Huesca: auf den Spuren der Templer und des Heiligen Grals




Lage

Huesca


Es gibt Geschichten und Legenden, die jeden faszinieren: Wer waren die Templer und wo lebten sie? Was ist der Heilige Gral? Gab es einmal Hexen? Wir schlagen Ihnen eine Reise vor, die Ihnen hilft, all diese Fragen zu beantworten und in unglaubliche Geheimnisse einzutauchen. Reiseziel ist das in den Pyrenäen gelegene Huesca (Aragón), das zudem mit atemberaubenden Landschaften aufwarten kann. Hier sind drei Routen, die Ihnen die Geschichte zum Greifen nah bringen.



Route der Templer

Der Templerorden war immer sagenumwoben. Die berühmten Mönchsritter wurden im Auftrag des Papstes verfolgt, und im 13. Jahrhundert wählten sie Aragón und die Ländereien des Río Cinca als einen der letzten Rückzugsorte des Ordens in Europa. Zu erfahren, wie ihre Besitzungen waren, ist die perfekte Ausrede, um die Dörfer und Sehenswürdigkeiten dieser Gegend zu erkunden. Obwohl die Tour, die Sie machen können, durch mehrere Städte wie beispielsweise Fraga führt, ist eine davon besonders zu empfehlen: Monzón. Dort können Sie die Burg besichtigen, wo der Infant Don Jaime und spätere Jaime der Eroberer von den Templern erzogen wurde. Die Burg besitzt zahlreiche unterirdische Gänge, die die Tempelritter verwendeten, wenn sie eine Belagerung erlitten. Können Sie sich vorstellen, wie sie mit ihren Fackeln dort hindurchgingen? Wenn Sie in dieser Gegend übernachten, dürfen Sie sich auf keinen Fall den Sonnenaufgang am Cinca mit Blick auf die Burg von Monzón entgehen lassen. Und an einem Wochenende im Mai wird ein mittelalterlicher Markt mit einem großen Templer-Umzug abgehalten. Wie eine Reise zurück ins 13. Jahrhundert! Wenn Sie noch mehr Orte kennen lernen möchten, empfehlen wir Ihnen Cofita (in der dortigen Kirche Santa María Magdalena gibt es Gravuren der Templer und ein Malteserkreuz), Belver de Cinca (mit den Verliesen, in denen die letzten Templer eingesperrt waren) und Chalamera (wo die letzten Tempelritter dem Feuerhagel widerstanden). Und wenn Sie schon in Aragón sind, können Sie von Huesca aus auch Teruel besuchen, wo der Templerorden ebenfalls viel Macht hatte. In der Region Maestrazgo (etwa 250 Kilometer von Monzón entfernt) finden Sie den Templer-Turm, ein vierstöckiges Informationszentrum, das den Tempelrittern gewidmet ist. Ebenfalls in dieser Gegend gibt es an den Wochenenden in vielen Restaurants ein Templer-Menü. Eine originelle Art und Weise zu erfahren, was die Templer im 13. Jahrhundert aßen. Mögen Sie marinierten Rehrücken? Oder lieber das Dessert in drei Weißnuancen (Dickmilch aus Schafsmilch, Frischkäse und Sahne) mit Feigen und Honig? (Mehr Information bei www.turismomaestrazgo.com)  

