Nächtliche Ansicht der Säulengruppe Cuatro Postes mit der Stadt Ávila. © Huellas de Santa Teresa.

Eine Reise auf den Spuren der heiligen Teresa von Ávila

Wir schlagen Ihnen hiermit eine Route durch 17 Städte vor, um die Figur der heiligen Teresa von Ávila kennenzulernen, eine wahre Symbolfigur aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist als Autorin ebenso bekannt wie als Mystikerin und Reformistin des christlichen Karmelitinnenordens.

Die Route führt unter dem Titel „Die Spuren der heiligen Teresa“ zu den von ihr gegründeten Klöstern. Um die Organisation Ihrer Reise zu erleichtern, haben wir die Route in zwei Etappen von jeweils etwa einer Woche aufgeteilt. Ausgangspunkt ist die Stadt Madrid mit ihren hervorragenden Verkehrsverbindungen: Flüge in die ganze Welt und Eisenbahn- und Straßenverbindungen mit ganz Spanien.

Nördliche Route: Kastilien-León

  • 1 1. TAG – SEGOVIA
  • 2 2. TAG – SORIA UND BURGOS
  • 3 3. TAG – PALENCIA UND VALLADOLID
  • 4 4. TAG – VALLADOLID UND MEDINA DEL CAMPO
  • 5 5. TAG – SALAMANCA
  • 6 6. TAG – ALBA DE TORMES UND ÁVILA
  • 7 7. TAG – ÁVILA

1. Tag – Segovia

Anreise: von Madrid aus in einer knappen Stunde im Auto bzw. unter 30 Minuten im Zug.

Die Stadt und die heilige Teresa

In dieser Stadt, die als Weltkulturerbe und aufgrund ihres römischen Aquädukts bekannt ist, gründete die heilige Teresa 1574 ihr neuntes Kloster, das der unbeschuhten Karmelitinnen. Die Einweihungsmesse hielt damals der heilige Johannes vom Kreuz, dessen sterbliche Reste in der Klosterkirche aufgehoben sind. Ganz in der Nähe können Sie nicht nur die Kapelle Nuestra Señora de la Fuencisla und die Kirche La Vera Cruz, sondern auch den erstaunlichen Blick auf den Alkazar vom Fluss Eresma aus bestaunen. Hier finden Sie Vorschläge zum Besuch der Stadt an einem Tag .

2. Tag – Soria und Burgos

Anreise:Als Fortbewegungsmittel empfehlen wir Ihnen das Auto. Von Segovia aus ist Soria in etwa zwei Stunden zu erreichen, und die Fahrt von dort nach Burgos dauert etwas weniger als zwei Stunden. Die heilige Teresa gelang 1581 nach Soria und gründete das Kloster El Carmen. Hier ist besonders die offene Kapelle an der Seitenwand der Klosterkirche zu nennen. Weitere lohnenswerte Besuche sind die des Klosters San Juan de Duero und der Wallfahrtskirche San Saturio.  

Burgos, das letzte Kloster

Die heilige Teresa kam 1581 nach Burgos und nahm hier ihre letzte Klostergründung vor: das Kloster San José y Santa Ana. Hier befinden sich mehrere Reliquien von ihr, wie ein Paar Espadrilles, ein Schleier und ein von ihr geschriebener Brief. Ein Besuch lohnt sich auch in der Kirche San Ginés, wo die Heilige zur Messe ging. Weitere Spuren der heiligen Teresa befinden sich im Hospital La Concepción und in der Kirche San Cosme y San Damián, wo sie Unterkunft fand.

