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Burgos

Burgos

Autonome Region: Kastilien-León

Provinz / Insel: Burgos

Wenige Kilometer von der archäologischen Fundstätte Atapuerca, die zum Weltkulturerbe gehört, entfernt befindet sich die Stadt Burgos, durch die der Fluss Arlanzón fließt. Als militärische Posten gegründet, entwickelte sich der Ort im Mittelalter nach und nach zu einer Handelsstadt mit großer Wirtschaftskraft. Zu dieser Entwicklung trug auch die Tatsache bei, dass Burgos vom 10. bis zum 15. Jahrhundert Hauptstadt des vereinten Königreichs Kastilien-León war, sowie die ausgezeichnete Lage am Jakobusweg und das Monopol über den Handel mit Merinowolle. Dieser Glanz hat deutliche Spuren im heutigen Burgos hinterlassen.

Zu Füßen einer Anhöhe, auf der sich die Burgruine befindet und von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt genießt, erstreckt sich das Altstadtviertel. Hier sollte man sich besonders den San-Esteban-Bogen im Mudéjarstil und die gleichnamige gotische Kirche ansehen, in welcher das Retabel-Museum untergebracht ist. Ein weiterer bedeutender Sakralbau ist die Kirche San Nicolás, in der man ein herrliches, vielfarbiges Alabasterretabel bewundern kann.

Weltkulturerbe

Das Meisterwerk der Architektur in Burgos ist jedoch zweifellos die Kathedrale, welche von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Sie wurde über einer romanischen Struktur im Stil der französisch-normannischen Gotik errichtet. Die Filigranarbeiten an den schmalen Turmhelmen und der Außenseite der Kronfeldherrenkapelle (Capilla del Condestable) gehören zu den herausragendsten künstlerischen Meisterwerken. Diese Schönheit und architektonische Genialität setzt sich im Inneren der Kathedrale in einer langen Liste beeindruckender Werke fort: der sternförmigen Kuppel, die die Gräber des berühmten Cid und der Doña Jimena überdeckt, dem Chor, den Grüften und der Goldenen Treppe des einheimischen Architekten und Bildhauers Diego de Siloé, der als eine der bedeutendsten Figuren der spanischen Renaissance gilt.

Zu den schönsten Exemplaren der Profanarchitektur der Stadt gehören die Casa de Miranda und die Casa de Angulo, in denen das Museo de Burgos untergebracht ist. In diesem Museum sind bedeutende Sammlungen aus den Bereichen Archäologie und Schöne Künste ausgestellt. Das berühmteste Haus in Burgos ist jedoch die Casa del Cordón, in welcher Christoph Kolumbus nach seiner zweiten Reise nach Amerika von den Katholischen Königen empfangen wurde.

An beiden Enden des Altstadtkerns befinden sich bedeutende Bauwerke. Im Westen erhebt sich das Kloster Real Monasterio de las Huelgas Reales. Besonders sehenswert sind dort der gotische Kreuzgang und die Apóstol-Santiago-Kapelle. Daneben befindet sich das Museum für Wertvolle Stoffe (Museo de Ricas Telas), in dem man unter anderem die geschichtsträchtige Standarte besichtigen kann, die den Mauren in der Schlacht von Navas de Tolosa (im Jahre 1212) abgenommen wurde. Richtung Osten stößt man auf die Cartuja de Miraflores, in der man neben anderen Kunstwerken ein beeindruckendes, vielfarbiges Retabel bewundern kann. Es heißt, seine Verzierungen wurden mit dem ersten Gold angefertigt, das nach der Entdeckung Amerikas nach Spanien gelangte.

Die Provinz Burgos

Durch ihre ausgezeichnete Lage bietet sich die Provinzhauptstadt Burgos wunderbar als Ausgangspunkt für Ausflüge in die gesamte gleichnamige Provinz an. Auf interessanten Routen hat man die Möglichkeit, den Charakter Kastilien-Leóns näher kennen zu lernen. Eine dieser Routen führt von Burgos aus durch die Uferlandschaften des Flusses Arlanza, vorbei an mittelalterlichen Kirchen und Klöstern, Feudalburgen und Renaissance-Palästen. Diese Schmuckstücke der lokalen Architektur findet man in Orten wie Lerma, Santo Domingo de Silos und Quintanilla de las Viñas.

