Diese Website verwendet Cookies zur Verbesserung der Surferfahrung des Benutzers. Wenn Sie weiter surfen, gehen wir davon aus, dass Sie mit der Verwendung einverstanden sind. In unserer Cookie-Politik erhalten Sie mehr Information bzw. Anweisungen zur Änderung der Konfiguration



Universität von Alcalá

Lage

Autonome Region:
Madrid

Provinz / Insel:
Madrid

Madrid

  • x

    Welterbe, von der UNESCO verliehenes Zertifikat.


Diese Ortschaft der Provinz Madrid, Wiege des berühmten Miguel de Cervantes, dem Autor von "Don Quijote", sowie einer der angesehensten Universitäten Spaniens wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben. Ihr reichhaltiges Denkmalerbe, welches sich aus Kirchen, Klöstern und Universitätsgebäuden zusammensetzt, bringt uns das Leben Kastiliens im Goldenen Zeitalter Spaniens näher. Der Altstadtkern verfügt überdies über die Gaststätte "Hostería del Estudiante", welche zum Netz der staatlichen Parador-Hotels gehört. Über vierhundert Jahre alte geschichtsträchtige Gemäuer stellen den perfekten Rahmen für eine Verkostung der besten Spezialitäten der lokalen Gastronomie dar.

Weiterlesen

Das ehemalige römische Complutum und ehemalige maurische Al-kala-en-Nahr erlebte seine Glanzzeit nach der Gründung der Universitas Complutensis durch den Kardinal Cisneros (15. Jh.). In der Folgezeit wurde die Stadt zu einem kulturellen Zentrum, das zahlreiche Gelehrte anzog und den Bau vieler Klöster begünstigte. In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass die Bildung damals von der Kirche abhängig war. Ein Teil des von der Stadtmauer eingefriedeten Gebiets von Alcalá de Henares erstreckt sich über die nähere Umgebung des erzbischöflichen Palasts. Rund um dieses Areal finden sich die Werke diverser Künstler des Freilichtmuseums für Skulpturen. Mit dem Bau des Palasts wurde im 13. Jahrhundert begonnen und aus diese Zeit stammt auch der Torreón del Tenorio. Die Hauptfassade ist das Werk von Alonso de Covarrubias und wurde im 16. Jahrhundert errichtet. In seinem Innenhof findet alljährlich im November die schon traditionelle Aufführung von „Don Juan“ statt, einem außergewöhnlichen Werk aus dem Goldenen Zeitalter Spaniens. In der Nähe des erzbischöflichen Palastes befinden sich die Klöster San Bernardo und La Madre de Dios. Letzteres beherbergt derzeit das Archäologische Museum der Region Madrid. Die Kathedrale Auf dem Weg zur Kathedrale Los Santos Niños Justo y Pastor trifft man auf die Kapelle San Felipe Neri, die zur einzigen in Alcalá noch verbleibende Männerkongregation gehört. Tallas de Gregorio Fernández und Pedro de Mena, zwei ausgezeichnete Barockbildhauer haben das Innere ihrer schlichten Kirche ausgeschmückt. Ihre Bibliothek umfasst über 8000 Werke, von denen zwei Inkunabeln besonders erwähnenswert sind. Die Kathedrale ist der Gotik zuzurechnen und besitzt einen Turm im Herrera-Stil, der im 17. Jahrhundert angebaut wurde. Ihr Glockenturm wurde ebenso wie viele andere Türme in Alcalá von den Störchen zum Nestbau auserwählt. An einem offenen Platz gelegen dient die Fassade dieses Gotteshauses zudem als Kulisse für den „Don Juan“ an Allerheiligen. Die Säulengänge der Calle Mayor führen uns bis zum Geburtshaus und Museum von Cervantes. Es handelt sich um einen typischen kastilischen Bau mit Innenhof und darum angeordneten Räumen. Möbel und Gegenstände geben dem Besucher einen Einblick in das Leben des 17. Jahrhunderts. Interessant ist aber auch die Sammlung verschiedener, mit seinem Werk in Zusammenhang stehender Schriftstücke wie frühere Ausgaben des „Don Quijote“" und zahlreiche Übersetzungen. Weitere interessante Gebäude der Stadt stehen an der Plaza de Cervantes und an der alten Universität. So befindet sich an dem Platz beispielsweise der Freilichtkomödienhof, auf dem Werke von Lope de Vega und Calderón de la Barca, die beide hier studierten, in Szene gesetzt wurden. Der Bau verfügt zwar noch über Elemente aus jener Zeit, doch er erinnert heute eher an die öffentlichen Bauten, die während der Herrschaft Karls III. und im späteren Geschmack der Romantik errichtet wurden. Das Rathaus, das Interpretationszentrum Los Universos de Cervantes, das Kolleg von Málaga und das Kloster Santa Úrsula sind ebenfalls hier zu finden. Die Universität Zu den wichtigsten Bauten Alcalá de Henares zählt die Universität bzw. das Colegio Mayor de San Ildefonso. Von Kardinal Cisneros gegründet besitzt sie noch heute Unterrichtsräume aus der Zeit ihres Baus. Die heutige platereske Fassade stammt aus dem 16. Jh. Hinter ihr verbergen sich wunderschöne Kreuzgänge und Innenhöfe aus der Zeit der Renaissance und des Barocks. Das aufgrund seiner Ziegelfassade stilistisch eher nüchterne Kolleg San Pedro y San Pablo ist nur ein Steinwurf entfernt. Das ehemalige Nebenkolleg San Jerónimo beherbergt heute das Restaurant Hostería del Estudiante, das der Hotelkette Paradores angegliedert ist. Der wichtigste Teil ist der „Patrio Trilingüe“, der seinen Namen dem Umstand verdankt, dass hier die drei Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch gelehrt wurden. Im 16. Jahrhundert im Renaissance- und Mudéjar-Stil errichtet, besitzt er einen wunderschönen Garten, Brunnen und Säuleninnenhof. Das Restaurant bietet seinen Gästen die Gelegenheit, die Küche Kastiliens anhand so typischer Gerichte wie Knoblauchsuppe, dem Eintopfgericht Cocido Madrileño und verschiedenen Braten kennenzulernen. Als Dessert gibt es Schokolade mit Röstbrot zum Eintunken. Ebenfalls einen Besuch wert ist das ehemalige Colegio del Rey, in dem die Kinder der Bediensteten des Königs zur Schule gehen konnten. Derzeit ist dort das Instituto Cervantes untergebracht, eine Einrichtung, die sich für die Förderung und Verbreitung der spanischen Sprache einsetzt. Gleich daneben befinden sich die Kirche und das Kolleg der Jesuiten, heute Kirche Santa María und juristische Fakultät. Dieses Gebäude zählt zu den vielen historischen Bauten in Alcalá de Henares, die derzeit von der Universität genutzt werden, da die Stadt bis heute eine bedeutende Universitätsstadt ist. Cervantes-Zug

