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Lage

Autonome Region:
Madrid

Provinz / Insel:
Madrid

Madrid


ANREISE VON MADRID AUS

Wir schlagen Ihnen vor, während Ihres Madridaufenthalts einen Ausflug in das südlich der Stadt gelegene Aranjuez zu machen. Die Anfahrt ist kurz und einfach, und Sie werden schnell verstehen, warum die UNESCO den Ort zur kulturellen Landschaft im Rahmen des Welterbes erklärt hat. Die Parkanlage ist einfach spektakulär, und der sehenswerte Königspalast entführt Sie in die Vergangenheit von vor 500 Jahren. Ein Ausflug, der sich auf jeden Fall lohnt.

Mit dem Bus: Vom Busbahnhof Estación Sur de Autobuses de Madrid (C/ Méndez Álvaro) etwa alle 15 Minuten. Fahrtdauer ca. 50 Minuten. Fahrpreis ca. 3,50 €. Die Fahrscheine sind beim Busfahrer erhältlich. Mit dem Zug: Linie C3 ab Bahnhof Atocha oder Chamartín. Fahrtdauer ca. 50 Minuten. Fahrpreis ca. 3 €. Die Fahrscheine sind am Schalter erhältlich. Der Erdbeerzug: An mehreren Wochenenden von Mai bis Oktober legt dieser Zug mit Holzwaggons vom Anfang des 20. Jahrhundert die Strecke Atocha-Aranjuez zurück. Während der Fahrt servieren historisch gekleidete Hostessen die charakteristischen Erdbeeren. Das Ticket umfasst eine Stadtbesichtigung. Mit dem Auto: 49 Kilometer südlich von Madrid über die N-IV.



8.30 Uhr. Abfahrt aus Madrid und Besuch des Königspalasts

Wir fahren früh los, um so bald wie möglich in Aranjuez zu sein und den Königspalast in aller Ruhe besuchen zu können. Am bequemsten ist der Zug, da der Bahnhof nur 10 Minuten vom Schloss entfernt ist. Man geht auf der Calle de la Estación geradeaus, biegt links ab in die baumbestandene Avenida del Palacio, und erreicht den Palast. Wir gelangen auf den Plaza Elíptica, der einen spektakulären Blick auf das Bauwerk gewährt. Dort befindet sich auch ein Fremdenverkehrsbüro, wo wir die notwendigen Informationen erhalten.

Nachdem wir auf dem weitläufigen Plaza de Armas ein paar Erinnerungsfotos geschossen, beginnen wir mit der Besichtigung. Schnell versteht man, warum so viele spanische Könige hier ihre Feste feierten und das Frühjahr verbrachten. Es gibt zwei unterschiedliche Besichtigungsoptionen: Den freien Besuch und die Führung. Wir schließen uns einer Führung an, denn nur so gelangen wir auch in die königlichen Privatgemächer. Ein echtes Privileg.

BITTE BEACHTEN!

Die Führung in kleinen Gruppen startet ca. alle 15. Minuten. Sie dauert eineinviertel Stunden. Die restliche Besichtigung einschließlich des Museums des Palastlebens ist frei. Der Audioführer und die Führung bieten Information auf Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Deutsch.
 

Parterre-Garten und Inselgarten. Spaziergang mit Skulpturen

(Ca. eine Stunde. Empfohlene Uhrzeit: 11.30-12.30 Uhr). Am Ausgang gehen wir nach links und erreichen den kleinen Eingang des Parterre-Gartens. Gleich beim Betreten der Anlage erleben wir eine völlig andere Ansicht der Ostfassade des Prachtbaus. Wir schlendern durch den gut gepflegten Park mit mythologischen Figuren. Besonders beeindruckend ist darunter die Herkulesstatue. Etwas weiter überqueren wir ein Brückchen, das in den vom Wasser des Tajo umflossenen Inselgarten führt. Dieser Teil des Parks ist bedeutend größer. Rechter Hand liegt ein schöner Wasserfall, dessen deutlich zu vernehmendes Plätschern ihm die Bezeichnung Kastagnetten-Kaskade eingebracht hat. Die Wege säumen zahlreiche mythologische Statuen, die uns daran erinnern, dass wir an einem fast magischen Ort sind. Am besten geht man die breite Hauptpromenade entlang und liest die Inschriften jeder Plastik, setzt sich an dem hübschen Platz des „Knaben mit Dorn“ und lauscht dem Plätschern der Brunnen und dem Vogelgezwitscher, um dann über die Terrasse mit Blick auf den Fluss den Rückweg anzutreten.

