Ein Modell für nachhaltige ländliche Entwicklung
Im Gebirgsland nördlich von Huelva, Sevilla und Córdoba befindet sich das unter dem Namen Dehesas de Sierra Morena bekannte Gebiet, das im Jahr 2002 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Die besondere land- und viehwirtschaftliche Nutzung der Zone sowie ihr großer Naturreichtum waren wichtige Faktoren für diese Auszeichnung.
Mit einer Gesamtfläche von 424.000 Hektar stellen die Dehesas de Sierra Morena das größte der spanischen Biosphärenreservate dar. Ihr Gebiet umfasst neben 8.000 Hektar nicht geschützten Gebiets auch drei im Norden Andalusiens gelegene Naturparks: Sierra de Hornachuelos in der Provinz Córdoba, Sierra Norte in der Provinz Sevilla und Sierra de Aracena und Picos de Aroche in der Provinz Huelva. Mit der Gebirgskette Sierra de Hornachuelos verfügt das Reservat über ein mediterranes Mittelgebirgsökosystem mit einer vielfältigen Flora und Fauna, wenngleich diese im Flussland (Vega) des Guadalquivir noch interessanter wird. Kastanienwälder prägen die Berglandschaft der im Norden der Provinz Huelva gelegenen Sierra de Aracena und Picos de Aroche. Im nördlichen Gebirge der Provinz Sevilla, in der Sierra Norte, dominieren die Steineichenwälder, während man in den feuchteren Gebieten vorwiegend Flaumeichen findet. Das zweifellos repräsentativste und typischste Landschaftsbild des Reservats ist jedoch das Naturweideland, die Dehesa. Diese mediterrane Landschaftsbühne aus ausgedehntem Weideland mit Stein- und Korkeichen bildete durch ihre land- und viehwirtschaftliche Nutzung jahrhundertelang die wirtschaftliche Grundlage der Gegend. Genau diese Einzigartigkeit der Dehesa in der weltweiten Landwirtschaft war einer der Faktoren, die die UNESCO dazu veranlasste, diesen Naturraum zum Biosphärenreservat zu erklären. Indem hier nämlich eine menschliche Entwicklung ohne Beeinträchtigung der immensen biologischen Artenvielfalt möglich ist, stellt die Gegend ein Modell für nachhaltige Entwicklung dar.
Art des Naturraums
Reserva Biosfera
Information
Fläche: 424000 Hektar
Besucherinformation: In das Reservat gelangt man über jeden der drei Naturparks, aus denen es sich zusammensetzt: Sierra de Aracena und Picos de Aroche, Sierra Norte de Sevilla sowie Sierra de Hornachuelos. Informationszentren findet man in Aracena (Provinz Huelva), Constantina (Provinz Sevilla) und in Hornachuelos (Besucherzentrum "Huerta del Rey").
Umweltinformation: Die Dehesas de Sierra Morena beherbergen ein breites Spektrum an Pflanzenarten, wobei Stein- und Korkeichen sowie verschiedene, typisch mediterrane Straucharten vorherrschend sind. In diesem Gebiet leben zahlreiche für die mediterrane Fauna repräsentative Tierarten wie der Pardelluchs, der Wolf, der Schwarzstorch, der Fischotter, die nordafrikanische Ginsterkatze und der Siebenschläfer. Des Weiteren findet man hier eine Vielzahl von Greifvögeln: Mönchsgeier, Stein- und Schlangenadler, Sperber, Wanderfalken u.v.m.
Kulturelle Information: Die Bewohner der Gegend haben es verstanden, die wichtigsten natürlichen Ressourcen des Reservats auf verschiedene Weise zu nutzen. Beispiele hierfür sind die Gewinnung von Kork aus den Korkeichen, die Jagd sowie die Nutzung des Weidelands für die Zucht von Kampfstieren und iberischen Schweinen. Dieser Naturraum setzt sich insgesamt aus 43 Gemeinden in drei andalusischen Provinzen zusammen. Besonders hervorzuheben sind hierbei malerische Bergdörfer wie Hornachuelos, Aracena, Jabugo und Cazalla de la Sierra.
In Reserva de la Biosfera Dehesas de Sierra Morena können Sie
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Wo ist es?

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