Lage

Badajoz


Durch eine Straße mit Modeboutiquen schlendern und dann hinter der nächsten Straßenecke einen römischen Tempel entdecken. An einem Sommerabend unter freiem Himmel ein Theaterstück genießen und das in einem riesigen römischen Theater mit über 2.000-jähriger Geschichte. Auf einer Römerbrücke in die Stadt fahren und sich dabei einer römischen Festung nähern, die sich vor einem erhebt. So ist Mérida, die Stadt in Extremadura, die zum Weltkulturerbe gehört, und die Sie mit unserer Hilfe an einem Tag kennenlernen können.

In Mérida gibt es zwei Sehenswürdigkeiten, die Sie auf keinen Fall versäumen dürfen: das römische Theater und Amphitheater und das Nationalmuseum für Römische Kunst. Wir empfehlen Ihnen, sich bei der Planung des Tages vorher zu überlegen, ob Sie eine Sehenswürdigkeit lieber am Tage oder abends bei nächtlicher Beleuchtung kennenlernen möchten. Für jede der Sehenswürdigkeiten sollten Sie mindestens eine Stunde einplanen und selbst wenn Sie sich von dem Zauber der ersten treiben lassen möchten und die zweite nur ganz kurz besichtigen wollen, empfehlen wir Ihnen, insgesamt drei Stunden zu veranschlagen. Vielleicht ist es sogar eine gute Idee, eine Besichtigung vormittags zu machen und die andere auf den Nachmittag zu legen. Dadurch können Sie den Vormittag nutzen, um andere Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die sich nicht in unmittelbarer Nähe befinden, und am Nachmittag einen netten Spaziergang durch das Geschäftsviertel zu machen.



Vormittags: Römisches Theater und Amphitheater.

Es war der wichtigste Ort der Freizeitgestaltung, des Vergnügens und der unbändigen Unterhaltung in Augusta Emerita, der römischen Stadt des großen Hispaniens, aus der das heutige Mérida hervorging. Das Amphitheater war Schauplatz für Tier- und Gladiatorenkämpfe, Nachahmungen kriegerischer Kampfeshandlungen und Exekutionen von Sklaven. Die heute noch vorhandenen Steine zeugen von einem Zuschauerraum, der bis zu 10.000 Personen fasste. Hochrufe, Beifallsrufe, Schreie, das Brüllen von Tieren.... das Leben der Römer in reinster Form. Sie können die Räume betreten, in denen die Kämpfer und Tiere eingesperrt waren, und sogar auf das Feld gehen, wo die Kämpfe stattfanden. Folgen Sie der Route des Besuchs, kommen Sie zum monumentalen römischen Theater. Die Marmorsäulen, die Stürze, die Skulpturen und sogar der Bühnenboden sind Originalteile des römischen Theaters. Die Westgoten zerstörten das Theater zwar, um die Quadersteine zur Verstärkung der Stadtmauer zu verwenden, doch diese Teile wurden bei Ausgrabungen wiedergefunden und dank ihre hervorragenden Restaurierung konnte die wohl raffinierteste Bühne des kulturellen Lebens des alten und des heutigen Mérida originalgetreu wieder hergestellt werden. Dieses Theater wird heute noch als solches genutzt. In den Monaten Juli und August findet dort das Internationale Festival für klassisches Theater statt. Folgendes: Wenn Sie in einer der Rangreihen stehen und nachdem Sie diese großartige Bühne voller Staunen auf sich haben wirken lassen, dann werfen Sie einmal einen Blick auf die Reste der Quadersteine aus Marmor, die sich in den ersten Reihen des Zuschauerraums befinden. Dies war der Ort, der für die Senatoren reserviert war, für den man edlere Materialien verbaut hatte. Eine Kuriosität: Frauen, Freigelassene und Sklaven mussten mit den Sitzreihen im oberen Teil vorlieb nehmen. Ein Hinweis: Wenn Sie das Theater tagsüber besichtigen, dann werden Sie staunen, doch abends bei Dunkelheit und Beleuchtung ist es ein ganz neues Erlebnis. Der Vormittag ist auch ein idealer Zeitpunkt, um einige Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, die nicht ganz in der Nähe sind, wie den Aquädukt Los Milagros gegenüber einer Brücke römischen Ursprungs. Wir empfehlen Ihnen, sich ganz früh am Morgen zum Aquädukt aufzumachen, weil die Umgebung dort grün ist und man die Besichtigung mit einem herrlichen Spaziergang verbinden kann. Außerdem sehen Sie zu dieser Uhrzeit, wie die Sonne sich langsam zwischen den Bögen erhebt und ihr Licht auf dieses Bauwerk wirft. Je nachdem um wie viel Uhr Sie das Theater und das Amphitheater besichtigen und wie hungrig Sie dann sind, könnte der Besuch der beiden folgenden Sehenswürdigkeiten in der Nähe interessant für Sie sein. Wenn Sie sich vor der Anlage befinden und den Wegweisern nach links folgen, gehen Sie in Richtung der Reste der Thermen und des Aquädukts San Lázaro. Gegenüber befindet sich der ehemalige Römische Zirkus. Dort gibt es ein Informationszentrum und einen Aussichtspunkt, von dem aus man den Zirkus vollständig überblicken kann, so dass man eine Vorstellung davon bekommt, wie dieser Bau mit einem Zuschauerraum für 30.000 Personen ausgesehen haben mag. Wenn Sie dem Wegweiser vom römischen Theater aus allerdings nach rechts folgen, dann kommen Sie zum Mithräum und zu den Kolumbarien, die sich beide gegenüber der Stierkampfarena befinden. Besonders interessant ist das Mithräum, ein herrschaftliches Römerhaus, in dem noch zahlreiche Zimmer erhalten sind, von denen einige noch über Malereien verfügen, die zum Verständnis des Lebens der Römer beitragen. Die Kolumbarien zeigen den Besuchern etwas über die Beerdigungsrituale und die Beerdigungen in der Geschichte Méridas.  