Altstadt und Stierkampfarena Die spanische „Nationalfeier“ erleben

(Ca. eineinviertel Stunden. Empfohlene Uhrzeit: 12.30-14.00 Uhr). Nach unserem Gang durch den Park können wir die Zeit nutzen, um ein paar Souvenirs im Andenkenladen gegenüber dem Schloss einzukaufen. Dann ist es Zeit für einen Bummel durch die Altstadt. Durch die Calle de San Antonio gelangt man zur Calle Capitán Angosto Gómez Castrillón, einer perfekten Einkaufs- und Flaniermeile. Hinter uns die Hofkirche San Antonio. Weiter die Straße entlang stößt man zu beiden Seiten auf mehrere Sehenswürdigkeiten, das Kulturzentrum Isabel de Farnesio, den Medinaceli-Palast und das frühere Krankenhaus San Carlos. In dieser Gegend verbirgt sich hinter einigen Hausfassaden eine Überraschung: regionaltypische Mehrfamilienwohnanlagen, die um einen Innenhof herum angeordnet sind. Im Sommer stößt man dort häufig auf Anwohner, die an der eigenen Haustür Obst verkaufen (vor allen in der Calle Eras). Sonst können Sie Obst und Gemüse, beispielsweise die lokal angebauten Erdbeeren oder Spargel, auch in der Markthalle kaufen oder in der Calle Almíbar hausgemachte Konfitüren erstehen. In aller Ruhe erreichen wir die Stierkampfarena aus dem 18. Jahrhundert (eine der wenigen, die aus dieser Zeit noch erhalten sind). Obwohl von außen recht schlicht, erwartet uns im Innern eine unterhaltsame Führung durch die Arena, die Kapelle, die Zwinger, die Gasse, die Tribünen und Schutzwände und das hübsche Stierkampfmuseum. Man kann sogar selbst einmal die Capa nehmen und eine Figur ausprobieren.

BITTE BEACHTEN!

Die Führung durch die Stierkampfarena und das Museum sollten Sie im Voraus telefonisch unter +34 918921643 reservieren. Die Führung durch die Stierkampfarena und das Museum findet montags bis samstags um 11.00, 12.00 und 13.00 Uhr statt. Freitags und samstags finden um 17.00 und 18.00 Uhr weitere Führungen statt. Nur auf Spanisch; Dauer ca. 50 Minuten.
 

Typisch essen in Aranjuez

(Ca. eine Stunde. Empfohlene Uhrzeit: 14.00-15.00 Uhr). Nach unserem Ausflug in die Welt der Toreros, kehren wir in die Gegend des Parterre-Gartens und die Calle de la Reina zurück, wo es zahlreiche Restaurants, Grillrestaurants und Lokale mit innovativer Küche gibt. Einige von ihnen, wie beispielsweise das bekannte „El Rana Verde“ (gegenüber dem Schloss direkt neben dem Park) liegen direkt am Tajo. Auf diese Weise genießt man einen einzigartigen Blick, während man köstliche, typische Gerichte wie Fasan auf Jägerart oder Gemüse vom Tajoufer zu sich nimmt. In der Saison (Frühjahr und Sommer) bieten in dieser Gegend viele Stände Erdbeeren zum Kauf an. Und im Sommer kann man in den „gangos“ genannten Ausflugslokalen an der Calle de la Reina zu Mittag essen, doch empfehlen sie sich aufgrund der vom Fluss aufsteigenden Kühle besonders in den Abendstunden. Eine Erfrischung in Form eines köstlichen Sorbets bekommt man auch an den Ständen am Anfang der Calle del Príncipe und der Calle de las Infantas. Man kann die Gelegenheit auch zum Kauf weiterer Souvenirs nutzen.

