfernte Baños de la Encina. Die hiesige Burg wurde im 10. Jahrhundert von den Herrschern von Al-Andalus gegründet und bietet mit ihren vierzehn zinnenbewehrten Türmen und dem großen Bergfried einen beeindruckenden Anblick.
Rund 10 Kilometer weiter südlich liegt Bailén. In den Ebenen rund um die Stadt erlitt Napoleon Bonaparte seine erste bedeutende Niederlage (19. Juli 1808) während seiner Kriege in Europa. Die Nachricht von seiner Niederlage gegen die spanischen und englischen Verbündeten kurz nach Beginn des Unabhängigkeitskrieges (1808-1814) verbreitete sich wie ein Lauffeuer auf dem alten Kontinent und zerstörte den Mythus von der Unbezwingbarkeit der Franzosen.
Nun lassen wir die Hänge der Sierra Morena hinter uns und begeben uns in die Felder und Ebenen von Jaén. Die sanften, mit Olivenhainen überzogenen Hügel soweit das Auge reicht haben dieser Gegend auch den Namen „Olivenmeer“ beschenkt. In der Ferne kann man am Ufer des Guadalquivir bereits Andújar erkennen, dessen mittelalterliche Stadtmauern zu einem Teil noch heute erhalten sind.
Nun überqueren wir den breiten andalusischen Fluss und fahren in die rund 20 Kilometer entfernten Städte Arjonilla und Arjona. In Arjonilla erwartet uns die Burg des Minnesängers Macías, die nach der Reconquista vom Calatrava-Orden umgestaltet wurde. Ihre Bezeichnung erinnert an die antiken romantischen und oft verzweifelten Liebesgeschichten zwischen dem Minnesänger und seiner Geliebten. In Arjona, das noch heute über die Stadtmauern arabischen Ursprungs verfügt, wurde der erste Nasridenkönig von Granada geboren, der später als Mohammed I. regierte.
Anschließend kommen wir nach Lopera mit seiner vom Calatrava-Orden im 13. Jahrhundert erbauten Burg und nach Porcuna, wo noch heute der imposante Boabdil-Turm aus jener Zeit erhalten ist, dessen Name auf seine wahrscheinliche Verwendung als Gefängnis für den letzten Nasriden-König aus Granada zurückgeht.
Auf dem Weg ins rund 45 Kilometer von Porcuna entfernte Jaén lohnt sich ein Besuch der Überreste der Burg El Berrueco (12. Jahrhundert). Die Hauptstadt der Provinz Jaén wird dominiert von der Silhouette der Burg Santa Catalina, einer ehemaligen arabischen Festungsanlage, die von den Christen nach der Eroberung der Stadt im 13. Jahrhundert umgestaltet wurde.
Nun geht es weiter Richtung Süden. In einer guten halben Stunde erreichen wir Torredonjimeno, wo wir erneut auf eine maurische Burg (12.-13. Jahrhundert) treffen, die nach der Eroberung durch die Christen vom Calatrava-Orden umgebaut und im 15. Jahrhundert in eine Palastresidenz umgewandelt wurde. Ganz in der Nähe liegt Martos, das Erbe der antiken iberoromanischen Stadt Tucci, mit Überresten der ehemaligen Burgen La Peña und La Villa.
Nun lassen wir die Hauptstadt der Oliven (Martos) hinter uns und begeben uns nach einer kurzen Besichtigung der Ruinen der Burg von Víboras nach Alcaudete, das für seine „Mantecados“ (Schmalzgebäck) und „Polvorones“ (Mürbegebäck) berühmt ist, typische spanische Süßwaren arabischen Ursprungs. Die Burg des Ortes war nacheinander maurische Festungsanlage, im Besitz des Calatrava-Ordens und Palastresidenz. Sie ist eine der am besten erhaltenen Burganlagen in ganz Andalusien.
Letzter Halt, bevor es in die Provinz Granada geht: das nur gut 20 Kilometer entfernte Alcalá la Real. Seine beeindruckende Festungsanlage La Mota diente nicht nur als bedeutende Verteidigungsanlage, sondern beherbergte in seinem Inneren eine komplette maurische Stadt: Alkazar, Hauptmoschee, Wohngebiete und Einkaufsgebiete.

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Aktivitäten

  • Wandern

Route


Unerlässlich