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Lage

Autonome Region:
Kastilien-León

Provinz / Insel:
Valladolid

Valladolid
Art der Route:
Literarisch

Auf den Wegen von Miguel Delibes

Eine einzigartige Route, die den Reisenden zu den Stellen Valladolids führt, die der Schriftsteller Miguel Delibes in seinem berühmten Roman „Der Ketzer“ erwähnte. Das Werk spielt im zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts, zu einer Zeit also, als Valladolid Hauptstadt des Königreichs Spanien war. Delibes ließ sich von zwei historischen Ereignissen inspirieren: den zwei Autodafés von 1559, im Rahmen derer das Inquisitionsgericht 27 Personen zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilte.

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Diese Route durch die Altstadt von Valladolid lässt sich hervorragend bei einem gemütlichen Spaziergang erleben. Ausgangspunkt unserer Tour ist der Plaza de San Pablo, wo Delibes den Wohnort seines Hauptdarstellers, des Doktors Cipriano Salcedo, ansiedelt. Hier befindet sich die Kirche San Pablo (15.-17. Jahrhundert) mit ihrer prächtigen Fassade im Stil eines Retabels (1497) von Simón de Colonia, eines der bedeutendsten Werke der spanisch-flämischen Gotik in Spanien.
Ganz in der Nähe befinden sich in dem alten Colegio de San Gregorio das Nationalmuseum für Bildhauerei, das ebenfalls über eine eindrucksvolle Fassade im Stil der spanisch-flämischen Gotik verfügt, sowie der Palast der Familie Pimentel mit seinem plateresken Portal.
Nach wenigen Schritten gelangen wir auf den Plaza de Santa Brígida, wo uns das gleichnamige Kloster und der alte, nach einem ehemaligen Anwalt des Königlichen Gerichtshofs und der Siegelbehörde von Valladolid benannte Palast El Licenciado Butrón erwarten. Am Platz daneben, direkt an der Ecke zwischen der Calle San Ignacio und der Calle Expósitos, befinden sich die Paläste von Fabio Nelli und dem Markgrafen von Valverde, heute Sitz des Museums von Valladolid.
Über die Calle Expósitos kommen wir zum Plaza de la Trinidad, wo Delibes in seinem Werk das Wolllager der Familie Salcedo ansiedelt. Hier erwarten uns der Palast der Herzöge von Benavente vom Anfang des 16. Jahrhunderts, in dem sich heute die Öffentliche Bibliothek von Valladolid befindet, und die Kirche La Trinidad. Nur wenige Meter weiter liegt das Kloster Santa Catalina mit seinem plateresken Innenhof, in dessen Kirche der Schriftsteller Juan de Juni seine letzte Ruhe fand.
An der Kirche San Agustín vorbei gelangen wir an unsere nächste interessante Station: die Kirche des Klosters San Benito el Real im Stil der Gotik und Renaissance (16. Jahrhundert). Besonders zu erwähnen sind das Portal und der Turm, ein Werk von Rodrigo Gil de Hontañón, sowie der Hauptkreuzgang mit der Kapelle der Herzöge von Fuensaldaña. Hier befindet sich heute das Museum für Zeitgenössische Kunst Patio Herreriano.
Anschließend spazieren wir über den Plaza de Fuente Dorada, wo sich bei Delibes mehrere Szenarien seines Romans befinden, unter anderem die Taverne Garabito. Dann geht es weiter zum Plaza Mayor, der nach seiner völligen Zerstörung bei einem Brand im Jahre 1561 auf Geheiß Philipps II. errichtet wurde. Hier fanden die im Roman „Der Ketzer“ erwähnten Autodafés statt.
Von dem Platz aus führt eine Straße direkt zur Santiago-Kirche. Noch heute erhalten sind der gotische Chor aus dem 15. Jahrhundert sowie Retabeln von Juan de Ávila und Alonso de Berruguete. Etwas weiter führt uns dieselbe Straße zum Schlusspunkt unserer Route, dem Plaza de Zorrilla, auf der sich eine Statue zu Ehren des romantischen Schriftstellers José Zorrilla erhebt.
Auf einer Seite des Platzes befinden sich das Tor Puerta del Campo und das ehemalige Hospital La Resurrección. Hier starben die während der Inquisition Verurteilten auf dem Scheiterhaufen. Heute befindet sich an dieser Stelle das klassizistische Wohngebäude „Casa Mantilla“, das 1891 von dem Architekten Julio Saracíbar errichtet wurde.
Während der Woche der Renaissance im Mai besteht die Möglichkeit, an der Route im Rahmen einer Führung mit Theatereinlage teilzunehmen. Wer die Tour während der ersten Septemberhälfte unternimmt, der sollte sich auf keinen Fall die in Valladolid sehr berühmten Feierlichkeiten zu Ehren von Nuestra Señora de San Lorenzo entgehen lassen.

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Route


Unerlässlich



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