Cid-Statue in Burgos © Miguel Ángel Muñoz Romero. Grupo RV Edipress

Camino del Cid: Auf den Spuren eines Ritters aus dem elften Jahrhundert

Haben Sie schon mal etwas vom Gedicht »Cantar de Mío Cid« gehört? Es handelt sich hierbei um ein bekanntes spanisches Gedicht aus dem zwölften Jahrhundert, das die Geschichte des legendären Ritters Rodrigo Díaz de Vivar, dem sogenannten Cid Campeador, erzählt. Wir empfehlen Ihnen, diese Abenteuer nachzuleben, indem Sie nach Spanien reisen und dem Weg zu folgen, der im Buch beschrieben wird. Dabei nehmen Sie eine touristische und kulturelle Route, die Sie durch das Landesinnere und den Osten des Landes führen wird, durch Kastilien und León, Kastilien-La Mancha, Aragón und der Region Valencia.

Auf dieser Route erwarten Sie Weltkulturerbstätten, Beispiele für romantische, mozarabische, maurische, islamische und gotische Kunst sowie mehr als 70 Naturschutzgebiete. Auch wenn die einzelnen miteinander verbundenen Strecken eigentlich nur zwischen 50 und 300 Kilometer lang sind, bilden sie zusammen insgesamt 2.000 Kilometer und 1.400 Kilometer markierte Wanderwege.  Der Weg ist in fünf Abschnitte unterteilt, entsprechend der verschiedenen Teile, die im Gedicht “Cantar del Mio Cid” erzählt werden. Jeder dieser Abschnitte kann zu Fuß (größtenteils auf Pfaden und Landstraßen), mit einem Mountainbike (ebenfalls hauptsächlich auf Pfaden und Landstraßen), mit einem klassischen Fahrrad (falls Sie Asphaltwege bevorzugen), mit dem Auto oder mit dem Motorrad (beides über Nebenstraßen und einige Schnellstraßen). Beachten Sie, dass vom Hauptweg aus auch andere kleine Themenrundgänge ausgehen. Dies sind die sogenannten »Ringe« mit einer kreisförmigen Struktur, die am selben Orten anfangen und enden sowie die »Abzweigungen«, lineare Pfade, die aus historischen Gründen von der Route abweichen. Mit einem Klick auf einen der fünf untenstehenden Links, erhalten Sie ausführliche Informationen zu den jeweiligen Hauptabschnitten.

Camino del Cid. Erster Abschnitt: Die Verbannung (El destierro)

Im »Cantar del Mío Cid« wird erzählt, dass der Ritter Cid im Jahr 1088 wegen König Alfons VI. verbannt wurde. Zusammen mit seiner Familie und einigen treuen Rittern verließ er Kastilien. Der erste Teil des Camino del Cid ist die Strecke, die der berühmte Ritter auf seiner Reise von Vivar del Cid (Burgos) bis zum Dorf Atienza (Guadalajara) zurücklegte.   Dieser Abschnitt führt durch die Provinzen Burgos, Soria und Guadalajara. Es umfasst 341 Straßenkilometer und 285 Kilometer über Pfade, aufgeteilt in Etappen. Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, empfehlen wir Ihnen vier Tage einzuplanen, um alle Orte in Ruhe zu besichtigen. Die Alternative für Wanderer dauert 15 Tage, die für Radfahrer fünf. Starten Sie im Geburtsort des Protagonisten, Vivar del Cid. Die Strecke führt Sie entlang von Feldern, über Berge und durch Wälder zu historischen Städten und Dörfern sowie zu bedeutenden Denkmälern. Um nichts zu verpassen, sollten Sie sich in jedem Ort an ein Fremdenverkehrsbüro wenden.

Highlights

Burgos ist ein sehr lohnenswertes Reiseziel. In der Kathedrale, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ruhen die Überreste von »El Cid« und seiner Frau Jimena. Allerdings gibt es in dieser Stadt viele weitere Sehenswürdigkeiten, unter anderem die Kirche des San Nicolás oder das Kloster Las Huelgas. Außerdem sollte man sich nicht das Kloster von San Pedro de Cardeña entgehen lassen, wo der Ritter Cid auf seinem Weg ins Exil seine Frau und seine Töchter zurückließ. Vorbei an Covarrubias wartet schon das nächste wichtige Klosterzentrum der Reise auf Sie: das Kloster Santo Domingo de Silos, eine Kongregation, der Cid einiges an Land spendete. Sein berühmtes Kloster ist ein Juwel der Romantik. Romantisch sind auch die Kirchen von Castillejo de Robledo, mit ihrer Wandmalerei, San Miguel sowie Nuestra Señora del Rivero in San Esteban de Gormaz.

Bevor Sie Gormaz erreichen, wo sich die Burg des Kalifen befindet, von der Cid der Burgvogt war, sollten Sie Halt in El Burgo de Osma machen, um die dortige gotische Kathedrale sowie die Altstadt zu besichtigen. Berlanga de Duero ist eine weitere wichtige Ortschaft auf dieser Route des Cid, dem 1089 von König Alfons VI. die Herrschaft über den Ort gewährt wurde. Das Renaissanceschloss oder die Stiftskirche sind nur zwei der vielen Sehenswürdigkeiten. Interessant ist auch der Endpunkt dieses Abschnitts, Atienza. Die Straßen der Stadt sind gesäumt von edlen Häusern sowie romanischen und gotischen Kirchen. Von der Burg aus kann man außerdem einen herrlichen Ausblick genießen.


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