Die Dörfer der Sierra Norte de Madrid




Lage

Madrid


Wir laden Sie ein, vier einmalige Ziele kennenzulernen, wo jeder Winkel seinen besonderen Reiz hat. Die Rede ist von den Dörfern der Sierra Norte de Madrid mit ihren malerischen Gassen und Denkmälern, deren echt ländliche Atmosphäre Sie überraschen wird.



Patones und sein König

63 Kilometer von Madrid entfernt liegt das reizende Städtchen Patones, aufgeteilt in zwei Ortsteile: Patones de Arriba und Patones de Abajo. Hier ist der große Protagonist das Wasser, denn Patones hat drei Kanäle, die Wasser bis in die spanische Hauptstadt bringen. Zudem ist der Ort auch ein gutes Ziel für Liebhaber der Geologie, da man nur wenige Kilometer entfernt ganz unterschiedliche Gesteinsarten findet. Wir empfehlen Ihnen den Besuch des Museums Geologische Aula, wo Sie viel Wissenswertes über die für ihre Höhlenmalereien berühmte Höhle El Reguerillo erfahren (derzeit mit eingeschränktem Zugang). Weiter geht die Tour nach Patones de Arriba. Es geht die Legende, der Ort sei nicht von Napoleons Truppen angegriffen wurde, weil die umgebende Vegetation so dicht war, dass er einfach übersehen wurde. Aber keine Sorge, wir verraten Ihnen zwei Möglichkeiten, dieses sagenumwobene Dorf zu erreichen: Sie können mit dem Auto hochfahren oder über den Ökopfad hinaufwandern, der am Parkplatz von Patones de Abajo beginnt. Bei Ihrer Ankunft finden Sie einen stillen Ort mit markanten Häusern vor, die einen einzigartigen ländlichen Charme besitzen. Besuchen Sie das Waschhaus, wo die Frauen früher Wäsche wuschen, fotografieren Sie sich auf der Brücke, erkunden Sie die alte Gegend der Öfen, schlendern Sie durch die Straßen, kaufen Sie ein Souvenir in den Kunsthandwerksgeschäften, genießen Sie eine leckere Mahlzeit in einem der Restaurants und beenden Sie den Tag mit einer Übernachtung in einer der reizvollen ländlichen Unterkünfte. Psst... Wir verraten Ihnen noch ein Geheimnis: Patones hatte früher einmal einen eigenen König.  

Torrelaguna: Eine privilegierte Kulisse

Das erste, was Sie sich in dieser weniger als eine Stunde von Madrid entfernten Gemeinde anschauen sollten, ist der Platz mit dem Kloster, der Kirche und dem Rathaus, einem früheren Kornspeicher. Besonders auffällig ist die Größe der Kirche, die sich auf dem Platz erhebt, deren Bau zwei Jahrhunderte dauerte. Wenn Ihr Besuch auf einen Samstag oder Sonntagmorgen fällt, können Sie sich im Innern die Renaissance-Grabplatten im Eingangsbereich und das ansehnliche barocke Altarbild anschauen. Besichtigen Sie auch die Kapelle mit den Resten des berühmten spanischen Dichters Juan de Mena. Torrelaguna diente dank seiner gut erhaltenen Altstadt als Kulisse für mehrere Filme und Serien und war die Wahlheimat wichtiger Familien und Persönlichkeiten der Geschichte Spaniens, darunter Kardinal Cisneros, der hl. Isidor von Madrid und die hl. Maria Toribia. Letzterer war die treibende Kraft hinter einigen der wichtigsten Bauwerke der Gegend. Verlassen Sie den Ort nicht, ohne die dortigen Gartenbauprodukte, den Käse, das berühmte Brot, die Griebenkuchen, die Schmorgerichte und das „Cojonudos“ genannte Blätterteigbackwerk mit Puderzucker zu kosten. Einfach lecker!  

