
Der große Korkeichenwald
Zwischen der Sierra de Grazalema und der Landzunge Punta de Tarifa verlaufen Bergketten von mittlerer Höhe (zwischen wenigen hundert Höhenmetern in der Umgebung von Tarifa und 1091 Metern im Fall des Aljibe-Gipfels), die das sogenannte „Reich der Korkeichen“, den größten Korkeichenwald der Iberischen Halbinsel beherbergen.
Wenngleich die Landschaft kein schroffes Relief aufweist, gibt es im südlichen Teil doch schmale Flusstäler, die sogenannten „canutos“, mit in ganz Europa einmaligen Vegetationsrelikten aus der Zeit des Tertiär. Die Wälder enthalten nicht nur Korkeichen, sondern auch andalusische Flaumeichen und andere Pflanzen wie Rhododendren, Oleaster, Eschen, Johannisbrotbäume und Zwergpalmen. Auf 300 bis 900 Metern Seehöhe erstreckt sich das „Reich der Korkeichen“, einer der bedeutendsten Korkeichenwälder der iberischen Halbinsel, wo auch Heide, Zistrosen, Besenheide, Steinlinden und immergrüner Kreuzdorn usw. gedeihen. Diese Mischwaldformen sind besonders gute und weitläufige Beispiele des ursprünglichen Mittelmeerwalds. Auch die Tierwelt ist artenreich. Es werden bis zu 250 Wirbeltierarten gezählt. Die repräsentativsten Säugetiere sind unter anderem Ichneumone, Rehe, Ginsterkatzen, Fischotter, Wildkatzen, Hirsche und Wildschweine. Von den Raubvögeln sei neben Zwergadlern, Schlangenadlern, Habichtsadlern, Schmutzgeiern und Uhus eine große Gänsegeier-Kolonie genannt.
Art des Naturraums
Parque Natural
Information
Fläche: 167767 Hektar
Besucherinformation: Den Park durchziehen ausgeschilderte Wege und 12 Viehtriften. Zu erfahren bei den Besucherzentren.
Umweltinformation: Der ökologische Wert des Parks beruht auf drei Grundelementen: Zum einen die landschaftliche Schönheit der sich aneinander reihenden Gebirgsketten, zum anderen die artenreiche Fauna und Flora und zuletzt die auf der Iberischen Halbinsel einzigartige weil größte Ansammlung von Korkeichen und zugleich eines der bedeutendsten Korkeichenvorkommen der Welt. Die Korkeichen des Parks sind die am besten erhaltenen, die überhaupt bekannt sind.
Kulturelle Information: In den Ortschaften in der Umgebung des Parks findet man zahlreiche Beispiele des künstlerischen und architektonischen Erbes der Region. Im Umland liegen zahlreiche Orte, unter anderem Ubrique, Cortes de la Frontera, Los Barrios, Alcalá de los Gazules und Algar. Sie alle gehören zu den charakteristischen weißen Dörfern der Gegend Campo de Gibraltar. Hervorzuheben sind auch die Traditionen und die Kultur rund um die Korkernte, die alle neun Jahre vorgenommen wird. Aus dem Schutzgebiet des Parks stammen 30 % der spanischen Korkproduktion.
Kontaktdaten
Leitung u. Erhaltung des Naturparks
Tel.: +34 956418601
Fax: +34 956418610

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