Um von Madrid nach Alcalá de Henares zu reisen, wurde dieser Touristenzug ins Leben gerufen. Während der Fahrt stellt eine Gruppe Schauspieler einige der wichtigsten Passagen des Romans „Don Quijote von La Mancha“ dar. Die Fahrkarte beinhaltet den Eintritt in einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Zug verkehrt gewöhnlich samstags von April bis Juni ab dem Bahnhof Atocha (Madrid). In der restlichen Provinz

Die Provinz Madrid bietet seinen Besuchern diverse Routen, um all ihre Winkel kennenzulernen. Zu den wichtigsten Attraktionen der Hauptstadt zählen unter anderem das Madrid der Habsburger und der Bourbonen, die Museen Prado, Thyssen-Bornemisza und Reina Sofía, die alten Stadtviertel Lavapies oder Chamberí und die Modeboutiquen im Stadtteil Salamanca. Zwei weitere sehenswerte Ausflugsziele sind die Welterbestätten Aranjuez und das Kloster El Escorial. Die Gärten, die Palastanlage und die interessante Altstadt von Aranjuez bilden zusammen eine Einheit, bei der der Fluss, der Wald und der Stadtentwurf sich zu einem rationalistischen Stadtentwurf zusammenfügen. Der von Philipp II. in Auftrag gegebene und baulich von Juan de Herrera ausgeführte El Escorial in der Sierra de Guadarrama zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Region Madrid. Die Burg von Manzanares el Real und die Plaza Mayor von Chichón sind weitere Sehenswürdigkeiten in anderen Orten dieser Region.

Beenden




Unerlässlich



Karte/Lokalisierung