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Lage

Autonome Region:
Madrid

Provinz / Insel:
Madrid

Madrid


Wenn Sie Madrid besuchen, sollten Sie unbedingt einen halben Tag für das Kennenlernen von San Lorenzo de El Escorial einplanen. Der Besuch ist ein absolutes Muss. Dort erwartet Sie das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Kloster, das in seinem Innern zahlreiche Geheimnisse der spanischen Geschichte birgt. Zudem entdecken Sie einen Ort voller Charme, eingebettet in eine schöne Naturlandschaft.



ANREISE VON MADRID AUS

Mit dem Bus: Buslinien 661 und 664 im Umsteigebahnhof Moncloa. Fahrtdauer ca. 1 Stunde. Fahrpreis ca. 4,20 €. Die Fahrscheine sind beim Busfahrer erhältlich. Mit dem Zug: Bahnlinie C8a vom Bahnhof Atocha. Fahrtdauer ca. 1 Stunde. Fahrpreis ca. 3,30 €. Die Fahrscheine sind am Schalter erhältlich. Mit dem Auto: Madrid-San Lorenzo de El Escorial; A-VI bis Las Rozas, dann abbiegen auf die Landstraße M-505; oder A-VI bis zum Abzweig auf die Landstraße M-600.

8.00 Uhr. Von Madrid aus:

Wir fahren früh los, um den Ausflug voll auszukosten. Am besten nimmt man die Buslinie 664, denn sie verkehrt auf dem direktesten Weg und endet nur knapp 200 Meter vom Kloster entfernt (nur der Calle Juan de Toledo folgen). Den Zug, der über einen Kilometer vom Ortskern entfernt hält, sollte man sich für die Rückfahrt aufheben. Wer die Zugfahrt jedoch vorzieht, kann San Lorenzo de El Escorial zu Fuß (bergauf) oder mit dem innerstädtischen Bus zum Preis von ca. 1,30 € erreichen.

Königliches Kloster von San Lorenzo de El Escorial. Ein Besuch wie kein anderer.

(Etwa zweieinhalb Stunden – Empfohlene Uhrzeit: 9.00-11.30 Uhr) Da das Fremdenverkehrsbüro genau gegenüber dem Haupteingang des Klosters liegt, nutzen wir die Gelegenheit, das Interpretationszentrum kennen zu lernen (Englisch, Deutsch und Spanisch) und uns über Touren, Restaurants, die Geschichte der Stadt zu informieren oder unsere Kinder mit Spielen zu unterhalten. Das Personal ist sehr freundlich.

Die nächste und wichtigste Station ist das Kloster von San Lorenzo de El Escorial. Ein majestätischer Granitbau erhebt sich vor uns und entführt uns in eine Zeit, als El Escorial das politische Zentrum eines Weltreichs war. Vor uns liegt nicht nur ein Kloster, sondern auch ein großes Museum mit einem Pantheon, einem Palast und einer Basilika. Betreten wir nun das Gebäude. Wir sind dabei, das so genannte „achte Weltwunder“ zu entdecken. Nach der eingehenden Besichtigung des Klosters nutzen wir die Zeit, im Souvenirladen ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und in der Cafeteria (am Eingang) eine Stärkung zu uns zu nehmen.

BITTE BEACHTEN! Das Kloster ist montags geschlossen. Die Führung in kleinen Gruppen starten ca. alle 15. Minuten. Sie dauert 1 Stunde. Der Audioführer bietet Information auf Spanisch, Englisch, Französisch, Deutsch Italienisch und Portugiesisch. Mit der Eintrittskarte können Sie das Gebäude am Gültigkeitstag betreten und verlassen, so oft Sie wollen. –Die Basilika und der Schlachtensaal werden zurzeit renoviert.
 

Mönchsgarten und Pavillon Casita del Infante. Natur zu unseren Füßen

(Etwa eine Stunden – Empfohlene Uhrzeit: 11.30-12.30 Uhr). Nach Beendigung der Besichtigung gehen wir über den steinernen Hof des Klosters und machen einige schöne Fotos von den umgebenden Dienstgebäuden sowie dem Haus der Kronprinzen und dem Haus der Königin. Am Ende der Westfassade (rechts vom Zugang zum Kloster) stoßen wir auf die kleine Eingangstür zum Mönchsgarten. Der schöne Blick auf die Landschaft und einen Teich lässt unsere Phantasie ins 16. Jahrhundert schweifen.

An diesem Punkt angelangt, hängt die Fortsetzung der Tour von der Jahreszeit unseres Ausflugs ab. Folgt man dem Paseo de Carlos III leicht bergauf etwa 15 Minuten (Richtung Landstraße nach Ávila; ausgeschildert), gelangt man zum Pavillon Casita del Infante und der umgebenden Gartenanlage. Ein Besuch lohnt sich, denn der Blick auf den Herrería-Park ist sehr schön. Deshalb ist es das restliche Jahr über am besten, in den Paseo de los Alamillos einzubiegen und die Casa de la Compaña zu betrachten. Jetzt folgen wir der Calle Leandro Rubio bis ans Ende, wo sich das älteste Haus des Ortes, die Casa de Jacometrezzo, befindet.