Die Provinz Burgos wird von der Pilgerroute Camino de Santiago (Jakobusweg) durchquert, welche zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Dabei handelt es sich um einen künstlerisch-kulturellen Weg, der von Kirchen, Wallfahrtskapellen und Pilgerhospitälern gesäumt wird, z.B. in Orten wie Belorado, Villafranca Montes de Oca und Castrogeriz.

Die Gegend Ribera del Duero, eines der bekanntesten Weinbaugebiete Spaniens, überrascht durch Ortschaften mit sehr historischem Flair. In Aranda, Peñaranda und Roa (alle am Duero gelegen) findet man gotische Reliefs, Deckentäfelungen im Renaissancestil sowie interessante Weinkeller.

Die volkstümliche Architektur kann man überall bewundern, in Tälern mit dichter Vegetation, auf Hochebenen und auf kargem Brachland. In einer Vielzahl von Städten und Ortschaften kann man nicht nur die jeweiligen Sehenswürdigkeiten besichtigen, sondern hat auch die Möglichkeit, verschiedenste umweltschonende Sportarten zu betreiben. Miranda del Ebro, Treviño und Villasana de Mena sind dabei besonders zu empfehlen.

Eines haben all diese Orte gemeinsam, eine äußerst charakteristische Küche. Diese zeichnet sich durch ihre große Vielfalt an regionalen Zutaten wie Hülsenfrüchten, luftgetrockneten Wurstwaren, Wildfleisch und vielem mehr aus. Die typischsten Hauptgerichte sind im Holzofen gebratenes Milchlamm, Forelle in Marinade und geschmorter Kabeljau. Zum Nachtisch sind die sog. Yemas (aus Zucker und Eigelb), Frischkäse mit Walnüssen und Honig oder kandierte Mandeln zu empfehlen. Zu all diesen Köstlichkeiten trinkt man am besten Weine mit der Herkunftsbezeichnung Ribera del Duero.

Beenden

Die Stadt Burgos in der Autonomen Region Kastilien-León liegt direkt am Jakobusweg und bewahrt bedeutende Zeugnisse ihrer Blütezeit im Mittelalter. Die Stadt, die fünf Jahrhunderte lang die Hauptstadt des vereinten Königreichs Kastilien-León war, besitzt mit ihrer Kathedrale, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde, eines der Meisterwerke der spanischen Gotik. Nicht nur die Altstadt von Burgos sondern auch die gesamte Provinz ist äußerst sehenswert. Diese erkundet man am besten über die interessanten Routen durch die Täler der Flüsse Duero und Arlanza. Ausgezeichnete Orte, um die schmackhafte, vielfältige lokale Küche kennen zu lernen. Weiterlese

Wenige Kilometer von der archäologischen Fundstätte Atapuerca, die zum Weltkulturerbe gehört, entfernt befindet sich die Stadt Burgos, durch die der Fluss Arlanzón fließt. Als militärische Posten gegründet, entwickelte sich der Ort im Mittelalter nach und nach zu einer Handelsstadt mit großer Wirtschaftskraft. Zu dieser Entwicklung trug auch die Tatsache bei, dass Burgos vom 10. bis zum 15. Jahrhundert Hauptstadt des vereinten Königreichs Kastilien-León war, sowie die ausgezeichnete Lage am Jakobusweg und das Monopol über den Handel mit Merinowolle. Dieser Glanz hat deutliche Spuren im heutigen Burgos hinterlassen.

Zu Füßen einer Anhöhe, auf der sich die Burgruine befindet und von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt genießt, erstreckt sich das Altstadtviertel. Hier sollte man sich besonders den San-Esteban-Bogen im Mudéjarstil und die gleichnamige gotische Kirche ansehen, in welcher das Retabel-Museum untergebracht ist. Ein weiterer bedeutender Sakralbau ist die Kirche San Nicolás, in der man ein herrliches, vielfarbiges Alabasterretabel bewundern kann.

Weltkulturerbe

Das Meisterwerk der Architektur in Burgos ist jedoch zweifellos die Kathedrale, welche von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Sie wurde über einer romanischen Struktur im Stil der französisch-normannischen Gotik errichtet. Die Filigranarbeiten an den schmalen Turmhelmen und der Außenseite der Kronfeldherrenkapelle (Capilla del Condestable) gehören zu den herausragendsten künstlerischen Meisterwerken. Diese Schönheit und architektonische Genialität setzt sich im Inneren der Kathedrale in einer langen Liste beeindruckender Werke fort: der sternförmigen Kuppel, die die Gräber des berühmten Cid und der Doña Jimena überdeckt, dem Chor, den Grüften und der Goldenen Treppe des einheimischen Architekten und Bildhauers Diego de Siloé, der als eine der bedeutendsten Figuren der spanischen Renaissance gilt.

