WIND UND WELLEN IN CADIZFORNIA

Im südlichsten Süden gibt es ein Eckchen mit endlosen Stränden und vom perfekten Wind gepeitscht, das gen Afrika blickt. Die Rede ist von der südlichsten Spitze Europas, dem Punkt, wo das Land der Meerenge von Gibraltar weicht. Gut aufgestellt als das Paradies des Kitesurfens, ist das Reiseziel Tarifa in Cádiz Weltmarktführer dieser Trendsportart. Der Wind, der uns wegbläst Man nennt Tarifa „die Hauptstadt des Winds“, und das aus gutem Grund. Es gibt hier zwei vorherrschende Winde: den starken, warmen Levante, der Tag und Nacht bläst, und den kälteren Poniente, der nachmittags stärker wird und zum Kiten geeignet ist. Jedes Jahr strömen deshalb hunderte begeisterte Surfer an diese endlos langen Strände, wo man diese aufpeitschende Sportart erlernen oder sein Können verbessern kann. Bevor das Kitesurfen existierte, war Windsurfen rund 20 Jahre lang der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gegend und brachte Tarifa auf jedermanns Reiselandkarte. Inzwischen ist Tarifa dank des praktisch ganzjährig milden Klimas - die durchschnittliche Temperatur liegt bei 17 Grad, während das Wassers nie wärmer als 22 Grad wird - und den fast täglich hervorragenden Bedingungen für das Kiten auch ständiger Wohnort vieler Profis, darunter Gisela Pulido, die junge neunfache Kitesurf-Weltmeisterin aus Barcelona, die hier ihre eigene Schule mit Shop hat. Strände das ganze Jahr über Von all den Stränden, die diesen reizenden Ort mit weiß getünchten Häusern und gepflasterten Straßen mit maurischem Flair ausmachen - immerhin mehr als 20 km surfbare Küste - ist der etwa zwölf Kilometer von der Altstadt entfernte Valdevaqueros-Strand mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 35 bis 40 Knoten bei den Kitesurfern am beliebtesten. Winters wie sommers gehen die Menschen dort Kitesurfen und tanken danach in einem der „Chiringuitos“ (kleine Strandbars) auf. Der näher an der Stadt und mit Blick auf den riesigen Atlantik gelegene Strand Los Lances ist wegen seiner Größe (10 km Länge) ein weiteres Highlight, doch während der Hochsaison im Sommer ist er ausschließlich den Badegästen vorbehalten und das Wellenreiten verboten. Er ist der perfekte Spot für das Surfen bei Poniente. Der Strand war im vergangenen Sommer Gastgeber der 2014 Pro Tarifa Kite-Tour, dem neunten Wettbewerb des globalen Pro Kite Tour Circuit, der mit 352 Teilnehmern den Guinness-Weltrekord brach. Der Badeort Playa Chica, die Gegend von La Jaima a Dos Mares, Hurricane und Torre de la Peña sind weitere Spots, wo die Anzahl der Kites je nach den Windverhältnissen und dem Können der Surfer stark zunimmt. Ebenfalls erwähnenswert ist der sehr schöne und etwas weiter entfernte Strand von Bolonia. Abgesehen von seinen Sanddünen gilt der Strand vor der archäologischen Stätte der Ruinen der alten Römerstadt Baelo Claudia als einer der letzten unberührten Strände in Europa. Das Conjunto Arqueológico weist bis auf den heutigen Tag einen ausgezeichneten Erhaltungszustand auf, was man bei einem Besuch des Museums - wann immer Sie wollen - leicht wird bestätigen können.  Jenseits des Kitesurfens Bevor der Wind für das Städtchen, in dem jetzt 15.000 Menschen wohnen, ein Mehrwert wurde, war Tarifa über eine lange Zeit hinweg weit entfernt von allem und jedem und somit etwas ganz anderes als heute. Natürlich gab es jene, die es im Sommer als Urlaubsziel wählten und in Kauf nahmen, dass der Wind all ihre Strandpläne ruinieren konnte. Aber als Windsurfen und Kitesurfen Mode wurde, hat sich alles für immer verändert. Hunderte von jungen Leuten kamen aus aller Welt, zuerst vereinzelt, dann immer geballter, oft im mit Surfboards beladenen Campingbus und bekleidet mit knalligen T-Shirts und Sonnenbrille, der inzwischen offiziellen Uniform eines guten Kitesurfers. Zu den Pionieren, die diesen neuen Lebensstil riskierten, gehört Nacho Yuste, ein „Windfreak“ und spanischer Kitesurfmeister aus Valencia, der vor 14 Jahren in Tarifa landete und hier seine eigene Schule gründete. Kiteobssesion ist der richtige Platz, um einen Anfängerkurs zu buchen, aber auch, um mit der fachkundigen Beratung eines Expertenteams Ausrüstung zu kaufen. Die 2-Tages-Grundkurse mit sechs Unterrichtsstunden kosten 120 €. Ab dann können Sie andere Kurse buchen, die zu Ihnen passen, einschließlich Privatunterricht, immer mit der Garantie, dass Sie ihr Geld zurück bekommen, wenn Sie mit der Erfahrung nicht zufrieden sind. Jetzt gibt es ungefähr 50 Schulen in Tarifa, und die Zahl steigt jährlich. Viele von ihnen liegen an der Straße Batalla del Salado, eine neben der anderen. Dazu gehört auch Surf Center, wo man sowohl Kitesurf-Ausrüstung als auch eine breite Auswahl an gut aussehenden Surferoutfits erhält, mit denen man am Strand ebenso glänzen kann wie beim Après-Kite. ALICIA ARRANZ JUAN SERRANO COBERLLA Mehr Information in Spn Magazine




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