Die Route der drei Heiligtümer: Juwele der Sakralkunst im Baskenland




Lage

Gipuzkoa


Wir laden Sie ein in die magischen Täler von Guipúzcoa im Baskenland im Norden Spaniens. Dort umgibt die Natur drei sagenumwobene Gotteshäuser unterschiedlicher Stilrichtungen, die die „Tour der drei Heiligtümer“ bildet. Möchten Sie wissen, was es damit auf sich hat? Dann begleiten Sie uns auf dieser Tour durch einige der schönsten Landstriche des Grünen Spaniens.

Es gibt wundervolle Orte, die Vergangenheit und Spiritualität heraufzubeschwören scheinen. Zu diesen zählen das Heiligtum von Loyola, die Wallfahrtskirche Santa María La Antigua und das Heiligtum von Arantzazu, die drei sehenswerten Gotteshäuser, die durch eine zirka 40 Kilometer lange Tour durch das Landesinnere von Guipúzcoa miteinander verbunden sind. Trotz der geringen Entfernung taucht der Reisende ein in eine eigene Welt, die schöne Naturräume wie die Täler des Urola und des Deba, traditionelle Bauernhäuser sowie das reiche kunsthistorische Legat des Baskenlandes zu bieten hat. Beginnen wir unsere Tour:

Geburtsort des hl. Ignatius von Loyola

Eine der Optionen ist, die Tour in Azpeitia im berühmtesten Gebäude des Ortes zu beginnen: das Heiligtum von Loyola aus dem 17. Jahrhundert. Es ist das erste der Gotteshäuser dieser Route und zudem eines der bemerkenswertesten Barockgebäude der Welt. Das Heiligtum wurde zu Ehren des hl. Ignatius von Loyola, dem Gründer der Gesellschaft Jesu, errichtet. Besonders überraschen die spektakuläre Kuppel, der Hochaltar aus Marmor und Jaspis mit einer in Silber gefertigten Figur des hl. Ignatius, aber auch die weitläufigen Gärten, die den Bau umgeben. Das Ensemble vervollständigen der Wohnturm derer von Loyola, wo der Heilige geboren wurde, und das Volkskundemuseum Caserío Errekarte. Des Weiteren empfehlen wir Ihnen in Azpeita den Besuch des Baskischen Eisenbahnmuseums und eine Radwanderung auf der Trasse der ehemaligen Bahnlinie des Urola.

Die „Kathedrale unter den Wallfahrtskirchen“

Von Azpeitia aus etwa 20 Kilometer ins Landesinnere stößt man auf den Ort Zumárraga, der in engem Zusammenhang mit der Eisenerzförderung steht (es gibt dort alte Eisenhütten, Mühlen und Stauseen) und über ein reiches kunsthistorisches Erbe verfügt. Besonders reizvoll ist dort jedoch der Besuch des zweiten Gotteshauses unserer Tour, der Wallfahrtskirche Santa María La Antigua, auch die „Kathedrale der Wallfahrtskirchen“ genannt. Wie es scheint, wurde sie auf den Resten einer Festung aus dem 12. Jahrhundert errichtet. Die Legende erzählt, dass Andersgläubige den Bau der Kirche durch das Werfen von Steinen verhindern wollten. Doch statt diesen Plan in die Tat umsetzen zu können, lieferten sie den christlichen Arbeitern damit nur neues Material zur Fertigstellung ihres Gotteshauses. Genießen Sie nun die Schönheit des romanischen Äußeren und des gotischen Portals sowie das überraschende Kircheninnere aus Stein und Holz. Der Besuch ist zu jeder Jahreszeit möglich, doch sollten Sie besonders folgende Daten notieren: Anfang Juli findet neben dem Kirchlein anlässlich des Patronatsfest der traditionelle baskische Volkstanz „ezpata-dantza“ statt. Zudem beherbergt die Kirche das Festival für Alte Musik (an den Septembersonntagen) und den Wettbewerb „Coros de la Antigua“ (im Mai). Sicher interessiert Sie auch, dass an der Kirche ein Weg beginnt, der zu den megalithischen Grabmonumenten führt, die in Zumárraga gefunden wurden.

Zeitgenössische Kunst in all ihrer Größe

Die letzte Station der Route liegt etwas mehr als 20 Kilometer von Zumarraga in Oñati entfernt am Fuße des Naturparks von Aizkorri-Aratz. Dort befindet sich das Heiligtum von Arantzazu, ein zeitgenössischer Sakralbau, der aus mehreren Gründen hervorzuheben ist. An erster Stelle der Ursprung seines Namens. Der Legende zufolge erschien einem Schäfer die Jungfrau in einem Dornbusch und er fragte überrascht auf Baskisch: „Arantzan zu? (Du in einem Dornbusch?)“. Seitdem war die dort entstandene Wallfahrtskirche von Arantzazu ein Ort der Devotion und wurde nach mehreren Bränden im Jahr 1961 durch einen Neubau ersetzt. Hier liegt der zweite wichtige Grund für einen Besuch: einige der besten baskischen Architekten des Augenblicks widmeten sich dem Projekt und heute können dort vier eiserne Türen von Eduardo Chillida, ein spektakuläres, mehr als 600 Quadratmeter großes Altarbild, Malereien im Modernisme-Stil in der Krypta und schöne Lichteffekte der Glasfenster bewundert werden. Ein weiterer, nicht von der Hand zu weisender Grund für einen Besuch ist die Stille und der Frieden, der Sie in der Umgebung der Wallfahrtskirche umgibt und sicher auch auf ihre einzigartige Lage am Rande einer Schlucht und inmitten jahrhundertelalter Steineichen zurückgeht.

Wenn Sie Natur und Sport lieben, können Sie von Arantzazu aus den Gipfel des Aizkorri (1.531 Meter) bezwingen, die megalithischen Reste von Las Campas del Urbia entdecken oder die unterirdischen Galerien der Höhle von Arrikrutz besuchen (mit Führung in mehreren Sprachen). Mehr Information erhalten Sie im Fremdenverkehrsbüro von Oñati.

Lassen Sie sich ein paar Tage lang von dieser wundervollen Tour fesseln. Die Zufahrten sind gut, es gibt kostenlose Parkplätze an den Gotteshäusern und Busgesellschaften, die in der Gegend verkehren. Spazieren Sie durch die alten Ortskerne, machen Sie Ausflüge auf Wanderwegen wie dem GR 120 (Große Route), der dieser Strecke folgt, schließen Sie die Augen und genießen Sie die frische Luft der Täler von Guipúzcoa und die Spiritualität, die die Gotteshäuser umgibt. Erleben Sie einzigartige Eindrücke.




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