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Naturwissenschaft und Literatur

Die spanischen Nobelpreisträger

Seit ihrer Stiftung 1901 wurden sieben Nobelpreise an Spanier verliehen, fünf für Literatur und zwei für Medizin.

Den ersten Nobelpreis, den ein Spanier verliehen bekam, erhielt 1904 der Dramaturg José Echegaray. So wurde die Brillanz seines Werks anerkannt, in dem er die spanische Dramentradition des 16. Jahrhunderts aufnahm und erneuerte. Zwei Jahre später erhielt 1906 Santiago Ramón y Cajal in Anerkennung seiner Pionierarbeit beim Studium des Nervensystems den Nobelpreis für Medizin. Im Jahr 1959 erhielt ein weiterer Wissenschaftler, Severo Ochoa, den Nobelpreis für Physiologie und Medizin, den er sich mit seinem ehemaligen Schüler, dem Amerikaner Arthur Kornberg, teilte. Im Jahr 1922 hatte der Dramaturg Jacinto Benavente für die Art, in der er das Vermächtnis des spanischen Dramas mit den Traditionen der Aufklärung verschmolz, den Literatur-Nobelpreis erhalten. 1956 ging der Literaturpreis in Anerkennung der stilistischen Reinheit und der erhabenen Spiritualität, die seine Lyrik prägt, an den Schriftsteller Juan Ramón Jiménez. 1977 sah ein weiterer großer Dichter, Vicente Aleixandre, sein Werk von einem Nobelpreis gekrönt. Die schwedische Akademie erkannte so seine kreative Poesie an, 'die die menschliche Kondition im Kosmos und in der heutigen Gesellschaft beleuchtet'. Der bisher letzte Spanier, der einen Nobelpreis erhielt, war Camilo José Cela, der 1989 für seine reichhaltige Prosa ausgezeichnet wurde, 'welche verschiedene Formen des Mitleids wie einen Rahmen einer herausfordernden Sicht auf die Verletzlichkeit des Menschen kombiniert'.