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Oscar schreibt man mit S wie Spanien



Spanien ist Mode in der Filmindustrie von Hollywood. Deshalb zählt es zu den Ländern mit den meisten Oscar-Nominierungen der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in den letzten Jahren. Auf der Liste der preisgekrönten Spanier liest man international so bekannte Namen wie Pedro Almodóvar, Luis Buñuel, Penélope Cruz oder Javier Bardem. Für Glamour ist gesorgt.

Dass Spanien spontan, anders und einzigartig ist, wurde bei der 72. Oscarverleihung offensichtlich, als der Cineast Pedro Almodóvar seine erste Statuette für „Todo sobre mi madre“ (Alles über meine Mutter) entgegennahm. Die US-amerikanische Akademie zeichnete so die Arbeit eines Regisseurs aus, dem es gelungen war, anhand von unverwechselbaren Figuren eine eigene Welt zu erschaffen. Seinen zweiten Oscar bekam er 2002 für das beste Originaldrehbuch für „Hable con ella“ (Sprich mit ihr). Auf diese Weise ist Almodóvar der zweite Spanier, der zwei Oscars sein eigen nennt; der andere ist der Artdirector Gil Parrondo.

Goldenes Zeitalter
So begann für den spanischen Film ein goldenes Zeitalter. Bei der Preisverleihung 2004 wurde der Regisseur Alejandro Amenábar mit dem Oscar für „Mar adentro“ (Das Meer in mir) als besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Danach kam der Film „El Laberinto del Fauno“ (Pans Labyrinth), der in sechs Kategorien nominiert und für die beste Kamera, das beste Szenenbild und das beste Make-up ausgezeichnet wurde.
Im folgenden Jahr 2007 war es Javier Bardem, der Furore machte: seine ausgezeichnete Leistung in dem Film „Kein Land für alte Männer“ (No country for old men) der Coen-Brüder wurde mit der Ehre gewürdigt, der erste spanische Schauspieler mit einem Oscar zu sein. Das nächste Jahr brachte auch Penélope Cruz diese Auszeichnung, sodass sie die erste Spanierin wurde, die einen Oscar als beste Nebendarstellerin erhielt. Der Film, in dem sie spielte, war „Vicky Cristina Barcelona“ von Woody Allen.

Die Grundlagen des Triumphs
Obwohl gerade die letzten Jahre für den spanischen Film besonders wichtig waren, hatten auch andere Filmschaffende in Hollywood bereits ihre Spuren hinterlassen und die hohe Qualität unserer Produktionen verdeutlicht. Abgesehen von dem bereits erwähnten Gil Parrondo, gibt es noch mehr spanische Oscarpreisträger.
Beispiele dafür sind Luis Buñuel für das Drehbuch von „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ (La charme discret de la bourgeoisie), José Luis Garci für „Volver a empezar“ (Begin the Beguine) und Fernando Trueba für „Belle Époque“.
Auch auf der technischen Seite hat Spanien in Hollywood einige Preise errungen: so bereits Néstor Almendros für die beste Kamera im Jahr 1978, und zuletzt der Oscar, den die Madrider Firma Next Limit für ihre Spezialeffekte erhielt.

Nominierte Filme
Neben den Preisträgern verdienen aber auch diejenigen Erwähnung, deren Arbeit in den letzten Jahren mit einer Nominierung gewürdigt wurde:

„Aquel no era yo“ („Das war ich nicht“), Kurzfilm unter der Regie von Esteban Crespo (Oscars 2014). „Los Miserables“ („Les Misérables“), Kostümdesign von Paco Delgado (Oscars 2013).

„Chico & Rita“, Animationsfilm mit Regie von Fernando Trueba, Javier Mariscal und Tono Errando (Oscars 2011).

„La dama y la muerte” (Die Frau und der Tod), Animierter Kurzfilm mit Regie von Javier Recio und produziert von Antonio Banderas (Oscars 2009).

„Binta y la gran idea“ (Binta und die gute Idee), Kurzfilm von Javier Fesser (Oscars 2006).

„Éramos pocos“ (Einer zu viel), Kurzfilm von Borja Cobeaga (Oscars 2006).

„7:35 de la mañana“ (7:35 früh), Kurzfilm von Nacho Vigalondo (Oscars 2004).

„Balseros“, Dokumentarfilm von Carles Bosch und Josep María Domènech (Oscars 2003).

„Tango“, Spielfilm von Carlos Saura (Oscars 1998).

„Secretos del corazón“ (Geheimnisse des Herzens), Spielfilm von Montxo Armendáriz (Oscars 1997).

„Esposados“, Kurzfilm von Juan Carlos Fresnadillo (Oscars 1996).
Der rote Teppich ist schon seit vielen Jahren für den spanischen Film ausgerollt. Und das wird auch so bleiben.  





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