Typische Küche

Es ist an der Zeit, eine Pause einzulegen und die traditionelle Küche Extremaduras zu probieren. In dem Stadtgebiet, wo sich die Sehenswürdigkeiten befinden, gibt es unzählige Restaurants, die von Tagesmenüs bis hin zu einer umfangreichen Auswahl an bekannten Tapas der Gegend alles anbieten. Typisch sind Brotkrumen auf Art der Extremadura und alle vom Iberischen Schwein erzeugten Produkte wie Ibérico-Schinken, Ibérico-Presa (Schulterstück), Ibérico-Filet, Blutwurst oder Chorizos. Auch Salate wie Zorongollo oder Cojondongo stehen auf der Karte. Beim Wein ist der lokale Ribera del Guadiana zu empfehlen.

Nachmittags: Nationalmuseum für Römische Kunst Mérida

Das Gebäude wurde von dem spanischen Architekten Rafael Moneo entworfen und ist wie ein Tor zum Römischen Reich. Einige Beispiele: auf der hinteren Seite des Hauptsaals dominiert ein riesiges Dekorationselement des Portals des Forums, an den Wänden hängen beeindruckende Originalmosaiken , im Kellergeschoss ist eine Krypta mit heimischen Bauelementen und ein Teilstück der Römerstraße zu sehen... Wir empfehlen Ihnen den Besuch der Website „España es Cultura“ (Spanien ist Kultur), wo Sie sich im Einzelnen die wichtigsten Werke ansehen können. Nach der Besichtigung des Museums, schlagen wir einen Spaziergang vor, um den Sonnenuntergang an der Römerbrücke und die dortigen Grünanlagen zu sehen. Außerdem gibt es auf dem Weg dorthin Einiges, was man nicht versäumen sollte. Folgen Sie den Wegweisern, die zur Calle Sagasta führen, und schon bald stehen Sie am Portal des Forums und vor allem am Diana-Tempel, hinter dem sich ein palastartiges Haus aus dem 15. Jahrhundert befindet. Ein Rat: Kehren Sie bei Dunkelheit an diesen Ort zurück, um den Anblick des beleuchteten Tempels zu genießen. Wenn Sie geradeaus weitergehen, kommen Sie zum arabischen Alkazar und zur Römerbrücke. Der Alkazar beherbergt Überreste aus verschiedenen Epochen wie die Hauptstraße der Stadt aus der Römerzeit, eine Zisterne mit einer Kombination aus römischen und arabischen Dekorationselementen und den Grundriss einer früheren Moschee. Außerdem bietet er einen Panoramablick auf den Guadiana und die darüber führende Römerbrücke. Nach dem Überqueren der Brücke können Sie in den dortigen Grünanlagen spazieren gehen und von dort aus herrliche Fotos von den Baudenkmälern auf dieser Seite machen.  

Die letzten Stunden und das Abendessen

Nach einem Tag, der mit Besichtigungen von Kulturgütern ausgefüllt war, schlagen wir einen Spaziergang im Geschäftsviertel rund um die Calle Santa Eulalia vor, damit Sie einen Eindruck vom Ambiente der Stadt bekommen. Setzen Sie sich zum Ausruhen auf eine Bank auf der Plaza de España oder der Plaza de la Constitución. Während des Rundgangs können Sie auch den Trajansbogen sehen. Die Gegend eignet sich ideal für eine Runde durch verschiedene Tapas-Bars, um die unterschiedlichen Tapas zu probieren.

Bitte beachten

Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Mérida vorgestellt, doch es gibt noch andere, die Sie insbesondere dann besichtigen können, wenn Sie einen mehrtägigen Aufenthalt planen: a) Basilika Santa Eulalia und ihre Krypta. An ihrem Eingang befindet sich ein kleiner Gebetsraum, dessen Portal aus Marmorstücken besteht, die aus einem dem Gott Mars gewidmeten Tempel stammen. b) Archäologische Anlage Morerías mit Überresten von römischen, arabischen, westgotischen und andalusischen Bauten. c) Westgotensammlung, zu der einige der schönsten Beispiele westgotischer Skulpturen Spaniens gehören. d) Proserpina-Stausee, nur fünf Kilometer von der Stadt entfernt. Die Staumauer zählt zu den größten Bauten ihrer Art in der Antike. Ganz in der Nähe befindet sich das Wasser-Informationszentrum und eine Grünzone zum Spazierengehen, wo es auch zahlreiche Restaurants gibt. Mit der Eintrittskarte zum Amphitheater und zum Römischen Theater erhält man auch Einlass in die Festung, ins Mithräum, zum Römischen Zirkus, zu den Kolumbarien, zur archäologischen Anlage Morerías und zur Krypta Santa Eulalia. Sie ist in jeder der Sehenswürdigkeiten erhältlich. Gegenüber dem Amphitheater und dem Römischen Theater finden Sie ein Fremdenverkehrsbüro. Ein weiteres gibt es in der Calle Santa Eulalia. Informieren Sie sich über Führungen zu dem aus Römischem Theater und Amphitheater bestehenden Ensemble. Es werden auch Führungen bei Dunkelheit angeboten.



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