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Lage

Autonome Region:
Kastilien-León

Provinz / Insel:
León

León


Der Jakobsweg und die Silberstraße, zwei der wichtigsten Kulturrouten Spaniens, kreuzen sich an diesem Punkt: Astorga. Die in der Region Kastilien-León gelegene Stadt blickt zurück auf eine mehr als 2000-jährige Geschichte und besitzt eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise seine Renaissance-Kathedrale, den von Gaudí entworfenen Bischofspalast im Modernisme-Stil und die alten römischen Thermen.

Wer Astorga kennen lernen möchte, muss in Spaniens Norden in die Provinz León reisen. Die Stadt liegt 45 Kilometer von der Provinzhauptstadt León in dem Bezirk La Maragatería. Nach der Eroberung durch die Römer wurde der Ort vor allem aufgrund der reichlichen Goldvorkommen im Umland ein wichtiger strategischer Knotenpunkt. Das Erbe jener Zeit und die Reste des Bergbaus machen einen Teil des Reizes von Astorga aus, doch hat die Stadt noch mehr zu bieten.

Das erste, was dem Besucher bei seiner Ankunft ins Auge fällt, sind die beiden bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Kathedrale Santa María und der Bischofspalast. Beide Bauten stehen dicht beieinander und sind von der gut erhaltenen Stadtmauer römischen Ursprungs umrahmt. Schauen Sie gut hin, denn die Kathedrale weist ein interessantes Nebeneinander an Elementen der Spätgotik, des Barock und der Renaissance auf. Der Grund dafür ist ihre lange Bauzeit, die sich vom 15. bis ins 18. Jahrhundert hinzog. Eine weitere Kuriosität ist der Farbunterschied der beiden Türme, die das Portal flankieren. Einer von beiden war 1775 von einem Erdbeben betroffen und wurde erst später fertiggestellt. Im Innern sind vor allem der eindrucksvolle Hochaltar und der Chor sehenswert.

Neben der Kathedrale erhebt sich der Bischofspalast, der von dem berühmten Architekten Antonio Gaudí im Modernisme-Stil entworfen wurde. Der neugotische Bau scheint wie aus einem Märchen entsprungen. Im Garten wird der Besucher von drei Zinkengeln willkommen geheißen. Im Innern ist die Ausstellung Museum der Jakobswege zu sehen, die eine interessante Sammlung mit dem Jakobsweg zusammenhängender Objekte zeigt. Weitere sehenswerte Bauten in Astorga sind beispielsweise die Casa Granell oder die Kirche San Andrés.

Gehen Sie danach zum Plaza Mayor mit dem barocken Rathaus, wo immer dienstags morgens ein traditioneller Markt abgehalten wird. Der Besuch der in der Stadt erhaltenen römischen Reste ist ein weiteres Muss. Der Rundgang führt zu den Resten des Forums, der Thermen, einiger Wohnhäuser, dem Tempel des Kaiserkults, dem Legionärslager und dem Abwassersystem. In der früheren Ergastula (Gefängnis) ist heute das Römische Museum mit Statuen, Amphoren, Schmuckstücken und Reliefs untergebracht. Um sich nichts entgehen zu lassen, empfiehlt sich ein Besuch im Fremdenverkehrsbüro der Stadt.

Wer noch Zeit hat, sollte die Orte der Umgebung erkunden und den Charme der volkstümlichen Architektur der Maragatería genießen. So findet man etwa im nur 5 Kilometer von Astorga entfernten Castrillo de los Polvazares ein schönes Beispiel. Es empfiehlt sich, dort auch das typische Regionalgericht zu kosten: das Eintopfgericht „cocido maragato“. Die „Route des Goldes“ ist eine weitere Möglichkeit, die Orte des Umlandes auf den Spuren der alten römischen Bergbauanlagen zu erkunden.

Versäumen Sie es nicht, zum Essen einen Zwischenstopp in Astorga einzulegen. Sie werden angenehm überrascht sein.




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