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Lage

Autonome Region:
Kastilien-León

Provinz / Insel:
Valladolid

Valladolid
Art der Route:
Önotourismus

Im Schatten des Weges

Der Kanal von Kastilien ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, mit dessen Bau Mitte des 18. Jahrhunderts begonnen und der erst ein Jahrhundert später fertiggestellt wurde. Er ist das Ergebnis der Ideen und des Strebens einer Hand voll ehrgeiziger Intellektueller, die eine direkte Verbindung der Getreidefelder Kastiliens mit dem Meer schaffen wollten. Heute dient der Kanal nicht mehr nur der Wasserversorgung der Felder. sondern zieht dank seines breiten Angebots an kulturellen und naturverbundenen Aktivitäten auch eine Reihe Besucher und Ausflügler an.

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Die Route am Kanal von Kastilien entlang zählt zu den in letzter Zeit immer beliebteren Unternehmungen im Rahmen des Naturtourismus. Die Route besteht aus recht ebenen Strecken und eignet sich somit hervorragend für die ganze Familie.
Der Kanal von Kastilien setzt sich aus drei miteinander verbundenen Abschnitten bzw. Seitenarmen zusammen: Ramal del Sur, Ramal de Campos und Ramal del Norte. Alle zusammen ergeben sie eine Länge von 207 Kilometern. Die Tour verläuft auf den alten Treidelpfaden des Kanals, von denen aus einst Lasttiere vom Ufer aus mit Stricken die auf dem Kanal fahrenden Kähne ziehen konnten.
Heute besteht die Möglichkeit, die Route zu Fuß zu machen (ca. 8 Tage bei durchschnittlich rund 25-30 Kilometern pro Tag), mit dem Fahrrad zu erkunden (ca. 4 Tage, doppelte tägliche Kilometerzahl) oder auch an Bord eines Kanus zurückzulegen, wofür eine spezielle Erlaubnis eingeholt werden muss. Als Jahreszeit für die Tour empfehlen sich Frühling und Sommer, denn dann ist das Klima angenehm und die Natur zeigt sich uns in ihrem ganzen Glanz.
Entlang der Route erwarten uns zwei Hauptsehenswürdigkeiten. Einerseits die Fauna und Flora. Nicht selten wachsen neben dem Kanal Uferwälder, die im Sommer für eine angenehme Erfrischung sorgen, und gemeinsam mit den Teichen und Feuchtgebieten ein sehr wertvolles Ökosystem schaffen. Auch die Tierwelt ist sehr abwechslungsreich: Es finden sich Vögel wie Purpurreiher und Rohrweihen, Wassersäugetiere wie Ottern und Westschermäuse, Reptilien sowie Fische jeder Art.
Andererseits interessant sind die unterschiedlichen Konstruktionen, Gebäude und Ingenieursarbeiten am Kanal, die eine höchst wertvolle ethnografische Anlage bilden. Eine schier unendliche Ansammlung von Hafenbecken, Aquädukten, Schleusen, Gießanlagen, Meilensteinen, Wohnhäusern von Arbeitern, Mühlen und Mehlfabriken, Staudämmen, Brücken und Lagerhallen.
Der südliche Arm Ramal del Sur beginnt am Hafenbecken von Valladolid und endet in El Serrón (Grijota), nicht weit von Palencia entfernt. Er misst insgesamt 54 Kilometer und überwindet mithilfe seiner 18 Schleusen einen Höhenunterschied von 54 Metern. Dieser Teil des Kanals verläuft durch die Ebene des Flusses Pisuerga zwischen Valladolid und Dueñas und die Ebene des Flusses Carrión durch die Weinberge von Cigales bis nach El Serrón.
In Calahorra de Ribas (Ribas de Campos), etwa 2 Kilometer von El Serrón entfernt, befindet sich die Anschlussstelle mit den anderen beiden Armen des Kanals. Der Kanalarm Ramal de Campos erreicht eine Länge von 78 Kilometern und überwindet einen Höhenunterschied von nur 22 Metern (7 Schleusen). Sein Endpunkt ist in Medina de Rioseco im wichtigsten Hafenbecken des gesamten Kanals von Kastilien. Hier befindet sich auch die ehemalige Mehlfabrik San Antonio, in der heute ein Museum untergebracht ist.
Der nördliche Arm Ramal del Norte beginnt in Calahorra de Ribas und verläuft in nördlicher Richtung bis nach Alar del Rey (wo vor 260 Jahren mit dem Bau des Kanals begonnen wurde). Er misst rund 74 Kilometer und überwindet mithilfe von 24 Schleusen einen Höhenunterschied von 87 Metern. Besonders sehenswert sind das Hafenbecken von Alar del Rey, die Vierfachschleuse von Frómista (hier kreuzt sich der Kanal mit dem Jakobsweg) und der Stausee Presa del Rey in Herrera de Pisuerga, an dem sich auch das Interpretationszentrum des Kanals befindet.
Es gibt drei Touristenboote, die organisierte Ausflüge und Exkursionen auf und am Kanal bieten. Sie haben ihre Anlegepunkte in Herrera de Pisuerga, Melgar de Fernamental und Medina de Rioseco.

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Aktivitäten

  • Schiffsrouten

Route


Unerlässlich