3. Tag – Palencia und Valladolid

Anreise: Die Fahrt nach Palencia dauert etwa eine Stunde, egal ob per Zug, Auto oder Bus. Von dort ist Valladolid mit den gleichen Verkehrsmitteln etwas weniger als eine halbe Stunde entfernt. Die heilige Teresa besuchte Palencia mehrmals. Die Klostergründung fand zunächst provisorisch 1580 in der heutigen Calle Colón statt. Später zog das Kloster neben die Kirche Nuestra Señora de la Calle in der Calle San Bernardo. Um die Stadt besser kennenzulernen, empfehlen wir einen Spaziergang am Fluss Carrión. In Valladolid ist die heilige Teresa inzwischen als Ehrenbürgerin anerkannt, und der Stadtteil, in dem das von ihr gegründete Kloster steht, heißt heute „Rondilla de Santa Teresa“. Um ihren Spuren hier zu folgen, können wir hier einen Nachmittag und einen Teil des nächsten Tages verwenden.  

4. Tag – Valladolid und Medina del Campo

Anreise: Von einer Stadt zur anderen benötigen Sie knappe 25 Minuten im Zug oder etwa 45 im Auto. In Valladolid steht das vierte der von der heiligen Teresa gegründeten Klöster, das über hervorragende Kunstwerke im Kreuzgang und im Chor verfügt. In der ehemaligen Zelle der Heiligen befinden sich das Manuskript ihres wohl wichtigsten literarischen Werkes, „Weg der Vollkommenheit“, sowie viele ihrer Briefe. Die heilige Teresa in Medina del Campo Das Kloster San José ist das zweite der von ihr gegründeten Klöster (1567), aber nicht der einzige Ort, der mit ihr zu tun hat. In einem der Häuser des Plaza Mayor befand sich beispielsweise eine Zeit lang der Karmelitinnenorden. In dieser Stadt gibt es darüber hinaus auch Spuren des heiligen Johannes vom Kreuz.

5. Tag – Salamanca

Anreise:Die beste Alternative ist die Autofahrt von Medina del Campo nach Salamanca in knapp einer Stunde. Salamanca gehört zum Weltkulturerbe und beherbergt unglaubliche Baudenkmäler wie beispielsweise die zwei Kathedralen. Hier finden Sie einige Vorschläge zum Besuch der Stadt an einem Tag.  

Teresianische Spuren

„Ich lebe, ohne in mir zu leben / und ein so hohes Leben erwarte ich / dass ich sterbe, weil ich nicht sterbe“… So beginnt eines der bekanntesten Gedichte der Heiligen, das sie in Salamanca dichtete. Die Gegenwart der heiligen Teresa in der Stadt hinterließ ihre Spuren vom Plaza Mayor bis zur Universität. An dem genannten Platz befindet sich ein ihr gewidmetes Medaillon. Die Universität wiederum verlieh ihr den Ehrendoktortitel. Weitere Spuren sind in der Neuen Kathedrale zu finden, wo ihr eine Kapelle gewidmet ist, und im Kloster San Esteban, wo sie hinging, um den Rat der Dominikanermönche einzuholen. Die heilige Teresa von Ávila verfasste eine Art Tagebuch über ihre Reisen, das sogenannte „Buch der Gründungen“. Dies tat sie auf Anregung der Jesuiten von der Päpstlichen Universität Salamanca hin.  

6. Tag – Alba de Tormes und Ávila

Anreise:Die Autofahrt von Salamanca nach Alba de Tormes dauert etwa eine halbe Stunde. Ávila wiederum ist etwa eine Stunde per Auto von Alba entfernt. Die heilige Teresa starb 1582 in Alba de Tormes. Hier kann ihr Grab besichtigt werden sowie zwei ihrer bedeutendsten Reliquien: ihr Herz und ihr linker Arm. Begeben sich hierzu zum Kloster La Anunciación, das von ihr 1571 gegründet wurde. Der Ort befindet sich etwa 80 Kilometer von ihrem Geburtsort Ávila entfernt. In der Provinzhauptstadt genügt ein kurzer Spaziergang, um die große Rolle zu entdecken, die diese Stadt im Leben der Heiligen spielte. Teresa wiederum hat sogar die Gastronomie dieser Stadt beeinflusst, in Form der beliebten Süßigkeit „Yemas de Santa Teresa“.  

