Wochenende in Badajoz: Die Route des Ibérico-Schinkens „Dehesa de Extremadura“




Lage

Badajoz


Diese Route lädt dazu ein, die Welt des Ibérico-Schinkens hautnah zu erleben. Eine Tradition in den Gebirgszügen im Süden und Westen von Badajoz, die es ermöglicht, Dehesas zu besuchen und zwischen den Schweineweiden entlangzuwandern, eine Schinkenfabrik zu besichtigen und sich in kleinen Dörfern mit weißen Häusern zu entspannen.

Insgesamt umfasst die Route des Ibérico-Schinkens „Dehesa de Extremadura“ in Badajoz 33 Orte auf weniger als 150 Kilometern. Die kurzen Wege ermöglichen es, in zwei Tagen mehrere Dörfer kennen zu lernen und so ein kurzweiliges Wochenende in einem ruhigen Tempo zu genießen. Wir schlagen Ihnen eine Route vor, um den Ausflug voll auszukosten.



Samstagvormittag – Besuch in der Dehesa

Eines der Highlights der Tour ist diese Möglichkeit, durch weitläufige Steineichenwälder spazieren zu können und dabei die Schweine zu beobachten, die sich im ländlichen Extremadura frei laufend von Eicheln ernähren. Diese Eichelmast wird als „Montanera“ bezeichnet und ist kennzeichnend für den Ibérico-Schinken: Die Schweine wachsen mit Freilauf auf, können sich bewegen und verbringen den größten Teil des Jahres natürlich ernährt in direktem Kontakt zur Natur. Derzeit gibt es viele Dehesas, die ihre Einrichtungen für Touristen öffnen. Sie können Ihren Besuch anhand der Website der Routen des Ibérico-Schinkens oder über die lokalen Fremdenverkehrsbüros der Route organisieren. Die beste Zeit für einen Besuch der Dehesa sind die Monate Oktober bis Mai. Es sind die Monate der Montanera, während der Sie von mehr als hundert Kilo schweren, zutraulichen Schweinen umgeben spazieren und die Erklärungen der Viehzüchter hören können. Wir empfehlen Ihnen, dafür den Morgen zu nutzen, weil das Licht dann besonders schön ist und sich die leichten Nebelschwaden der Nacht noch nicht vollständig verflüchtigt haben. Gute Orte zum Starten der Route sind Higuera la Real und Fregenal de la Sierra. Der optimale Zeitpunkt ist etwa zehn Uhr. Während Sie durch die Wiesenlandschaft wandern, werden Sie erfahren, dass die Schweine oder „Guarros“, wie sie in dieser Gegend oft genannt werden, entsprechend ihrem Gewicht in unterschiedlichen Pferchen gehalten werden, dass sie 150 Kilogramm Gewicht erreichen, ständigen Gesundheitskontrollen unterzogen werden und bis zu zwei Jahre in Freiheit verbringen, bis sie bereit sind für die Herstellung von Schinken. Die Schinkenfabriken bzw. Trocknungsanlagen befinden sich in der Nähe der Dehesas und können teilweise besucht werden. Dort erfahren Sie aus erster Hand alles über den Erzeugungsprozess des Ibérico-Schinkens, der bis zu drei Jahre dauern kann. Kosten Sie die besten Schinken der Gegend und nehmen Sie an einem Workshop im Schinkenschneiden teil. Dort lernen Sie, dass der beste Schnitt für einen schnellen Verzehr mit dem Huf nach oben erfolgt. Wenn der Schinken langsam verbraucht werden soll, wird die Gegenseite angeschnitten. Sie können den Schinken auch direkt vor Ort erwerben. Bitte beachten Sie, dass Sie eine Fabrik in Betrieb immer an einem Wochentag besichtigen sollten. Erkundigen Sie sich am besten im Voraus, ob während des Besuchs gearbeitet wird. Bei Interesse arrangieren die Fremdenverkehrsbüros der Route des Ibérico-Schinkens viele Aktivitäten wie Verkostungen der Produkte vom Ibérico-Schwein, Schinkenschneidevorführungen, Radtouren durch die Dehesa, Geländewagenfahrten und vieles mehr.  