Zu den schönsten Exemplaren der Profanarchitektur der Stadt gehören die Casa de Miranda und die Casa de Angulo, in denen das Museo de Burgos untergebracht ist. In diesem Museum sind bedeutende Sammlungen aus den Bereichen Archäologie und Schöne Künste ausgestellt. Das berühmteste Haus in Burgos ist jedoch die Casa del Cordón, in welcher Christoph Kolumbus nach seiner zweiten Reise nach Amerika von den Katholischen Königen empfangen wurde.

An beiden Enden des Altstadtkerns befinden sich bedeutende Bauwerke. Im Westen erhebt sich das Kloster Real Monasterio de las Huelgas Reales. Besonders sehenswert sind dort der gotische Kreuzgang und die Apóstol-Santiago-Kapelle. Daneben befindet sich das Museum für Wertvolle Stoffe (Museo de Ricas Telas), in dem man unter anderem die geschichtsträchtige Standarte besichtigen kann, die den Mauren in der Schlacht von Navas de Tolosa (im Jahre 1212) abgenommen wurde. Richtung Osten stößt man auf die Cartuja de Miraflores, in der man neben anderen Kunstwerken ein beeindruckendes, vielfarbiges Retabel bewundern kann. Es heißt, seine Verzierungen wurden mit dem ersten Gold angefertigt, das nach der Entdeckung Amerikas nach Spanien gelangte.

Die Provinz Burgos

Durch ihre ausgezeichnete Lage bietet sich die Provinzhauptstadt Burgos wunderbar als Ausgangspunkt für Ausflüge in die gesamte gleichnamige Provinz an. Auf interessanten Routen hat man die Möglichkeit, den Charakter Kastilien-Leóns näher kennen zu lernen. Eine dieser Routen führt von Burgos aus durch die Uferlandschaften des Flusses Arlanza, vorbei an mittelalterlichen Kirchen und Klöstern, Feudalburgen und Renaissance-Palästen. Diese Schmuckstücke der lokalen Architektur findet man in Orten wie Lerma, Santo Domingo de Silos und Quintanilla de las Viñas.

Die Provinz Burgos wird von der Pilgerroute Camino de Santiago (Jakobusweg) durchquert, welche zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Dabei handelt es sich um einen künstlerisch-kulturellen Weg, der von Kirchen, Wallfahrtskapellen und Pilgerhospitälern gesäumt wird, z.B. in Orten wie Belorado, Villafranca Montes de Oca und Castrogeriz.

Die Gegend Ribera del Duero, eines der bekanntesten Weinbaugebiete Spaniens, überrascht durch Ortschaften mit sehr historischem Flair. In Aranda, Peñaranda und Roa (alle am Duero gelegen) findet man gotische Reliefs, Deckentäfelungen im Renaissancestil sowie interessante Weinkeller.

Die volkstümliche Architektur kann man überall bewundern, in Tälern mit dichter Vegetation, auf Hochebenen und auf kargem Brachland. In einer Vielzahl von Städten und Ortschaften kann man nicht nur die jeweiligen Sehenswürdigkeiten besichtigen, sondern hat auch die Möglichkeit, verschiedenste umweltschonende Sportarten zu betreiben. Miranda del Ebro, Treviño und Villasana de Mena sind dabei besonders zu empfehlen.

Eines haben all diese Orte gemeinsam, eine äußerst charakteristische Küche. Diese zeichnet sich durch ihre große Vielfalt an regionalen Zutaten wie Hülsenfrüchten, luftgetrockneten Wurstwaren, Wildfleisch und vielem mehr aus. Die typischsten Hauptgerichte sind im Holzofen gebratenes Milchlamm, Forelle in Marinade und geschmorter Kabeljau. Zum Nachtisch sind die sog. Yemas (aus Zucker und Eigelb), Frischkäse mit Walnüssen und Honig oder kandierte Mandeln zu empfehlen. Zu all diesen Köstlichkeiten trinkt man am besten Weine mit der Herkunftsbezeichnung Ribera del Duero.

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