Durch den Prinzengarten. Chiquitrén und Ausflugsschiff

(Ca. drei Stunden. Empfohlene Uhrzeit: 15.00-18.00 Uhr). Neben dem Fremdenverkehrsbüro am Königspalast befindet sich der Stand, an dem man die Fahrscheine für den so genannten Chiquitrén erwerben kann. Der Miniaturzug fährt durch einen Teil der Altstadt und den riesigen, spektakulären Prinzengarten, den größten und sicherlich auch eindrucksvollsten Park unseres Tagesausflugs. Wer mit Kindern unterwegs ist oder sich die Strapaze nicht zumuten möchte, ist mit der kommentierten Fahrt durch den etwa drei Kilometer langen Park gut beraten. Wir entscheiden uns für den Zug (eine Reminiszenz an die Zeit der Dampfloks) und erstehen ein Kombiticket, das uns später noch eine Bootsfahrt beschert. Unsere Fahrt durch den Park führt entlang an wundervollen Gartenlandschaften, Brunnen wie dem Narziss- und dem Apollobrunnen, über 30 Meter hohen jahrhundertealten Bäumen aus verschiedenen Teilen der Erde, märchenhaften Weihern wie dem Chinescos-Teich und vielem mehr. Mit von der Partie sind sicher auch Fasane, Eichhörnchen und Pfauen mit prachtvollen Schwanzfedern. All diese Schönheiten der Natur inspirierten auch das berühmte „Konzert von Aranjuez“.

Im Prinzengarten macht der Zug an zwei wichtigen Stellen Halt. Die erste ist das Museum der Königlichen Lustboote, wo die Nachen zu sehen sind, mit denen die Monarchie sich auf dem Tajo vergnügte. Der zweite Halt ist das Lustschloss Casa del Labrador, zu dem eine eindrucksvolle Magnolienallee führt. Wenn Sie sich im Voraus angemeldet haben, können Sie an einer etwa vierzigminütigen Führung durch das Schlösschen teilnehmen. Sobald wir wieder im Freien sind, genießen wir die gute Luft und den Duft der Blüten, bis der nächste Zug uns nach einer Fahrt durch die Altstadt erneut am Königspalast absetzt. Nach dieser angenehmen Tour überquert man jetzt am besten die Barcos-Brücke (am Ende des Parterre-Gartens) und geht bis zur Glorieta de Fernando VI, um dort ein leckeres Eis zu kaufen. Dort legt auch das Ausflugsschiff ab, dessen Fahrpreis im Kombiticket des Chiquitrén enthalten ist. Es ist vollkommen verglast und bietet während der Fahrt auf dem Tajo entlang am Prinzengarten wundervolle Ausblicke auf den königlichen Anleger und den Steg des Casa del Labrador. So fällt es nicht schwer, sich die Monarchen in der Vergangenheit bei ihren Bootspartien vorzustellen. Unser Schiff fährt einen Rundkurs ohne Zwischenhalt und erreicht erneut seinen Ausgangspunkt. Für uns ist es nun Zeit, nach Madrid zurückzukehren. Auf dem Weg zum Bahnhof lassen wir unsere Erlebnisse in dieser Stadt der Könige noch einmal Revue passieren.

BITTE BEACHTEN!

Der Chiquitrén kostet für Erwachsene etwa 5 €, für Kinder bis 13 Jahre etwa 3 €. Der Chiquitrén wartet am Casa de Marinos nur auf Gruppen von mehr als 20 Personen. Andernfalls muss man den nächsten Zug nehmen. Wenn der Chiquitrén am Lustschloss Casa del Labrador halten soll, muss dies am Ticketschalter angegeben werden. – Der Fahrpreis der Bootstour beträgt für Erwachsene etwa 7 €, für Kinder bis 13 Jahre etwa 4 €. Das Kombiticket für Chiquitrén und Bootstour kostet für Erwachsene etwa 10 €, für Kinder bis 13 Jahre etwa 6 €. Die Erklärungen sind auf Spanisch, Englisch und Französisch. Das Lustschloss Casa del Labrador erreicht man durch einen gesonderten Eingang (an der Calle de la Reina) und es ist nicht notwendig, den ganzen Park zu durchwandern.
 

EMPFOHLENE TAGE UND ZEITRÄUME:

Im Mai und Juni werden die so genannten Musikalischen Rundgänge durch die Gärten von Aranjuez angeboten. Sie enden mit zwei Konzerten in der Palastkapelle und im Lustschloss Casa del Labrador An allen Samstagen im Juni Frühjahrskonzert in der Kirche San Antonio Am ersten Septemberwochenende Gedenkfest der Revolte, eine als wertvoll für den nationalen Tourismus eingestufte Veranstaltung. Mehr als 200 Menschen tragen dabei historische Kostüme. 30. Mai Fiesta zu Ehren des hl. Ferdinand mit Musikveranstaltungen und Stierkämpfen.




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