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Die Route der Zisterzienserklöster

Es ist interessant zu wissen, dass sich dieser Orden nach seiner Gründung in Frankreich im 12. Jahrhundert in ganz Europa verbreitete. Zum selben Zeitpunkt eroberte die Krone von Aragón das sogenannte „Neue Katalonien“ von den Mauren aus Al-Andalus. Die Könige von Aragón ermöglichten damals den Zisterziensermönchen durch die Gründung neuer Klöster die Besiedelung dieser neu erworbenen Gebiete.
Als Ausgangspunkt für unsere Rundreise dient das Kloster Santes Creus (Aiguamúrcia). Kirche, Kreuzgang und Kapitelsaal (13.-14. Jahrhundert) bilden die drei Grundelemente der Zisterzienserregel und des alltäglichen Lebens der Mönche des Ordens. So auch in Santes Creus. Ebenfalls zu besichtigen sind die restlichen Räumlichkeiten der Anlage, so beispielsweise der Schlafsaal der Mönche und das Refektorium, später hinzugefügte Bauten wie das Tor Puerta Real, der Abtspalast und der kleine barocke Kreuzgang (17. Jahrhundert) sowie die Grabmäler der Könige Peter III. und Jaime II. von Aragón.
Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel gelangen wir durch den Landkreis Alt Camp. Seine Hauptstadt Valls ist unbedingt auch einen kleinen Abstecher wert. Von ihrem Kulturerbe verdienen vor allem die Kapelle El Roser und das Ensemble mit Bauten des Modernisme und des Noucentisme Erwähnung. Wer diese Tour Ende Januar oder Anfang Februar unternimmt, der kann an einer für die Gegend typischen „Calçotada“, einem renommierten gastronomischen Fest, teilnehmen. Valls gilt schließlich auch als Hauptstadt der Calçot-Essen.
Anschließend geht es weiter in den benachbarten Landkreis Conca de Barberà, wo wir zwei Städte besichtigen. Montblanc, die Hauptstadt des Landkreises, verfügt über das am besten erhaltene mittelalterliche Stadtgebiet ganz Kataloniens. Der Ort ist von prächtigen Mauern umgeben, die über 17 Türme und vier Zugangstore verfügen. Ganz in der Nähe liegt L'Espluga de Francolí, wo sich ein Besuch der Alten Kirche San Miguel und der Kellereigenossenschaft empfiehlt, die heute als Weinmuseum dient und in einem wunderschönen Gebäude im Modernisme- und Noucentisme-Stil untergebracht ist.
Von hier aus führt uns eine Landstraße zum zweiten Zisterzienserkloster der Route: dem gut 30 Kilometer entfernten Kloster Santa María de Poblet (in Vimbodí).
Dieses an den Ausläufern der Berge von Prades und dem Wald von Poblet gelegene Kloster ist das größte der drei Zisterzienserklöster unserer Route. Es umfasst sowohl die ursprüngliche Kirche (mit mehreren königlichen Grabstätten) und den alten Kreuzgang (12.-14. Jahrhundert) mit den rundum liegenden Räumen (Kapitelsaal, Refektorium, Bibliothek, Schlafsaal, Waschraum, Weinkeller) als auch mehrere Gebäude späterer Epochen (bis zum 18. Jahrhundert), unter anderem den Abtspalast, die Kapellen Sant Jordi und Santa Caterina, den Königspalast, den alten Kreuzgang Sant Esteve und die neue Sakristei. In der Gemeinde Vimbodí können wir zudem das Glasmuseum besichtigen.
Die letzte Etappe dieser Route führt uns rund 25 Kilometer weiter bis zum Kloster von Vallbona de les Monges (ein Nonnenkloster), das sich im Zentrum des gleichnamigen Orts befindet. Es besticht durch seine Kirche (von besonderer Bedeutung sind die Kuppel und der Glockenturm und die Grabstätte der Königin Yolanda von Ungarn, der Gattin von Jaime I. von Aragón), seinen Kreuzgang und seinen Kapitelsaal, in dem sich romanische und gotische Stilelemente vermischen. Des Weiteren befinden sich in der Anlage sowohl klösterliche Räume wie eine Bibliothek, ein Skriptorium, ein Refektorium und eine Küche als auch eine Herberge und ein Museum.
Bei dieser Reise handelt es sich um eine der touristischen Routen mit der längsten Tradition in Katalonien. Die Route eignet sich zu jeder Zeit des Jahres. In jedem der drei Klöster können Kombieintrittskarten für die Besichtigung aller drei Sehenswürdigkeiten erworben werden.

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