Bedeutende Friedhöfe in Spanien



Möchten Sie Orte mit einem kunsthistorischen Erbe besuchen, das aus dem üblichen Rahmen fällt? Dann lernen Sie die bedeutenden Friedhöfe Spaniens kennen, die Teil der Europäischen Friedhofsroute sind, die von der Welttourismusorganisation aufgrund ihres Beitrags zur Innovation, Verbreitung und Interpretation des europäischen Kulturerbes anerkannt wurde.

Besonders sehenswerte Begräbnisstätten finden sich in Asturien, Kantabrien, dem Baskenland, Katalonien, der Region Valencia und Andalusien. Im Folgenden beschreiben wir Sie Ihnen näher: Asturien: Dort befindet sich in Avilés der Städtische Friedhof La Carriona. Er geht auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück und besitzt zahlreiche künstlerisch wertvolle Grabskulpturen voller Allegorien. Kantabrien: In Santander finden Sie den Ciriego-Friedhof, an dessen Anlage viele der besten Architekten und Marmorsteinmetze der Region beteiligt waren. Er gibt einen guten Überblick über die Grabschmuck-Trends Ende des 19. Jahrhunderts. Baskenland: Dort gibt es zwei bedeutende Friedhöfe. Einmal den Friedhof von Bilbao, der eines der schönes Trauerkunstensembles Spaniens beherbergt und ein Spiegel der Blütezeit ist, die das Baskenland um die Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhundert erlebte. Zum anderen San Sebastián mit dem Friedhof von Polloe. Dieser zeichnet sich durch große Familiengräber und das Grab einer der wichtigsten Frauenrechtlerinnen Spaniens, Clara Campoamor, aus. Katalonien: Diese Region besitzt die meisten bedeutenden Friedhöfe Spaniens. Acht von den neun vorhandenen sind in der Provinz Barcelona. Einer davon ist der Städtische Friedhof von Vilanova i la Geltrú mit zahlreichen Grabstätten im Stil des Modernisme. Sowohl dort als auch auf dem Friedhof von Sant Sebastià in Sitges sind viele Familiengräber von „indianos“ (zurückgekehrte Auswanderer, die in Amerika reich geworden waren) zu sehen, die von bekannten Bildhauern geschaffen wurden. Ein weiterer Friedhof im Modernisme-Stil der Provinz ist der Friedhof von Arenys de Mar.

Sehenswerte Beispiele sind auch der neue Friedhof von Igualada und der Friedhof Los Capuchinos in Mataró. Der erste besticht durch sein andersartiges Konzept, das die Gräber in die parkartige Umgebung integriert. 1992 wurde er deshalb mit dem FAD-Architekturpreis ausgezeichnet. Der Friedhof in Mataró, dessen früheste Grabstätten von 1817 stammen, befindet sich in der Anlage eines alten Kapuzinerklosters. Hervorzuheben sind die vielen großartigen Familiengräber. Ebenfalls von den Kapuzinern wurde am Kloster des Ordens im Jahr 1839 der Friedhof von Vilafranca del Penedés mit vielen bemerkenswerten Bauten angelegt. Die Stadt Barcelona kann mit zwei bedeutenden Friedhöfen aufwarten: Einmal der Friedhof des Poble Nou, 1775 als erste Begräbnisstätte der Stadt eingeweiht, und zum anderen der Friedhof von Montjuïc. Beide zählen zu den am wenigsten bekannten Kulturstätten der Stadt. Ebenfalls in Katalonien kann man den Friedhof von Lloret de Mar in der Provinz Girona besuchen. Er gibt ein schönes für die Sensibilität der Bildhauer und Architekten im Dienste der Grabkunst in Stil des Modernisme. Region Valencia: Dort befindet sich der alte Friedhof von Elche vom Anfang des 19. Jahrhunderts. An den Grabstätten und Familiengräbern sind so unterschiedliche Stilrichtungen wie Klassizismus, Neomudéjar, Neuromanik und Neugotik zu beobachten. Im später hinzugefügten Erweiterungsbereich sind auch Beispiele von Modernisme und Art Decó zu sehen. Andalusien: Zwei der bedeutenden Friedhöfe dieser Region liegen in der Provinz Córdoba. Einer davon ist der Friedhof von Monturque, unter dem sich ein über tausend Jahre vergessenes Meisterwerk der antiken Baukunst, nämlich eine römische Zisterne, befindet, die besichtigt werden kann. Der zweite liegt in der Stadt Córdoba. Es ist der Friedhof Nuestra Señora de la Salud. Beeindruckens sind dort die klassizistische Fassade und einige eklektische Familiengräber. Er beherbergt die Gräber einiger berühmter Stierkämpfer, darunter Manuel Rodríguez Sánchez, genannt „Manolete“. Abschließend sei noch der Städtische Friedhof von Granada erwähnt. Er gehört zum Ensemble der Alhambra und liegt ganz in der Nähe des Eingangs der Nasridenpaläste. Dort sind archäologische Reste des arabischen Alixares-Palasts (13.-14. Jahrhundert), eines kleinen Forts und des im 19. Jahrhundert verlegten Kanalisationssystems zu sehen. All diese Friedhöfe wurden von der Vereinigung bedeutender Friedhöfe in Europa als sehenswert eingestuft. Bitte beachten: - Mehr Information über bedeutende Friedhöfe erhalten Sie auf der Website http://www.significantcemeteries.org oder bei den Fremdenverkehrsbüros der jeweiligen Orte.




War Ihnen diese Information nützlich?





X Zu Mobilversion wechseln

X
Spain SevillaMadridCórdobaValenciaMálagaA CoruñaGranadaBarcelonaHuescaCastellón - CastellóCádizLleidaCáceresLa RiojaMurciaAlicante - AlacantPontevedraAsturienVizcaya -VizkaiaGuipúzcoa - GipuzkoaKantabrienLugoBurgosToledoAlmeríaJaénTarragonaHuelvaÁlava - ArabaÁvilaCiudad RealLeónZaragozaGironaTeruelSalamancaZamoraBadajozSegoviaCuencaNavarraPalenciaValladolidSoriaOurenseAlbaceteGuadalajaraKanarische InselnBalearen
X
Baleares MallorcaIbizaMenorcaFormentera
X
Canarias LanzaroteLa PalmaTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLa Gomera