7. Tag – Ávila

Der Vorschlag der nördlichen Route auf den Spuren der heiligen Teresa findet in Ávila ihr Ende, von wo aus Sie per Auto oder per Zug schnell wieder in Madrid sein können, in etwa anderthalb Stunden. In Ávila befindet sich das Geburtshaus der Heiligen, in dem sich heute die Kirche und das Kloster befinden, die ihren Namen tragen. In der Krypta des Klosters befindet sich das Teresianische Museum.

Teresianische Orte

Teresa wurde in der Kirche San Juan Bautista an einem bis heute erhaltenen Taufstein getauft. Im Alter von 16 Jahren trat sie in das Kloster Nuestra Señora de Gracia ein. Danach verbrachte sie etwa 30 Jahre im Kloster La Encarnación, wo sie die Reform des Karmelitinnenordens und die Klostergründungen vorbereitete. Die erste Gründung fand in Ávila selbst statt: Das Kloster San José ist ein deutliches Beispiel für die Schlichtheit und Genügsamkeit ihres Idealklosters. Unumgänglich ist der Besuch des Königlichen Klosters Santo Tomás. Auf dem Hauptretabel ist die Vision der Heiligen von Maria und Josef zu sehen, die ihr ein blaues Gewand und eine Halskette umlegten. Auch der Beichtstuhl der heiligen Teresa ist erhalten. Außerhalb der Stadt steht die Säulengruppe Cuatro Postes. Hierhin flüchtete die Heilige, um ihr Martyrium im Land der Mauren zu erleiden. Heute befindet sich hier ein Aussichtspunkt mit einem wunderbaren Ausblick.    

Hinweise und Besonderheiten



  • Die Route „ Spuren der heiligen Teresa“ verfügt über eine eigene offizielle Website mit weiteren Informationen. 
  • Bitte denken Sie daran, dass viele Klöster Klausurklöster sind, weshalb der Besuch eingeschränkt sein könnte.
  • Für Besucher, die der Route folgen, besteht die Möglichkeit, einen Pilgerausweis zu erhalten. Sie müssen nur ein Minimum von vier Städten in mindestens zwei autonomen Regionen (Auswahl zwischen Andalusien, Murcia, Kastilien-La Mancha, Madrid und Kastilien-León) besuchen und Ihre Reise in Ávila beenden, wo Sie Ihren Ausweis im Pilgerbüro (Rezeption Besucherzentrum) abholen können. Bitte laden Sie sich den Ausweis hier herunter.
  • Diese Route führt durch Kastilien-León. Um den Ausweis erhalten zu können, empfehlen wir einen Abstecher nach Toledo. Diese Stadt liegt weniger als zwei Stunden von Ávila entfernt und ist von Madrid aus in 30 Minuten (per Zug) oder einer Stunde (per Auto) zu erreichen.
  • Die Liste der Fremdenverkehrsunternehmen und Reisebüros, die Reisen durch die Städte der Spuren der heiligen Teresa organisieren, ist lang.

Anreise und Verkehrsmittel


Die Rundreise kann per Auto in kurzen Etappen bewältigt werden. Bitte besuchen Sie die Seiten Autofahren in Spanien und Verkehrsmittel “, um mehr zu erfahren. Der Flughafen Madrid ist der Ausgangsort der Route und verfügt über weltweite Flugverbindungen. Valladolid und Salamanca bieten Flughäfen mit Anschlüssen innerhalb Spaniens je nach Saison. Wenn Sie lieber per Zug reisen, bietet sich eine interessante Alternative für Ausländer. Der Renfe Spain Pass ist eine Mehrfachfahrkarte für 4 bis 12 Fahrten mit dem AVE (Hochgeschwindigkeitszug) und dem Regionalzug (Media Distancia). Das Angebot schließt kostenlose Anschlussfahrten im Nahverkehrsbereich ein.  


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