Lage

Burgos


Vor mehr als 300.000 Jahren kam eine Gruppe von Menschen unter bisher unbekannten Umständen ums Leben. Die sterblichen Überreste wurden tief auf dem Grund einer Höhle in der Sierra de Atapuerca begraben. Einer Gruppe von spanischen Wissenschaftlern war es schließlich gelungen, diese zu bergen und zwei Jahre später fanden sie heraus, dass es sich um die ältesten fossilen Hominiden in Europa handelte. Vorfahren, die vor mehr als einer Million Jahre lebten, laden Sie in der weltweit größten archäologischen Fundstätte ein zu einer Reise in die Prähistorie.

Atapuerca prägt ein Vorher und ein Nachher in der Odyssee der menschlichen Evolution. Es gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen des zwanzigsten Jahrhunderts und wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Die archäologische Stätte von Atapuerca ist nur 20 Kilometer von der Stadt Burgos entfernt und vereint die größten und eindrucksvollsten Zeugnisse für den Ursprung der Menschheit.

Das Schauplatz, an dem die Besichtigung der archäologischen Fundstätte von Atapuerca, wo die Ausgrabungen bis heute andauern, beginnt, ist ein Eisenbahngraben - der sogenannte »Trinchera del Ferrocarril« - der nach dem Bau einer Grubenbahn im späten neunzehnten Jahrhundert entdeckt wurde. Von dort aus gelangt man in die Höhle, die »Gran Dolina« genannt wird, in der vor zehn Jahren die ältesten menschlichen Knochen auf dem europäischen Kontinent gefunden wurden. Dies war eine echte Entdeckung für die Paläontologie, da genau neben Steinwerkzeugen und Tierfossilien menschliche Überreste von sechs Personen gefunden wurden, die vor fast einer Million Jahren gelebt hatten.

Knochen und Werkzeuge, die das wissenschaftliche Denken über die prähistorische Zeit revolutionierten und Aufschluss gaben über eine neue Spezies in der menschlichen Evolution, die Homo antecessor getauft wurde, was so viel bedeutet wie »fortschreitender Pionier«, und dass es sich um einen Vorfahren des Neandertalers handelt. Zwei weitere für Besucher zugängliche Ausgrabungsstätten sind Die Galerie (La Galería) und die Elefantengrube (Sima del Elefante). Sie befinden sich am Ende des Rundgangs und geben Besuchern das Gefühl, ein aktiver Teil einer außergewöhnlichen Entdeckung und eines unvollendeten Abenteuers zu sein: der Entwicklung der Arten.

Die Knochengrube (Sima de los Huesos)

Die zweitwichtigste archäologische Fundstätte, die heutzutage aufgrund ihres tiefen Abhangs nicht mehr zugänglich ist, ist die sogenannte Knochengrube. Im Sommer 1992 wurden dort in der Tiefe die Überreste von 32 Personen beiden Geschlechts und unterschiedlichen Alters von vor 300.000 Jahren gefunden. Dieser Fund war Höhepunkt einer im Jahr 1976 begonnen Arbeit, als Professor Trinidad Torres und Speläologe Carlos Puch die Höhle betraten, um nach Fossilien von Bären zu suchen und durch Zufall Kieferknochen eines Menschen fanden. Es handelte sich um eine neue Art, den Homo heidelbergensis, eine Zwischenentwicklung zwischen dem Antecessor und dem Neandertaler, vor allem auffallend durch seine Größe und Kraft.

Der Grund für diese außergewöhnliche Anhäufung von menschlichen Fossilien, die einzigartig war in der Welt der archäologischen Fundstätten zu dieser Zeit, ist noch immer ein Rätsel. Vielleicht wird dieses eines Tages von Miguelón, diesen Namen gaben Wissenschaftler dem am besten erhaltenen Schädel von Atapuerca, gelüftet und gibt Aufschluss über den Fossilienbestand der menschlichen Evolution. Er und seine 31 Gefährten geben uns ein lebendiges Zeugnis von der Entstehung und Tätigkeit des Menschen in einer der dunkelsten Perioden der Evolution.

Zusätzliche Besichtigungen

Neben den archäologischen Fundstätten als solche gibt es auch andere Bereiche für Besucher, die für Sie interessant sein können. Im Zentrum für Archäologische Fundstätten (CAYAC) finden Sie die Dauerausstellung »La Sierra de Atapuerca, Natur- und Kulturerbe«. Außerdem können Sie das Zentrum für experimentelle Archäologie (CAREX) besuchen, um etwas über die früheren Fertigungstechniken und die Verwendung von Werkzeugen, Behältern, Stoffen, Schmuckstücken und Hütten zu erfahren.Als letztes und als perfekte Ergänzung empfehlen wir Ihnen, bis nach Burgos zu fahren (nur 15 Kilometer), um das Museum der Entwicklungsgeschichte des Menschen zu besuchen.



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