Samstagnachmittag – Die Ibérico-Welt und Fregenal de la Sierra

Das Mittagessen vor der Nachmittagstour sollten Sie in einem der Restaurants in Fregenal de la Sierra oder Higuera la Real auf der Grundlage von Produkten vom Ibérico-Schwein zu sich nehmen. Nicht fehlen dürfen Ibérico-Schinken aus Eichelmast und typische Gerichte wie Migas Extremeñas, Mandanga (eine Art Eintopf), Filet vom Ibérico-Schwein oder „Guarro frito“, frittiertes Schweinefleisch. In Higuera la Real ist im Kreuzgang eines ehemaligen Klosters das Interpretationszentrum des Iberischen Schweins (CICI) untergebracht. Die Ausstellung ist sehr didaktisch und vermittelt alles Wissenswerte über die Welt der Ibérico-Produkte. Auch mit Kindern ist der Besuch sehr lohnend. Ca. 50 Kilometer weiter können Sie in Monesterio das Museum des Ibérico-Schinkens besuchen, das einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis der Tradition rund um die Zucht des Iberischen Schweins, das Schlachtfest und die Ibérico-Schinken-Verarbeitung darstellt. Ein guter Abschluss des Samstagsbesuchs ist ein Rundgang durch Fregenal de la Sierra. Ein kleines Dorf mit weißen Häusern, das durch seinen ausgezeichneten Erhaltungszustand und eine Templerburg auffällt, in der sowohl eine Stierkampfarena als auch der Lebensmittelmarkt untergebracht sind. Ebenfalls dort befindet sich das Fremdenverkehrsbüro, das kostenlose Führungen für alle Gäste der Hotels in Fregenal de la Sierra und für Gruppen anbietet, wenn im Voraus gebucht wird. Die Sprache der Führungen ist Spanisch. Nach den Sehenswürdigkeiten von Fregenal de la Sierra empfehlen wir einen Stopp am Kloster von La Paz, wo die Nonnen von Hand exquisite Süßigkeiten herstellen, die Sie direkt über die im Hof vorhandene Drehvorrichtungen kaufen können.  

Sonntag – Kulturelle Besuche und Jerez de los Caballeros

Den Morgen können Sie der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten außerhalb der Dörfer widmen. Beispielsweise liegt nur 10 Kilometer von Higuera la Real entfernt das Interpretationszentrum der keltischen Fundstätte von Capote. Im Umfeld des Naturparks Picos de Aroche y Sierra de Aracena gelegen, beherbergt es archäologische Überreste aus dem 5. bis 1. Jahrhundert v. Chr. Ein weiterer interessanter Abstecher führt in das etwa 30 Kilometer von Fregenal de la Sierra entfernte Kloster von Tentudía in Calera de León. Wenn Sie genug Zeit haben, sollten Sie sich einen Spaziergang durch die dortige Umgebung nicht entgehen lassen. Als Abschluss des Wochenendes empfiehlt sich ein Besuch in Jerez de los Caballeros, nur knapp 25 Kilometer von Fregenal de la Sierra entfernt. Aus der Ferne springen hauptsächlich die drei Türme der Kirchen San Bartolomé, San Miguel und Santa Catalina ins Auge. Das Fremdenverkehrsbüro arrangiert Führungen durch alle Kirchen der Stadt, einschließlich Santa María de la Encarnación, der ältesten von ihnen. Die Kirchen zeichnen sich vor allem durch ihre Türme aus, insbesondere San Miguel Arcángel mit seinem starken portugiesischen Einfluss. Auch die Retabel sind vielfach sehr sehenswert. Ebenfalls eine Besichtigung wert sind das Wohnhaus und Museum des Entdeckers Vasco Núñez, das Stadttor von Burgos und natürlich die Templerburg. Sie sollten darin durch den Morerías-Park spazieren und den Panoramablick genießen, der auch Ansichten der alten Stadtmauer umfasst.  

Bitte beachten

Weitere Informationen erhalten Sie auf der offiziellen Website der Route des Ibérico-Schinkens. Es empfiehlt sich, Ihre Besuche in den Dehesas und Trockenanlagen über die Fremdenverkehrsbüros oder die Route des Ibérico-Schinkens zu organisieren. Diese stellen einen Kontakt zu den Anbietern her, die Aktivitäten in der Dehesa arrangieren. Beachten Sie, dass die Schweine auf privaten Flächen gehalten werden, die Sie keinesfalls ohne Erlaubnis aufsuchen sollten. Von der Straße aus sind oft Schweine zu sehen, die jedoch bei Lärm davonlaufen. Vergessen Sie nicht, dass ein Besuch der Dehesas wie ein Ausflug aufs Land ist. Tragen Sie deshalb bequeme Kleidung und feuchtigkeitsbeständiges Schuhwerk. Weitere Städte auf der Route des Ibérico-Schinkens „Dehesa de Extremadura“ in Badajoz sind unter anderem Azuaga, Fuentes de León, Llerena, Montemolín, Oliva de la Frontera und Valencia del Mombuey. Im Laufe des Jahres werden in der Gegend diverse Workshops rund um das Iberische Schwein veranstaltet. Dazu zählen der Tag des Ibérico-Schinkens in Monesterio (im September: beinhaltet einen Wettbewerb im Schinkenschneiden, Verkostungen und andere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Schinken), die Wurstmesse und das Schlachtfest in Llerena (im März: kostenloser Gastro-Tag rund um die Traditionen des Iberischen Schweins) und der Salon des Ibérico-Schinkens in Jerez de los Caballeros (alljährlich im Mai).  



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