Rascafría und seine reizvolle Natur

Nur 94 Kilometer von Madrid entfernt, bezaubert Rascafría mit Tradition und ländlichem Ambiente. Die Hauptstadt der Natur und der Gastronomie in der Sierra Norte de Madrid. In der Altstadt finden Sie die Pfarrkirche San Andrés Apóstol mit wichtigen Gemälden und Skulpturen, das Trastámara-Haus, eine Fabrik für natürliche Schokolade und ein exquisites gastronomisches Angebot, das für seine Wildspezialitäten und Pilzgerichte beispielsweise aus Steinpilzen berühmt ist. Nur wenige Kilometer außerhalb des Ortes liegt das Kloster El Paular. Zu erreichen ist es über eine parallel zum Fluss Lozoya verlaufende Straße, die man zu Fuß entlanggehen sollte, um die wunderschöne Natur der Gegend zu genießen. Im Kloster angekommen, erklären Ihnen die dort lebenden Benediktiner ihre Art zu leben, aber auch Kunstschätze wie die Bilder von Carducho, das Retabel des Hochaltars, die Tabernakel-Kapelle und den Monstranzsaal. Ein Ort, den Sie besuchen sollten. Und nun geht es mitten in die Natur. Wenn wir unseren Weg fortsetzen, gelangen wir an die Brücke El Perdón, wo der perfekt zum Wandern und Radfahren geeignete Naturpfad des Lozoya-Tals beginnt. Weiter auf dem von Bäumen gesäumten Pfad erreichen Sie den sogenannten Finnland-Wald, einen versteckten Ort voller Magie. Der Weg, der aus dem Dorf kommt, führt zu den natürlichen Schwimmbecken von Las Presillas und später zum Aussichtspunkt Los Robledos mit Blick über das Tal und das Kloster, das sich dort eindrucksvoll erhebt. Auf der anderen Seite sehen Sie den Nationalpark Sierra de Guadarrama mit dem höchsten Berg der Region Madrid: dem Peñalara. Eine einzigartige Landschaft!  

Buitrago del Lozoya: Ein mittelalterliches Städtchen, das es zu entdecken gilt

Träumen Sie davon, ins Mittelalter zu reisen? Das 75 Kilometer von Madrid entfernte Buitrago del Lozoya bietet Ihnen diese Möglichkeit. Mitten im Lozoya-Tal vereinen sich Natur, Kunst, Geschichte und Kultur. Besonders eindrucksvoll ist die Stadtmauer der Altstadt, die am besten erhaltene der Region Madrid. Einen Gang auf der Mauerkrone sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Es gibt zwei Abschnitte: den oberen und den unteren Teil. Letzterer ist frei zugänglich, während der obere Teil der Mauer feste Besichtigungszeiten hat und einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft und den Fluss Lozoya bietet. Auch ein Mauerabschnitt aus dem 11. Jahrhundert und eine Ausstellung von Waffen des Mittelalters sind zu sehen. Und natürlich darf man die an die Stadtmauer angebaute mittelalterliche Burg nicht verpassen, wo auch die Events und Feierlichkeiten dieses Orts stattfinden. Ursprünglich war sie quadratisch, doch die Bürger von Buitrago bauten sie rund wieder auf, um sie als Stierkampfarena zu nutzen. Derzeit erfüllt sie diese Funktion jedoch nicht. Direkt an der Burg können Sie am unteren Teil der Mauer einen Spaziergang durch einen Vorbau (defensives Element) genießen. Die Tour geht weiter in Richtung der Kirche Santa María del Castillo, die in den 1980er Jahren wiederaufgebaut wurde. Beim ersten Besuch überraschen vor allem die Symbole, die neben der christlichen auf die jüdische und die muslimische Religion verweisen. Die Kirche ist deshalb als „Kirche der drei Kulturen“ bekannt. Runden Sie die Tour mit einem Besuch im Picasso-Museum Sammlung Eugenio Arias ab. Wussten Sie, dass Picassos Freund und Barbier aus Buitrago del Lozoya stammte? Diese und andere Kuriosa erfahren Sie in diesem Museum mit 70 einzigartigen Exponaten, die der Maler aus Málaga seinem Freund Eugenio Arias schenkte und widmete. Plakate, Keramiken, Lithographien und Zeichnungen, auf denen das Motiv des Stierkampfs sehr präsent ist. Darüber hinaus ist Buitrago für die zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten bekannt, die dort im Laufe des Jahres stattfinden, von einem mittelalterlichen Fest mit Handwerksmarkt, Pferde- und Jonglierturnieren sowie Rittershows über zahlreiche Ausstellungen bis hin zu Musikfestivals und einer lebendigen Krippe, die eines der Identitätsmerkmale der Gemeinde ist.  




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