Denkmalensemble. Ein Rundgang durch die Tradition

(Etwa eine Stunden – Empfohlene Uhrzeit: 12.30-13.30 Uhr). Die Strecken im historischen Ortskern von San Lorenzo de El Escorial sind kurz und zu Fuß gut zu bewältigen. So kann man die hübschen Plätze und die Freundlichkeit der Bevölkerung hautnah erleben. Es empfiehlt sich, an der Nordfassade des Klosters entlang zur zentral gelegenen Calle Floridablanca zu gehen. An dieser liegen mehrere historische Gebäude (alle mit Informationstafeln ausgestattet) wie beispielsweise linker Hand die Königlichen Kasernen und die drei früheren Dienstgebäude des Palasts, die so genannten „Casas de Oficios“, rechter Hand dagegen das Königliche Kolosseum Carlos III. Im Sommer werden dort in Straßencafés Erdmandelmilch und Eisbecher (köstlich) angeboten, die eine willkommene Erfrischung sind.
  Danach bummeln wir gemütlich durch die parallelen Straßen Calle Reina Victoria, Calle del Rey und Calle Juan de Leyva, um den Charme dieses einzigartigen Ausflugsziels voll auszukosten. Dort gibt es zahlreiche Läden mit Kunsthandwerk, Keramik und antiquarischen Büchern, wo Sie Mitbringsel einkaufen können. Auf unserem Weg passieren wir Baudenkmäler aus dem 18. Jahrhundert wie die Casa de las Columnas oder die Remisen des Königs (am Ende der Calle Juan de Leyva). Dieses Gebäude enthält ein hübsches Museum, das einen Besuch wert ist. Ein Tipp? Gehen Sie auch in die an das Museum angeschlossene Buchhandlung und erwerben Sie dort Mitbringsel wie zum Beispiel die Gedenkmedaille von San Quintín. Vor dem Essen sollten Sie noch eine typische lokale Nascherei wie Veilchenbonbons oder die so genannten „Bizcochelas“ (Kuchen mit Schokolade und Eigelb) kaufen. BITTE BEACHTEN! Es ist besser, die Einkäufe vor dem Essen zu erledigen, denn viele Geschäfte schließen zwischen 14.00 und 17.00 Uhr. Obwohl die Entfernungen gering sind, sollten Sie bequeme Schuhe tragen. Das Museum der Königlichen Remisen bietet Information auf Spanisch, Englisch und Französisch.  

Essen im historischen Zentrum

(Etwa eineinhalb Stunden – Empfohlene Uhrzeit: 13.30-15.00 Uhr). Nach einem Vormittag voller neuer Eindrücke ist es nun Zeit, in eines der vielen Lokale im historischen Stadtkern einzukehren und dort traditionelle Fleischgerichte (Ochsenfilet oder Kalbssteak), Schmorgerichte oder Eintopfgerichte zu kosten. Am besten geht man durch die Calle Patriarca wieder auf die Calle Floridablanca, um in einem Restaurant mit Blick auf das Kloster zu essen. Die Straßen der Altstadt (San Antón, Camino Horizontal, Plaza San Lorenzo) sind mit Restaurants, Bars und Tavernen übersät, die beispielsweise luftgetrocknete Schweinelende und Ibérico-Schinken anbieten. Wir genießen unser Essen im monumentalen Rahmen, in dem wir es einnehmen. Zudem sind die Preise nicht allzu hoch.

Der Prinzenpavillon. Rückfahrt nach Madrid

(Etwa eine Stunde – Empfohlene Uhrzeit: 15.00-16.00 Uhr). Wir machen uns auf den Rückweg. Dazu bietet sich besonders der Zug an, denn der Bahnhof liegt direkt am Prinzenpavillon. Die Gärten sind jedoch ganzjährig zugänglich. Von der Calle Floridablanca aus gehen wir über den Plaza Virgen de Gracia an dem zur Linken befindlichen Haus der Thronfolgerfamilien vorbei. Etwas weiter überqueren wir die Straße und stoßen auf den Eingang der Gartenanlage. Mit dem Kloster im Rücken gehen wir die breite Allee hinunter, bis wir beim Prinzenpalais ankommen. Nach der Besichtigung, die den Tag abschließt, bleibt noch Zeit für eine Erfrischung auf der Terrasse am Eingang des Baus. Der Bahnhof liegt genau gegenüber. Die Fahrt nach Madrid dauert ungefähr eine Stunde, sodass wir um ca. 17.00 Uhr am Bahnhof Atocha ankommen. Vergessen Sie nicht, dass Sie Bizcochelas gekauft haben. Jetzt ist es Zeit, sie zu kosten. BITTE BEACHTEN! Der Besuch des Prinzenpalais muss vorher unter der Telefonnummer +34 918905902-03 angemeldet werden.

EMPFOHLENE TAGE UND ZEITRÄUME:

Im August finden die Feierlichkeiten zu Ehren des Stadtpatrons San Lorenzo statt. Im September durchzieht die Wallfahrt der Virgen de Gracia die Straßen. In der Weihnachtszeit wird auf dem Plaza de Benavente eine Krippe mit lebensgroßen Figuren aufgebaut. VORSCHLÄGE FÜR DEN NACHMITTAG Segovia, Ávila, Toledo und Salamanca liegen verkehrsgünstig angebunden ganz in der Nähe.




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