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Turespaña

Das Aquädukt von Segovia, eine Hinterlassenschaft des Römischen Reiches in Kastilien

Acueducto de Segovia

Kolossal, dem Lauf der Zeit trotzend, zieht sich das Aquädukt von Segovia durch die halbe Stadt, der es fast 2.000 Jahre hindurch Wasser und Schönheit bescherte. Beim Betrachten der Perfektion der Bögen wird klar, warum dieses Erbe des alten Roms, das sich nur eine Stunde von Madrid befindet, jedes Jahr Hunderttausende von Besuchern anzieht.

Das Aquädukt ist Zeuge einer tausendjährigen Kulturen und erhebt sich majestätisch über die Straßen und Baudenkmäler Segovias, von denen es sich durch seine Nüchternheit und Größe abhebt. Dieses außergewöhnliche Bauwerk, in dem sich Nutzen und Schönheit vereinen, ist auch als „Brücke des Teufels“ bekannt.

Der Legende zufolge war er es, der das Aquädukt in nur einer Nacht erbaute, um sich so die Seele einer jungen Frau zu erkaufen. Da ihm bei Morgengrauen jedoch noch ein Stein fehlte, ging er letztendlich jedoch leer aus. Es heißt auch, dass es sich bei den Löchern in den Steinen des Monuments um die Fingerabdrücke des Teufels handelt.

Das Aquädukt gehört zu den beeindruckendsten Zeugen der Ingenieurskunst des Römischen Reiches. Es wird auf Ende des 1. Jh. datiert und war bis Mitte des 20. Jh. in Betrieb. Seine 166 Steinbögen, die aus Granitquadersteinen ohne Zement oder Kalkmörtel errichtet wurden, stehen dank der verwendeten Bautechnik, die auf einen genialen Kräfteausgleich basiert, unverändert dort wie zur Römerzeit.

Auf dem beliebten Platz Azoguejo erreicht das Aquädukt seinen höchsten Punkt. Dort löst das Bauwerk beim Betrachten der gigantischen Pfeiler und der imposanten Nüchternheit der Quadersteine das größte Erstaunen aus, denn es scheint dem Besucher fast, als wäre die Stadt im Vergleich dazu eine Miniatur.

Das Aquädukt ist allerdings nur eine von vielen herrlichen Sehenswürdigkeiten, die diese geschichtsträchtige Stadt Kastiliens für Besucher so interessant machen. Darüber hinaus gibt es auch noch die Kathedrale, die sich am höchsten Punkt Segovias befindet und der Alkazar, eine Festung aus dem 12. Jh., die auf einer Felserhebung errichtet wurde und einen beeindruckenden Blick auf die Stadt erlaubt. Aufgrund ihrer Schönheit und ihres einzigartigen Stadtbild wurde Segovia 1985 zum Weltkulturerbe erklärt.

Detailansicht der steinernen Bögen Alkazar und Kathedrale von Segovia Weiße Feldbohnen aus La Granja

Vermischung der Kulturen

Sehenswert sind auch die mittelalterlichen Gassen, die sich labyrinthartig durch die Altstadt ziehen. Schlendert man durch die engen Straßen mit ihren hohen Mauern, gelangt man zu versteckt gelegenen, stillen Plätze und kleinen beschaulichen Winkeln der Stadt. Die Stadtmauer, Adelshäuser mit ihren Wappen, Festungstürme aus goldgelben Stein, Klöster, romanische Kirchen, Gebäude im Mudejar-Stil und gepflegte Gärten zeichnen ein einzigartiges Bild, das die über die Jahrhunderte vollzogene Vermischung der römischen, arabischen, jüdischen und christlichen Kulturen wiederspiegelt.

Abgesehen von dem monumentalen Reichtum besticht Segovia, das am Fuße der Sierra de Guadarrama liegt und nicht einmal 100 Kilometer von Madrid entfernt ist, durch seine Gastronomie, die noch mit traditionellen und handwerklichen Methoden arbeitet und einen wohlverdienten und guten Ruf besitzt.

In den Ländereien um Segovia gedeihen hochwertige Produkte und beste Rohstoffe, die von den Küchenchefs nach alten Rezepten zu hervorragenden Speisen verarbeitet werden. Die weißen Feldbohnen der Granja de San Ildefonso, das zarte Milchlamm oder das Spanferkel (Cochinillo) gehören zu den beliebtesten Gerichten und werden von den Weinen der nahen Region Ribera del Duero begleitet.

Besuchen Sie dieses einzigartige Urlaubsziel, das nicht weit von der spanischen Hauptstadt entfernt liegt und jedem der Besucher die Möglichkeit gibt, seinem Geist Stunden der Ruhe zu gönnen und ihm ein Fest der Sinne bereitet.

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