Die Route des Heiligen Grals

Lassen Sie uns damit beginnen zu erklären, was der Heilige Gral ist: Es handelt sich um den Kelch, der von Christus und seinen Jüngern beim letzten Abendmahl benutzt wurde und der im Laufe der Jahrhunderte eine Reliquie und ein allseits begehrtes Kultobjekt geworden ist. Mehrere heutzutage erhaltene Kelche kommen in Frage, der Heilige Gral zu sein, doch scheint das in der Kathedrale von Valencia verwahrte Exemplar gute Chancen zu haben, das Original zu sein. Doch wo war der Gral vor seiner Ankunft in Valencia? Genau, Sie haben es erraten: in Huesca. Wir empfehlen Ihnen, die sagenumwobenen Orte von Huesca aufzusuchen, wo der Gral der Überlieferung nach aufbewahrt wurde. Es heißt, der Heilige Gral sei in die Hände des hl. Laurentius gekommen, der diesen vor seiner Marter auf dem Rost einer Familie in Huesca übergab. Von da an begann die Wanderschaft des Heiligen Grals durch Aragón bis ins Jahr 1076, als er in ein beeindruckendes Monument mitten in den Bergen gelangte, das Sie nicht verpassen dürfen: das Kloster San Juan de la Peña. Es scheint, dass der Gral dort bis 1399 versteckt war und die Mönche ihn mit Gold und Edelsteinen schmückten. Der Sage nach wurden die Mönche aufgrund des ständigen Kontakts mit dem Kelch mehr als 100 Jahre alt, was als Inspiration für Figuren wie Lancelot, König Arthur und die Ritter der Tafelrunde gedient haben könnte. Das gesamte Bauwerk ist geheimnisumwoben (dort wird eine Replik des Heiligen Grals von Valencia aufbewahrt), und Ende Mai nimmt eine Königliche Ritterbruderschaft ihre neuen Mitglieder hier mit blauen Umhängen bekleidet auf. Auch die umgebende Landschaft ist herrlich. Um einen schönen Blick zu genießen, lohnt sich ein Besuch des Aussichtspunkts Balcón de los Pirineos. Sie können auch andere Orte der Umgebung besuchen, darunter Jaca (die alte Kathedrale bewahrte den Gral), die Stadt Huesca (dort gibt es die Veranstaltung „Orte des hl. Laurentius und des Heiligen Grals“ mit Vorträgen und Führungen) und Bailo (im September werden dort die Nachstellungs-Tage des Heiligen Grals mit mittelalterlichem Markt, Magie, Bogenschießen u.v.m. veranstaltet).

Route der Hexen

Wenn es um Geheimnisse geht, dürfen wir diesen Vorschlag nicht auslassen. Das Gebiet des Alto Gállego ist berühmt für die vielen Ereignisse im Zusammenhang mit der Hexerei im 16. und 17. Jahrhundert. So groß war der Schrecken, den die Hexen damals verbreiteten, dass professionelle „Hexenkenner“ auftauchten, um sie zu identifizieren. Viele Frauen wurden verurteilt und sie und ihre Familien verloren alle ihre Rechte. Heute ist das alles weit weg und das Gebiet ist ein freundlicher Ort mit Landschaften, die Sie in Staunen versetzen werden. Das Tena-Tal beispielsweise kann mit reizvollen Dörfern und mit Gipfeln aufwarten, die bis zu 3000 Metern aufragen. Doch auf Ihrer Reise stoßen Sie sicher auch auf Zeichen, die an jene fernen Zeiten erinnern. Sie kommen in Orte wie Orna de Gállego (mit der Quelle Fuente de la Bruja), Acumuer (wo der Sage nach ein Friseur, der Hexer war, drei Bergbewohner überzeugte, zu den Hexen von Tolosa zu fliegen) Biescas und Santa Elena (mit Orten wie der Teufelsklamm und der Teufelsbrücke, und wo die Sage geht, ein junger Mann habe mit dem Teufel paktiert, um die Liebe einer Frau zu erringen), Hoz de Jaca (mit seinem Hexengarten und der Höhle La Encantada) sowie in den Wald El Betato (in der Nähe von Piedrafita. Er soll von Zwergen bevölkert sein und Hexensabbate beherbergt haben). Die Pyrenäen sind voller Geschichten von Hexen und, wenn Sie genau hinsehen, entdecken Sie noch einige „Hexenscheuchen“ an den Kaminen der Häuser und schützende Kreuze am Türsturz. Bei Ihrer Fahrt durch die Täler finden Sie Pflanzen, die als magisch galten, darunter das Bilsenkraut und die Schwarze Tollkirsche, deren Frucht die Frauen verwendeten, um ihre Pupillen zu erweitern und so attraktiver zu wirken. Eine Empfehlung. Wenn Sie Ihre Reise im Juni machen, können Sie das Fest der Hexen von Sallent mitfeiern. Dort gibt es Geschichtenerzähler, verhexte Schnitzeljagden, den Weg des Schreckens, den magischen Markt und vieles mehr.



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